Stadtplan Leverkusen
25.03.2009 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Erste „Tafel berühmter Frauen" erinnert an Edith Weyde


Oberbürgermeister Küchler begrüßt Initiative des Frauenrings

Auch strömender Regen konnte zahlreiche engagierte Leverkusener Frauen am Mittwoch, 25. März, nicht davon abhalten, zum Haus von Diergardtstraße 3 zu kommen, Sie wollten der Enthüllung der ersten „Tafel berühmter Frauen" in Leverkusen beiwohnen.
Der Ortsverband des Deutschen Frauenrings hatte Oberbürgermeister Ernst Küchler und die Leiterin des Frauenbüros, Simone Fey-Hoffmann" gebeten, die Gedenktafel einzuweihen.
In ihrer Begrüßung verwies die Ortsverbandsvorsitzende, Hiltrud Meier-Engelen, darauf, dass die öffentliche Wahrnehmung von Leistungen, die Frauen erbracht haben, immer noch deutlich hinter der von Männern liege. Dies habe zu der Idee dieser Gedenktafeln geführt, in der Form angepasst an die vom Stadtarchiv entwickelten Hinweise auf besondere Bauwerke. Dank breiter Unterstützung konnte Oberbürgermeister Ernst Küchler am früheren Wohnort der renommierten Chemikerin, Dr. Edith Weyde, nun die erste dieser Tafeln enthüllen.
Für den Oberbürgermeister stellte dies einen Akt, wenn auch im „Kleinen", dar, um Frauen in Leverkusen die ihnen zustehende Anerkennung und Wertschätzung zukommen zu lassen. Er lobte ausdrücklich die Initiative des Frauenrings, der in diesem Zusammenhang auch festgestellt hatte, dass nur sechs Prozent aller Straßen in Leverkusen nach einer Frau benannt seien. Es werde gegen dieses Ungleichgewicht, gegen die mangelnde Wahrnehmung von Frauen und ihrer Verdienste, ein deutliches Zeichen gesetzt, so Ernst Küchler weiter.
Bevor zur Tat geschritten wurde, skizzierte Simone Fey Hofmann noch einmal das Lebenswerk von Dr. Edith Weyde, der Pionierin im Bereich der Farbfotografie und bei der Entwicklung des „Copyrapid" Kopierverfahrens.
Während ihrer Tätigkeit für die Firma Agfa in Leverkusen meldete sie 110 Patente an, ohne dabei in der Firma adäquat etabliert werden. Die national und international mehrfach ausgezeichnete Naturwissenschaftlerin benötigte sage und schreibe 24 Jahre, um ein eigenes Schreibzimmer zu erhalten. Auch die Leitung eines Labors wurde ihr zwar zugetraut, während ihrer Berufstätigkeit aber mit dem Hinweis, dass es unmöglich sei, eine Leitungstätgkeit mit einer Frau zu besetzen, verwehrt.
Die große Chemikerin, die lange Jahre in Leverkusen-Schlebusch gewohnt hatte, verstarb im Jahre 1989 im Alter von 88 Jahren.
Edith-Weyde-Str.


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Letzte Änderung am 20.06.2019 12:46 von leverkusen.
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