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Rund 200.000 Euro für Stipendien und Lehrerfortbildung: Förderung von ambitionierten Studienprojekten und internationaler Berufserfahrung

Schwerpunkte auf den Naturwissenschaften und der Medizin
Erstmalige Vergabe der Hermann-Strenger-Stipendien in Ausbildungsberufen
Seit 2007 wurden bereits 129 junge M
Veröffentlicht: 23.09.2010 // Quelle: Bayer

Mit einem Gesamtvolumen von rund 200.000 Euro fördert die Bayer Science & Education Foundation 39 begabte und engagierte junge Menschen im Bereich der Natur- und Ingenieurwissenschaften, der Medizin, dem Lehramt für naturwissenschaftliche Fächer sowie der nicht-akademischen Lehrberufe. Darüber hinaus wird die Lehrerfortbildung in der Chemie an der Universität zu Köln unterstützt.

"Wir brauchen die besten Köpfe, um unsere Zukunft zu gestalten. Die Förderung von Exzellenz - sowohl in fachlicher als auch in sozialer Hinsicht - ist dabei die entscheidende Voraussetzung. Deshalb unterstützen wir mit dem ’Bayer Fellowship Program’ Aufbau- oder Ergänzungsstudiengänge im In- oder Ausland, Praktika, Abschlussarbeiten, Promotionsvorhaben sowie Auslandsprojekte in Ausbildungsberufen", betont Dr. Wolfgang Plischke, Forschungsvorstand der Bayer AG.

In einem mehrstufigen Auswahlprozess haben die 39 Bewerberinnen und Bewerber den Stiftungsrat von ihren Projekten, ihrem Können und ihrer persönlichen Eignung überzeugt. Stiftungsrats-Mitglied Dr. Carl-Heinz Duisberg - jüngster Enkel des Programmgründers und früheren Generaldirektors des Bayer-Konzerns Prof. Dr. Carl Duisberg - erklärt: "Mein Großvater wollte jungen Menschen gute Bildungschancen eröffnen, weil er den langfristigen Nutzen für die Gesellschaft im Blick hatte. Von ihm stammt die Aussage: ’Jeden Groschen, den wir übrig haben, müssen wir der Wissenschaft widmen; es ist das bestangelegte Kapital’."

Das "Bayer Fellowship Program" umfasst neben den Bayer- und Carl-Duisberg-Stipendien auch die Kurt-Hansen-, die Hermann-Strenger- und die Schülerstipendien. Zielgruppe sind vor allem Studierende im Hauptstudium und Absolventen sowie Auszubildende und junge Berufstätige, deren Studien- bzw. Ausbildungsabschluss höchstens zwei Jahre zurückliegt.

Zu den geförderten Fachrichtungen im akademischen Bereich gehören in diesem Jahr Biochemie, Bioinformatik, Biotechnologie, Biomedizin, Bioverfahrenstechnik, Molekularbiologie, Molecular Life Science, Chemie, Chemieingenieurwesen, Lebensmitteltechnologie, Physik, Statistik, Forensik, Molekularmedizin und Medizin. Acht Kurt-Hansen-Stipendiaten im Studium für das Lehramt in den Fächern Biologie, Chemie und Physik werden ebenfalls gefördert. Die neuen Bayer-Fellows arbeiten in den nächsten Monaten in elf verschiedenen Ländern - darunter den USA und Kanada, diversen Ländern in Europa sowie Australien, China, Kamerun, Malaysia und Singapur an ihren Projekten. Sie kommen von den Universitäten und Hochschulen in Braunschweig, Bremen, Dresden, Freiburg, Göttingen, Heidelberg, Hohenheim, Jena, Karlsruhe, Krefeld, Lübeck, Regensburg, Saarbrücken, Stuttgart, Tübingen, Ulm und Wuppertal sowie der LMU und der TU München, der Charité Berlin und der ETH Zürich. Vier Stipendiaten kommen aus dem Ausland (Chile, Russland, USA und China). Sie werden am Deutschen Institut für Ernährungsforschung der Charité in Potsdam, am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik in Gatersleben, an der TU München sowie an der TU Kaiserslautern forschen.

Als Ergänzung zu den Stipendien im akademischen Bereich werden erstmals Hermann-Strenger-Stipendien zur Unterstützung junger Menschen vergeben, die im Rahmen einer nicht-akademischen Ausbildung erste Berufserfahrung im Ausland sammeln möchten. In diesem Jahr werden vier junge Menschen aus Bielefeld, Leverkusen und Neuss gefördert, die im Rahmen ihrer Ausbildung als Biologisch-Technischer-Assistent, Industriekaufmann und Informationstechnischer-Assistent einen Auslandsaufenthalt in Australien, Großbritannien und Italien planen.

Weiterhin fördert die Bayer-Stiftung das Kölner Modell. Dies ist ein Informations- und Fortbildungsprojekt von Lehrkräften für Lehrkräfte an den Chemischen Instituten der Universität zu Köln. Seit seiner Gründung im Jahr 1979 werden Chemielehrkräften - und damit indirekt den Schülerinnen und Schülern im Rahmen ihres Chemieunterrichts - neueste Erkenntnisse über Chemie in Lebenswelt, Technik, Industrie und Gesellschaft vermittelt.

Die Bayer Science & Education Foundation startet damit die vierte Runde des Förderprogramms, mit dem gezielt der Wissenschaftsaustausch und die internationale Berufserfahrung junger Menschen unterstützt werden. Das Stipendienprogramm steht ganz in der Tradition der ersten Bayer-Stipendien, die bereits 1923 von Carl Duisberg ins Leben gerufen wurden. Es richtet sich an junge Menschen mit Kreativität und hoher Leistungsbereitschaft, überdurchschnittlichen Noten und gesellschaftlichem Engagement.

Die nächste Bewerbungsrunde startet im Juni 2011.

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