Rodung von Bäumen im inneren und äußeren Schloßpark


Archivmeldung aus dem Jahr 2000
Veröffentlicht: 20.01.2000 // Quelle: Stadtverwaltung

Im inneren Schloßpark stehen, in unmittelbarer Nähe der Außengastronomie des Schloßrestaurants, auf dem kleinen Hügel, drei mindestens 100 Jahre alte Bergahorn. Zwei dieser Bäume sind von der sog. Weißfäule, einer holzzerstörenden Pilzart, befallen.

Einer der beiden Bäume ist inzwischen weitestgehend hohl. Seine Restwandstärke liegt bei 14 bis 20 Prozent. Die statisch bedeutsame Gefahrenzone beginnt bei einer Restwandstärke von 30 Prozent.

Der zweite erkrankte Bergahorn weist großflächige Rindenschäden mit von außen sichtbaren Morschungen auf. Die Kronenteile sind stark degeneriert oder abgestorben. Der Baum ist im Stamminneren weitestgehend morsch.

Die Weißfäule und ihre Folgen können mit baumchirurgischen Mitteln und Maßnahmen nicht bekämpft werden. Der fortschreitende Verfall der Holzstruktur ist nicht aufzuhalten. In der Regel wird auch die Wurzel tiefgreifend von dem Pilzbefall geschädigt. Der Zustand und das Schadenbild der beiden Bäume wurden schon seit Jahren beobachtet. Bei der diesjährigen Begehung wurde, unter anderem durch eine Festigkeitsprüfung mittels einer Bohrung, festgestellt, daß die Standsicherheit der Bäume nun endgültig nicht mehr gewährleistet ist. Die Gefahr, daß es jederzeit spontan zu Starkastausbrüchen oder gar zum Stammbruch der Bäume kommt, ist jetzt so groß, daß niemand mehr die Verantwortung für die Verkehrssicherheit übernehmen kann.

Im Bereich des äußeren Schloßparkes stehen im unmittelbaren nordwestlichen Uferbereich des Wassergrabens eine Anzahl älterer Pappeln. Die über 25 Meter hohen Bäume weisen durchgehend eine starke Schräglage in Richtung Wassergraben auf. Neun Pappeln stehen genau gegenüber den Remisen. Zur Abwehr einer strafrechtlich relevanten Gefahrensituation und um möglichen, schwerwiegenden Gebäudeschäden an den Remisen vorzubeugen ist bei diesen neun Pappeln sofortiges Handeln erforderlich. Die Rodung muß daher in den nächsten zwei Wochen erfolgen.

Die Pappeln haben alle das arttypische Höchstalter erreicht. Speziell bei diesen Bäumen kommt als Gefährdungspotential aber hinzu, daß sie durch den dichten Stand keine gleichmäßige, arttypische Krone entwickeln konnten. Die dadurch deformierte Krone mit langen Lastarmen führt zu einer kritischen Statik und damit zu einer stark erhöhten Bruchgefahr. Die Pappel weist das Phänomen auf, daß sie in diesem Alter und bei diesen Standortbedingungen ganze Starkastpartien oder Stammteile ohne erkennbare Defektsymptome plötzlich abwirft. Die im äußeren und inneren Schloßpark verlaufenden Wege und die Remisen befinden sich im gefährdeten Bereich.

Der restliche Pappelbestand im äußeren Schloßpark muß ebenfalls in absehbarer Zeit gerodet werden. Diese Bäume weisen starke Faulstellen und Blitzeinschläge auf. Da sie aber in relativ freiem Stand mit freier Falllinie stehen, kann die Rodung auf eine Zeit mit geringeren Arbeitsspitzen verschoben werden. Die Bäume werden nur niedergelegt. Das Holz bleibt vor Ort liegen.

Der äußere Schloßpark liegt im Landschaftsschutzgebiet. Die Maßnahmen wurden im Landschaftsbeirat besprochen. Einwände wurden nicht erhoben.


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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