Stadtplan Leverkusen
21.10.2005 (Quelle: Bayer 04)
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Zukunft-Arbeit - nicht Vergangenheits-Bewältigung


Er freue sich sehr darüber, dass in Michael Skibbe ein "junger und mit Sicherheit auch besonders ideenreicher und anerkannter Fußball-Fachmann das Ruder der Mannschaft übernommen hat", schreibt Bayer 04-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser in seiner Kolumne "In eigener Sache" im BayArena Magazin.

Welcher Trainer-Job ist im Profi-Fußball nicht schwierig? Alle sind es! Also ist die Aufgabe von Michael Skibbe bei uns nicht schwieriger oder leichter als anderswo auch. Auch wenn hier und da der Eindruck erweckt werden soll, bei Bayer 04 sei dies anders. Wir sind vielleicht anspruchsvoller als andere. Mehr nicht.

Und deshalb freue ich mich ganz besonders darüber, dass jetzt mit Michael Skibbe ein junger und mit Sicherheit auch besonders ideenreicher und anerkannter Fußball-Fachmann das Ruder der Mannschaft übernommen hat. Seine Aufgabe wird es sein, die Zukunft zu gestalten - nicht die Vergangenheit zu bewältigen. Deshalb hat mich auch ganz besonders die Reaktion vieler Fans gefreut.

Ein Blick in die Internet-Foren zeigt die Tendenz - jung, erfolgshungrig, kompetent! Er soll die Chance haben sich zu bewähren. Unsere Fans haben ein Gespür für die Situation - Michael Skibbe wird auch deren Zustimmung und Unterstützung brauchen und bekommen. Der Auftritt und der Zustand der Mannschaft in Mainz haben gezeigt, wie notwendig dies ist.

Wir haben uns daran gewöhnen müssen, dass es in Leverkusen schon als „Desaster“ dargestellt wird, wenn die Mannschaft am Ende eines Viertels der Spielzeit einen Tabellenplatz vier Punkte hinter einem UEFA-Cup-Platz einnimmt. Die Saison ist noch jung und die Qualifikation für internationale Wettbewerbe ist weiterhin unser Ziel und machbar. Das hat auch Michael Skibbe gemeint, wenn er davon spricht, dass die Mannschaft große Substanz hat. Es wird seine Aufgabe sein, diese Substanz auszuschöpfen. Und ich bin sicher, dass er dies schafft.

Denn ein qualifizierter Trainer, der in der Lage ist, der Mannschaft ein Gesicht zu geben, sie zu formen, ihr Selbstbewusstsein und Spielfreude zurück zu geben, der es versteht, den Spielern durch positive und intensive Kommunikation den richtigen Weg zu weisen - ein solcher Trainer hat alle Chancen. Und Michael Skibbe ist ein solcher Trainer.

Er wird ein wenig Zeit brauchen, seine Handschrift erkennen zu lassen. Und wir werden vielleicht etwas Geduld haben müssen. Doch auch der so bekannte Coach unseres heutigen Gegners, Giovanni Trapattoni, hat nicht vom ersten Spieltag an dem VfB Stuttgart den Erfolg gebracht, den man sich erträumt hatte. Und hoffentlich wird er ihn nicht gerade heute haben…

Ich bin froh, dass wir Michael Skibbe für uns als Cheftrainer gewinnen konnten! Nicht als Part in einem Duo mit Rudi Völler. Auch wenn die beiden mit der Vize-Weltmeisterschaft den größten Erfolg gemeinsam errungen haben. Auch wenn Rudi Völler als Sportchef jetzt vielleicht etwas näher an die Mannschaft heranrückt, deren Eigenheiten er als Interimstrainer ganz besonders gut kennt. Und Michael Skibbe weiß mit Sicherheit um die Chance, die ihm die frühere so erfolgreiche Zusammenarbeit mit Rudi Völler auch heute bietet.

Zukunft - erfolgreiche Zukunft. Das ist das Ziel. Erfolg aber, der nicht um jeden Preis errungen werden kann. Wir dürfen eben nicht die Wünsche finanzieren, wir müssen uns am Machbaren orientieren. Unsere Zukunft müssen wir, wo immer möglich, aus eigener Kraft positiv gestalten.

Wie wichtig wir dies nehmen - diese Nachricht ist im Medien-„Getümmel“ der letzten Wochen fast untergegangen. Denn wir haben nicht nur mit Michael Skibbe einen Bundesligatrainer verpflichtet, der auch über reichhaltige Erfahrung im Nachwuchsbereich verfügt. Wir haben auch einen weiteren Bundesligatrainer wieder in unseren Reihen: Jürgen Gelsdorf, der für den Nachwuchs verantwortlich zeichnet. Die wechselseitigen Synergien wollen wir natürlich im Sinne von Bayer 04 Leverkusen nutzen.

Seine Verpflichtung als Nachfolger von Ralf Minge in der Leitung des Leistungszentrums Kurtekotten macht deutlich, wie wichtig uns die Nachwuchsarbeit ist. Denn Nachwuchsarbeit ist Zukunfts-Arbeit. Ob es sich dabei um die spielerische oder die finanzielle Zukunft des Vereins handelt. Dabei geht es sowohl um den Nutzen für die Lizenzspieler-Mannschaft als auch für den Transfermarkt.

Gonzalo Castro, Sascha Dum, Jan-Ingwer Callsen-Bracker, Tom Starke, Pierre De Wit, René Adler, Timo Röttger - aktuelle Namen, die sich langsam aber sicher einprägen. Sie stehen immer häufiger im Zusammenhang mit unserer Bundesliga-Mannschaft, mit den Profis. Die Liste der Namen, die mittlerweile in Kadern anderer Bundesligisten zu finden sind, ist noch viel, viel länger. Aber sie sind die Bestätigung dafür, wie erfolgreich die Nachwuchsarbeit unseres Vereins bereits seit Jahren ist. „Zukunfts-Arbeit“ - eben.


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Letzte Änderung am 18.04.2010 13:17 von leverkusen.
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