Stadtplan Leverkusen
05.08.2007 (Quelle: TSV Bayer 04)
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DJM: Schembera verteidigt erfolgreich seinen Titel


Am Ende hat es doch noch geklappt: Robin Schembera verteidigte am Schlusstag über 800 Meter seinen Titel und sorgte für den ersten TSV Bayer 04 -Einzelsieg bei den Deutschen A- und B-Jugend-Meisterschaften in Ulm. Staffelgold gab es durch die Sprintstaffel der männlichen B-Jugend. Silber holten Weitspringer Alyn Camara, Speerwerferin Sarah Nöh und das Staffelquartett der weiblichen B-Jugend. Bronzemedaillen ergatterten Diskuswerferin Daniela Fink und 5000-Meter-Läufer Alexander Hahn. Hinzu kamen zwölf weitere Top-Acht-Platzierungen.

Über die doppelte Stadionrunde spielte Schemberas Dauerkonkurrent aus Erfurt, Sebastian Keiner, dem Leverkusener in die Karten und legte gleich ein hohes Tempo vor. Der U20-Europameister hielt sich 700 Meter lang auf Position zwei, zog dann vorbei und gewann in 1:48,18 Minute. „Ich war total überrascht von der neuen Taktik von Sebastian“, erklärte der 18-Jährige. „Ich hatte heute Angst vor einer Niederlage, da die Luft nach der U20-EM raus ist.“

Mit der sechstbesten Vorleistung angereist, katapultierte sich Weitspringer Alyn Camara im letzten Anlauf mit 7,33 Metern nicht nur zu einer persönlichen Bestleistung, sondern auch zum Deutschen Vizemeistertitel. „Alyn war sehr konzentriert und hat sich von Sprung zu Sprung gesteigert, das hat er toll gemacht“, berichtete Trainerin Ingrid Thyssen begeistert. Etwas getrübt wurde seine Freude nur durch eine Schnittverletzung an der Hand, die sich der Leverkusener im zweiten Versuch bei der Landung zuzog und anschließend im Krankenhaus behandelt werden musste.

Schwer tat sich Speerwerferin Sarah Nöh mit zunächst fünf Würfen unter 45 Metern. Erst im letzten Durchgang schaffte die als Favoritin angereiste Bayer-04-Athletin mit 48,43 Metern den Sprung auf Rang zwei in der A-Jugend. „Ich wurde nervös, weil ich dachte, ich hätte keine Kraft mehr“, meinte die 17-Jährige. „Es ärgert mich, dass ich nicht wie beim Einwerfen an die 50 Meter geworfen habe.“

Auch Diskuswerferin Daniela Fink machte sich das Leben zunächst unnötig schwer und mogelte sich im letzten Versuch mit 47,65 Metern auf Rang drei. „Über den Kampf zur Medaille lautete heute das Motto. Als Achte ist Daniela ja nur mit Glück in den Endkampf gekommen“, beschrieb Matthias Rau den Wettkampf seines Schützlings. Achte wurde Finks Trainingskameradin Nadine Dellhofen mit 42,77 Metern.

Trotz der Bronzemedaille über 5000 Meter in der A-Jugend schob Alexander Hahn mächtig Frust angesichts seiner Zeit von 14:50,56 Minuten. „Mit der Medaille bin ich zufrieden, mit der Zeit kann ich es nicht sein, wenn ich im Mai noch 30 Sekunden schneller gelaufen bin“, meinte Hahn.

Für Überraschungen sorgten in der B-Jugend die 4x100-Meter-Staffeln. Marc-Niclas Müller, Tobias Steimels, Niklas Rothes und Florian Hübner setzten sich in sehr guten 42,31 Sekunden durch. Noch unerwarteter schaffte das weibliche Team um Susan Khorshidpanah, Marina Michels, Alexandra Szarabajko und Kira Biesenbach, das als neuntschnellstes Quartett angereist war, in 47,65 Sekunden als Zweite den Sprung aufs Treppchen.

Nicht aufs Podest schaffte es Marvin Reitze, der sich im vergangenen Jahr noch den Stabhochsprungtitel in der A-Jugend holte. Als Vierter überquerte der 18-Jährige 5,10 Meter, an 5,20 Metern scheiterte der Fünfte der U20-EM zweimal und riss auch den für 5,25 Meter aufgesparten Versuch. „Es ist total ärgerlich, wenn der Titel mit 5,20 Meter weggeht, und ich eine Medaille wegen einem Fehlversuch verpasse“, erklärte der Sieger des Vorjahres frustriert.

Fünfte Plätze erreichten in der A-Jugend Stabhochspringer Gerson Harting (4,95 m), Hammerwerfer Fabian Hedermann (62,37 m) und 800-Meter-Läuferin Sabrina Buchrucker (2:08,12 min) sowie in der B-Jugend Tobias Steimels über 400 Meter (49,18 sec), Niklas Rothes über 400 Meter Hürden (56,29 sec), Stabhochspringer Marvin Caspari (4,50 m) und Lena Klaassen über 800 Meter (2:13,02 min). Weitspringerin Lisette Thöne (5,88 m) kam in der A-Jugend genauso auf Rang sechs wie in der B-Jugend Florian Hübner über 100 Meter (11,11 sec) und 1500-Meter-Läufer Lukas Wüst (4:01,17 min).

Mit zweimal Gold, dreimal Silber und zweimal Bronze blieb der Bayer 04-Nachwuchs deutlich unter dem 2006er-Ergebnis zurück. Vor Jahresfrist brachten die Leverkusener Leichtathleten mit vier goldenen, sechs silbernen und vier bronzenen Plaketten exakt doppelt soviel Edelmetall aus dem Wattenscheider Lohrheide-Stadion mit nach Hause wie in diesem Jahr.

Die Leverkusener Top-Acht-Platzierungen bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften:

Männliche Jugend A: 800 Meter: 1. Robin Schembera 1:48,18 min; 5000 Meter: 3. Alexander Hahn 14:50,56 min; Stabhochsprung: 4. Marvin Reitze 5,10 m, 5. Gerson Harting 4,95 m; Weitsprung: 2. Alyn Camara 7,33 m; Hammerwurf: 5. Fabian Hedermann 62,37 m.

Männliche Jugend B: 100 Meter: 6. Florian Hübner 11,11 sec (Zwischenlauf: 10,96 sec); 400 Meter: 5. Tobias Steimels 49,18 sec; 1500 Meter: 6. Lukas Wüst 4:01,17 min; 400 Meter Hürden: 5. Niklas Rothes 56,29 sec (VL: 55,59 sec); Stabhochsprung: 5. Marvin Caspari 4,50 m; 4x100 Meter: 1. TSV Bayer 04 (Marc-Niclas Müller – Tobias Steimels – Niklas Rothes – Florian Hübner) 42,31 sec.

Weibliche Jugend A: 800 Meter: 5. Sabrina Buchrucker 2:08,12 min; Weitsprung: 6. Lisette Thöne 5,88 m; Diskuswurf: 3. Daniela Fink 47,65 m, 8. Nadine Dellhofen 42,77 m; Speerwurf: 2. Sarah Nöh 48,43 m.

Weibliche Jugend B: 800 Meter: 5. Lena Klaassen 2:13,02 min; 4x100 Meter: 2. TSV Bayer 04 (Susan Khorshidpanah – Marina Michels – Alexandra Szarabajko – Kira Biesenbach) 47,65 sec.

Alle Ergebnisse gibt es unter www.leichtathletik.de.


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Letzte Änderung am 01.04.2020 00:58 von leverkusen.
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