„Runder Tisch Kreishandwerkerschaft“

Lebhafte Diskussion über die großen Zukunftsthemen

Archivmeldung aus dem Jahr 2006
Veröffentlicht: 26.05.2006 // Quelle: Stadtverwaltung

Eine lebhafte und konstruktive Diskussion über die „Top-Themen“ in Leverkusen entwickelte sich am Dienstag in Schloss Morsbroich beim nunmehr siebten „Runden Tisch Kreishandwerkerschaft“. Oberbürgermeister Ernst Küchler hatte die Einladung an die Kreishandwerkerschaft Rhein-Berg/Leverkusen ausgesprochen. Der jährliche Gedankenaustausch ist etabliert und wird von beiden Seiten als wertvoller Bestandteil einer guten Kommunikation verstanden.

Hauptgeschäftsführer Heinz Gerd Neu und 17 Innungsvertreter – von der Bäcker- bis zur Tischlerinnung – waren der Einladung gefolgt. Von Seiten der Stadt referierten Stadtkämmerer Rainer Häusler, Alfred Görlich vom Baudezernat, „ECE-Projektleiter“ Gert Geiger und Inge Erdmann von der Projektgruppe „Neue Bahnstadt Opladen“.

Die Vertreter der Kreishandwerkerschaft bedankten sich für die fundierten Informationen und setzten eigene Akzente. So machten sie ihr Interesse an der Mitgestaltung der geplanten Gewerbeflächen in der Neuen Bahnstadt Opladen deutlich. Dazu wurde ein Folgegespräch für den Herbst 2006 vereinbart.

Einig war man sich auch nach der Vorstellung der aktuellen Finanzsituation durch Kämmerer Häusler, dass eine verstärkte interkulturelle Zusammenarbeit zum Wohle der Stadt Leverkusen sei.

Beim Thema „ Schwarzarbeit“, eine vom Rat beschlossene „Kienbaum-Maßnahme“, machte Häusler deutlich, dass die Stadt zwar das Kontrollpersonal aus Kostengründen reduzieren müsse, die Stadt als Ordnungsbehörde aber selbstverständlich ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Aufgabenwahrnehmung nachkommen werde. Gegen die Abschaffung der Stellen hatte die Kreishandwerkerschaft vehement protestiert. Nunmehr gehen aktuelle Überlegungen davon aus, die Bekämpfung der Schwarzarbeit in reduzierter Form und in Zusammenarbeit mit dem „Zentralen Ermittlungsdienst“ abzuwickeln.

Auf Zustimmung stieß die Absicht von Oberbürgermeister Ernst Küchler, den vom Land NRW neu eingeräumten Spielraum zur Erhöhung der Freigrenzen für freihändige Vergaben und beschränkte Ausschreibungen wohlwollend zu prüfen.

Einen noch „direkteren Draht“ und verstärkte Sensibilität gegenüber den Belangen der Handwerkerschaft bei der Vergabe von handwerklichen Tätigkeiten an seine Klientel versprach Hanno Lützenkirchen, Geschäftsführer des JobService Leverkusen.

Mit dem ECE-Einkaufszentrum biete sich der Stadt die einmalige Gelegenheit, die Stadtmitte neu zu beleben, so Hauptgeschäftsführer Heinz Gerd Neu. Zu Befürchtungen über eine mögliche negative Innenstadt-Entwicklung durch das ECE-Projekt unterstrich Oberbürgermeister Ernst Küchler, dass es sich bei dem Projekt weit mehr als um die Planung eines Einkaufszentrums handele, sondern um die einmalige Chance, die Stadtmitte von Wiesdorf neu zu gestalten. Abschließend betonte er, dass zu allen relevanten Punkten, so auch zur Neu-Organisation des Parkens in der City, der Dialog mit allen Beteiligten gesucht werde.


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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