Stadtplan Leverkusen
06.07.2010 (Quelle: Stadtverwaltung)
<< Nach Spielende Deutschland gegen Spanien Verkehrsbehinderungen absehbar   Neue Übersicht über Mieten für gewerblich genutzte Räume in Leverkusen >>

Gesundheitsförderung für Rheindorf


Seit Februar bietet der "DJK Eintracht Rheindorf" in der Turnhalle der Käthe-Kollwitz-Schule ein offenes Tischtennisangebot für alle Altersgruppen an - jeweils dienstags von 17. 30 Uhr bis 19.00 Uhr. Inzwischen kommen regelmäßig rund 15 bis 20 kleine und große Rheindorfer "Ping-Pong-Fans" zum schnellen Spiel mit dem kleinen Ball.

Die Initiatoren aus dem Arbeitskreis "Gesundheitsförderung" innerhalb des Projektes "Soziale Stadt Rheindorf - Nord" - nämlich Bürgerinnen und Bürger, Vertreter von Schulen, Kitas, Sportbund und Sportvereinen, sowie Ärzte und das Sozialdezernat der Stadt Leverkusen - sind zufrieden, denn ihr Ziel, alt und jung an Sport und Bewegung heranzuführen, hat sich mit dieser kleinen Maßnahme schon erfüllt. An der Verwirklichung tatkräftig beteiligt ist der Sportbund Leverkusen mit dem DJK Eintracht: Der Verein stellt die Tischtennisplatten, der Sportbund das Spielmaterial mit Netzen und Schlägern - das Geld dazu kam aus den Mitteln der Sozialen Stadt Rheindorf, auch die Trainerstunden werden so bezahlt. Heike Schirm vom Sportbund und Maciej Mares, der Trainer, sind sich einig: Die Spieler sollen Freude an der Bewegung gewinnen, so möglichen Gewichtsproblemen begegnen und im besten Fall dauerhaft Vereinsmitglied werden, damit Sport regelmäßiger Bestandteil ihres Lebens wird.

Sozialdezernent Frank Stein, begleitet von Helga Vogt, der Leiterin des Fachbereichs Soziales, und Gesundheitsplanerin Dorothea Skerhut, stellten das Tischtennis-Spiel heute im Rahmen eines Pressegespräches in einen großen, langfristig angelegten, Zusammenhang:

Gemeinsam mit Dr. Maria Radi, Ärztin aus Rheindorf, seit März 2008 engagierte Moderatorin des AK "Gesundheit", erklärten sie, Ziel des Arbeitskreises sei es, die gesundheitliche Situation der Rheindorfer Bürgerinnen und Bürger insgesamt zu verbessern.

Dazu führte der AK von 2009 bis März 2010 eine Erhebung des Ist-Zustandes der gesundheitlichen Situation der Rheindorfer Bürgerinnen und Bürger durch - "vom Alter Null bis zum Greisenalter." Die Erkenntnis: Die vorhandenen gesundheitlichen Defizite und auch das Nicht-Wissen der Betroffenen, wie Abhilfe zu schaffen sei, rührten oft aus einer "prekären Lebenssituation" her, so Dr. Radi.

AK Gesundheit: Programm gegen Bewegungsarmut, Ernährungsfehler und Suchtverhalten
Sozialdezernent Frank Stein, bei dem das von Bund und Land geförderte Projekt "Soziale Stadt Rheindorf-Nord" angesiedelt ist, ist mit den Aktivitäten des Arbeitskreises und den bereits jetzt erzielten Erfolgen sehr zufrieden: "Ergebnis dieser gesundheitlichen Bestandsaufnahme ist, dass man sich ganz konzentriert ausgewählten Bereichen widmet: in erster Linie der Verbesserung der Ernährungssituation bei Kindern und Jugendlichen und dem Thema Bewegungsmangel. Aber auch das Thema Suchtprävention steht auf der Tagesordnung."

Der AK Gesundheit ist stolz auf eine Vielzahl von bisher eingeleiteten "niedrigschwelligen" Maßnahmen: Dazu zählten 2010 bereits neben dem Tischtennisangebot ein Schnuppertag zu Bewegungsangeboten für Rheindorfer Kindertageseinrichtungen, die Installierung von Bewegungsförderung für Kinder in den Kitas Pregelstraße, Bodestraße und Elbestraße, Bewegungsangebote in der offenen Kinder- und Jugendarbeit mit Inline-Skaten, Ballspielen und Leichtathletik, aber auch: ein Yoga-Kurs für Frauen, Bewegungsförderung im Alter sowie ein Beratungsangebot für Suchtkranke in Zusammenarbeit mit dem Caritasverband, Fachdienst für Integration und Migration, sowie der Suchthilfe gGmbH.

Förderverein "Rheindorfer Pänz e. V." macht sich für Gesundheitsförderung stark
Der AK Gesundheit innerhalb der Sozialen Stadt Rheindorf-Nord ist nicht mehr ohne den "Förderverein Rheindorfer Pänz e. V." zu denken. Er entstand im Dezember 2008 auf Initiative von acht niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in Rheindorf, darunter auch Maria Radi. Die Mitglieder haben sich Gesundheitsförderung für die Rheindorfer Kinder auf die Fahnen geschrieben: Folgendes wollen sie erreichen: Für jedes Kind eine warme Mahlzeit am Tag in der Kita oder offenen Ganztagsschule und jedem Kind den Besuch eines Sportvereins ermöglichen. Für diese Ziele betreibt der Verein aktiv Spendenakquise und Öffentlichkeitsarbeit. Erste Ergebnisse: Der Förderverein übernahm für einen gewissen Zeitraum für 13 Kinder der Offenen Ganztagsschule Rheindorf die Kosten des reduzierten Essensbeitrages. Auch das Koch-Projekt der "Sarah-Wiener-Stiftung" holte der Förderverein nach Rheindorf. Er finanziert zwei der insgesamt vier Kochkurse, die an drei Kitas und einer Grundschule für den Zeitraum eines Jahres angeboten werden.

Frank Stein sagte abschließend: "Ohne das große Engagement ehrenamtlich engagierter Partner wie Ärzte und Sportvereine, die sich so großartig für die Gesundheitsförderung in Rheindorf einsetzen, wäre dieses gute Programm für Rheindorf nicht zu stemmen gewesen. Der AK Gesundheit ist ein wichtiger Baustein innerhalb der Sozialen Stadt Rheindorf-Nord und mit seinem Engagement beispielhaft für ganz Leverkusen."


Hauptseite     Anmerkungen     Nachrichtenübersicht     Impressum     Datenschutzerklärung    

Letzte Änderung am 07.07.2015 12:05 von leverkusen.
Es gibt bisher keine Kommentare zu dieser Meldung!

Einen neuen Kommentar zu dieser Meldung hinzufügen:
Name:
Email: (wird nicht veröffentlicht)
Titel:
Kommentar:
(Es sind keine Links erlaubt)
reCAPTCHA:
Spammen zwecklos:
  • Um das Formular abschicken zu können, muss das reCAPTCHA angeklickt werden
  • Einträge werden erst nach redaktioneller Begutachtung freigeschaltet


Follow leverkusen on Twitter