Anne-Kathrin Elbe: „Ich möchte überraschen“ - Leverkusen


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Anne-Kathrin Elbe: „Ich möchte überraschen“

Veröffentlicht: 01.02.2010 // Quelle: TSV Bayer 04

Die Leverkusener Hürdensprinterin Anne-Kathrin Elbe hat am Sonntag in Karlsruhe die Hallen-WM-Norm (8,05 sec) nur knapp verpasst. In 8,09 Sekunden sprintete die Deutsche Juniorenmeisterin zu einer persönlichen Bestzeit und in die Spitze der Deutschen Hürden-Elite. Im Interview spricht die 22-Jährige über das schnellste Hallen-Rennen ihrer Karriere und ihrer Chance auf die WM in Doha (Katar; 12.-14. März).

Frau Elbe, Herzlichen Glückwunsch zu ihrer Bestzeit. Wie haben sie das Rennen in Karlsruhe erlebt?

Ab der dritten Hürde hat es sich perfekt angefühlt. Insgesamt war das schon sehr gut, sonst wäre das wohl nicht so schnell gewesen. Aber ich glaube, da geht noch ein bisschen was.

In der aktuellen Deutschen Bestenliste sind Sie mit Nadine Hildebrand [LAZ Salam. Kornw./Ludw. ; Anm. d. Red.] zeitgleich auf Platz zwei und von der WM-Teilnehmerin Carolin Nytra [Bremer LT] trennt sie nur eine Hundertstelsekunde. Fühlen Sie jetzt, in der deutsche Spitze angekommen zu sein?

Ich glaube ich fühle mich erst dann angekommen, wenn ich die Zeit noch einmal bestätigen kann. Und dann versuche ich ein bisschen vorne mitzumischen. Also bei den Deutschen Hallenmeisterschaften [27./28.02. in Karlsruhe] möchte ich eine Medaille holen und Bestzeit laufen. Ich möchte überraschen.

Seit dem vergangenen Jahr hat sich für Sie beruflich einiges geändert. Sie sind in der Ausbildung bei der Bundespolizei und wohnen zeitweise in Cottbus. Wo haben sie während dieser Zeit trainiert?

Innerhalb der Woche in Cottbus und freitags bin ich immer nach Leipzig gefahren und habe da bei Cheick-Idriss Gonschinska [DLV-Disziplintrainer]trainiert. Da in Cottbus keine Halle steht, war das schon sehr wichtig für meine Sprinteinheiten. Die Bundespolizei hat sich aber auch sehr bemüht und hat uns Sportler einmal die Woche nach Kienbaum gefahren, um dort auch noch trainieren zu können. Im Großen und Ganzen habe ich wohl das Beste aus der Situation gemacht.

Nach so einer Veränderung haben Sie trotzdem einen guten Start in die Saison erwischt. Wie erklären Sie sich das?

Ich finde Veränderungen immer gut. Es gab so viel Neues in meinem Leben: Die Ausbildung und das Training, was ganz anders ist als in Leverkusen. Das hat mir gut getan, so wie ich es gehofft hatte.

Nach ihrer schnellen Zeit von Karlsruhe, rücken sie auch in den Kreis der Hallen-WM-Kandidatinnen auf. Wie sehen sie Ihre Chance, die Hallen-WM-Norm [8,05 sec] laufen zu können?

Es kann schon sein, dass das möglich ist. Wenn die Zeit kommt, dann kommt sie einfach und wenn ich sie nicht laufe, bin ich trotzdem zufrieden. Die Zeit war ein Riesenschritt nach vorne für mich und ich hoffe, dass ich das erst einmal stabilisieren kann. Vielleicht klappt es, ich weiß es nicht.

Das Interview führte Peter Bock.


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