Stadtplan Leverkusen
06.05.2005 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Wirtschaftsförderung ist wichtig


In ihrer gemeinsamen Sitzung am 4. Mai beschlossen der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung der WFL Wirtschaftsförderung Leverkusen GmbH weitere Maßnahmen zur Konsolidierung der Gesellschaft. Rainer Häusler bleibt zunächst nebenamtlicher Geschäftsführer.

Seit dem Weggang seines Vorgängers Oliver Reitz im Januar dieses Jahres diskutierten die Verantwortlichen der Gesellschafter Stadt Leverkusen, Sparkasse Leverkusen und Bayer Industry Services GmbH & Co. OHG Maßnahmen, die der finanziell angeschlagenen Tochter ihre Handlungsfähigkeit sichern. Ein Baustein wird der Verkauf des Bioplex sein. Die Finanzierung der Immobilie, die die WFL unter Beteiligung von Stadt und Sparkasse im Innovationspark Leverkusen errichtete, würde die Gesellschaft trotz des momentan guten Vermietungsstands zu stark belasten (Die Mieteinnahmen decken also nicht einmal die Zinszahlungen, geschweige denn Abschreibungen?).

Entlastung erteilt

Für Häusler hat die finanzielle Stabilisierung der Gesellschaft oberste Priorität. Aufsichtsrat und Geschäftsführung wurden für das Geschäftsjahr 2004 zwar entlastet. Auch der Wirtschaftsplan 2005 wurde von der Gesellschafterversammlung genehmigt, wozu der Rat der Stadt in der Juni-Sitzung noch seine Zustimmung erklären muss. Um jedoch die Verlustabdeckung in den Jahren 2004 und 2005 zu leisten, werden die Gesellschafter Stadt und Sparkasse ihre vorgesehenen Zuzahlungen in das Eigenkapital der WFL in voller Höhe leisten. Die weiteren Verluste werden aus der Kapitalrücklage der WFL gedeckt.

Geschäftsführung bleibt

An weniger Mitarbeiter in der WFL werden demnächst vergleichsweise höhere Ansprüche gestellt, denn personelle Einsparungen sind ebenso vorgesehen wie der Verzicht auf eine externe Besetzung der Geschäftsführungsposition. Stadtkämmerer Rainer Häusler wird diese Funktion weiterhin wahrnehmen. „Wir befinden uns immer noch in der Phase der Umstrukturierung“, berichtet Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Ernst Küchler. „Die Wirtschaftsförderung ist zu wichtig. Wir benötigen darum in dieser Zeit die direkte Anbindung an die Stadtverwaltung “.

Bündelung von Verantwortlichkeiten

In seinem umfangreichen Maßnahmenkatalog schlägt der Geschäftsführer unter anderem die Ansprache weiterer potenzieller Gesellschafter aus der lokalen Wirtschaft vor. „Wir möchten das Know-how der Unternehmer und der Wirtschaftsexperten in Leverkusen nutzen“, begründet Häusler die Idee. Es gehe darum, die wirtschaftliche Entwicklung des Standorts auf eine möglichst breite Basis zu stellen.

Darüber hinaus soll die Bündelung der Verantwortlichkeiten in den Beschlussgremien geprüft werden. Dies ist eine Empfehlung an die Gesellschafter.

Ziel beider Vorschläge ist es, noch flexibler, effizienter und bedarfsorientierter die notwendigen Beschlüsse herbei zuführen.

Neue Kooperationen

Nach einer Diskussion über die operative Ausgestaltung der WFL beauftragten die Vertreter der Gremien den Geschäftsführer, mit anderen lokalen und regionalen Einrichtungen und Verbänden der Wirtschaft über neue Kooperationsformen zu sprechen. Viele Aufgaben und Inhalte der WFL seien kongruent mit denen anderer Institutionen in der Stadt. Durch sinnvolle Nutzung von Synergien und genaue Abstimmung der Aufgabenbereiche könnten auch hier effiziente Strukturen und eine optimierte Betreuung geschaffen werden, ist man sich sicher.

Einnahmen durch Flächenverkäufe

Außerdem sollen die Aktivitäten zum Verkauf der WFL-eigenen Grundstücke im Handwerkerzentrum und in der Theodor-Adorno-Straße nochmals intensiviert werden. In beiden Gewerbegebieten steht die WFL kurz vor Verkaufsabschluss mit Leverkusener Unternehmen. Im Handwerkerzentrum wäre dies die vierte Ansiedlung, fünf weitere Anfragen liegen vor. Im Gewerbegebiet Theodor-Adorno-Straße wären bei erfolgreichem Abschluss dann elf Unternehmen ansässig. Auch hier liegen fünf weitere Anfragen vor, wovon mit einem Interessenten bereits intensive Verhandlungen geführt werden. Durch die Grundstücksverkäufe soll die WFL ebenfalls ihre Kapitaldecke erhöhen.

Ausblick 2005

In der zweiten Jahreshälfte werden sich die Verantwortlichen mit der Belegungskonzeption des Innovationsparks Leverkusen, mit der möglichen Organisation eines Leerstandsmanagements und den Entwicklungen in der City Leverkusen sowie mit den Inhalten eines wirtschaftsorientierten Stadtmarketings beschäftigen. „Wenn das Jahr der Konsolidierung mit der Umsetzung des Maßnahmenkataloges geschafft ist, befindet sich die WFL finanziell und inhaltlich wieder auf einem guten Weg“, resümiert Häusler.


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Letzte Änderung am 11.12.2018 02:42 von leverkusen.
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