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Studierende für Opladen begeistern: W-LAN in Kneipen als ersten Schritt

Kneipen legen für Studierende vor, die anderen und mehr müssen folgen
Pro-aktiv Angebote für Studierende setzen, Ausreden für Nichtstun „faul“
Veröffentlicht: 14.11.2012 // Quelle: Siegfried Kuhl

Bis zu 2.000 Studierende sollen zukünftig den Leverkusener FH-Campus in Opladen beleben. Natürlich steckt dahinter auch die Idee, die Studierenden als neue und belebende Mitbürger oder regelmäßige Besucher in Opladen und Leverkusen zu binden. Köln ist mit seinem überlagerndem Image allerdings nur eine Viertelstunde entfernt. Umso mehr bedarf es der sprichwörtlichen Umwerbung der jetzigen und auch schon der zukünftigen Studierenden. Nicht erst dann, wenn der Campus in der Neuen Bahnstadt anfängt zu leben. Opladens Gastronomen haben jetzt die ersten zarten und richtigen Schritte unternommen. Nun müssen Einzelhandel und andere Kundenbranchen schleunigst ihre Hausaufgaben fertigstellen und dranbleiben.

Einige Opladener Gastronomen haben als erstes Angebot im Hinblick auf die zukünftigen Kunden W-LAN-Zugänge in ihren Lokalen geschaffen. Vor ca. 2 Jahren hatte die AGO in einer ersten konzertierten Aktion in einem Begrüßungspaket für die ersten Studierenden, die derzeit noch im Chempark untergebracht sind, umfangreiche Informationen zu Opladen, seinen Einzelhandels-, Gastronomie- und Dienstleistungsangeboten überreicht. Darin waren z.B. auch kleine Geschenke wie Gutscheine aus Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie sowie kleine „Vitaminbomben“ fürs Studieren.

Jetzt ist „Dranbleiben“ das Gebot der Stunde. Die Studierenden, die sehr leicht an Leverkusen „vorbeistudieren und –leben“ können, oder dazwischen agierende Multiplikatoren wie Fachschaften und andere Studierendenvertretungen, müssen kontinuierlich für Leverkusener und Opladener Vorzüge begeistert werden.

Einladen nach Leverkusen und Opladen, regelrechtes, aber positiv zu bewertendes Locken, die Studierenden dort abholen, wo ihre Interessen liegen. Das können Feste sein, manchmal aber auch die einfachsten menschlichen Bedürfnisse nach Sicherheit und Spaß, Vergünstigung und Umsorgung, genau so gut wie bezahlbarer Wohnraum. Den thematischen Faden kann man unheimlich weit und breit spinnen, vor allem sollte er zielgerichtet und kontinuierlich gesponnen werden.

Ganz banal vielleicht, aber trotzdem denkenswert, ist vielleicht ein Bandmarathon, eine Universiade oder ähnliche Veranstaltungen jeweils zum Semesterstart in Opladens Innenstadt, z.B. endend in der Stadthalle als so gen. „Ersti-Party“. Ganz gewagt vielleicht sogar ein „Professoren-Studierenden-Speed-Dating“ oder eine Fachschaftsrallye in Neustadt-Kneipen? Jedenfalls sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Integration in Leverkusen und neuer wie höhersemestriger Studierender wären quasi die parallelen Ziele. Selbstredend sind Ergänzungsangebote wie Shuttle-Service etc.. Genau so, dass Studierende in Opladen mindestens die Essenzen dessen finden, was zum Studium und dem Studierendenleben dazugehört.

Es gibt ja durchaus bereits Veranstaltungen und Angebote, die diese Zielgruppe ansprechen könnten. Sie müssten der neuen Zielgruppe dann nur kommuniziert werden. Hier wäre eventuell auch die Wirtschaftsförderung gefragt, bei den Studierenden tiefgreifend, kontinuierlich und nachhaltig für Leverkusen aktiv zu werden, zu bündeln, ggf. zu koordinieren, als Multiplikator zu agieren, Netzwerke von und für Studierende zu initiieren, zielgruppengerechte Informationen, z.B. einen interessanten(!) Stadtführer für Studierende, aufzubereiten; sozusagen Stufe 2 nach bewusst und erfolgreich provozierendem Phrasenimage für Leverkusen.

In Zukunft dürfen Meldungen wie „Stadtrallye endet in Kölner Kwartier Latäng“ oder „Erstsemesterbegrüßung in Köln“ nicht mehr stattfinden, weil der Anlass in Leverkusen und Opladen stattfindet, der Campus Leverkusen heißt und auch so gelebt werden muss.

Falsch sind Ausflüchte, dass die Studierenden eh von Köln angezogen werden. Umso mehr heißt es, Aktionen und Werbung zu starten und zu verstetigen. Einmaliger Aktionismus kann nur zu Enttäuschung hinsichtlich der Erfolge führen. Dann wäre es eine selbsterfüllende Prophezeiung, die leider allzu oft und für viele der Ausweg der Erklärung von Unzulänglichkeiten ist, auch und gerade in Opladen und Leverkusen.

Richtig ist: Vielleicht werden nicht alle 2.000 Studierenden an Leverkusen und Opladen gebunden werden können. Aber sollten es auch nur 500 davon sein, die regelmäßig Angebote nutzen, in Leverkusen und Opladen verweilen, oder gar hier wohnen und ihre Freizeit gestalten, dann hat schon das deutliche Erst- und vor allem auch Sekundäreffekte.

Mit W-LAN ist ein unumgänglicher zeitgemäßer Anfang gesetzt. Jetzt muss es in Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleistung, auch bei politischen Akteuren zielgruppengerecht und laufend weitergehen. Auch Im Stadtteilentwicklungskonzept übrigens müssen Studierende und deren Interessen erkennbar werden.

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