Absicherung der Altlast Dhünnaue abgeschlossen

Nach acht Jahren Bauarbeiten
In das "Mammutprojekt" wurden 110 Millionen Euro investiert

Archivmeldung aus dem Jahr 2003
Veröffentlicht: 25.07.2003 // Quelle: Bayer


110 Millionen Euro investierten die Stadt Leverkusen, die Bundesstraßenverwaltung, Kronos Titan und Bayer in die Absicherung der Altlast Dhünnaue. Bei der Sanierung des 56 Hektar großen Geländes hatten die Beteiligten große technische und logistische Herausforderungen zu lösen.


Abschluss der Arbeiten zur Absicherung der Altlasten Dhünnaue im Bereich des Autobahnkreuzes Leverkusen West: ( v.l.) Dr. Jürgen Hinz , Dr. Hans Klose, Bärbel Höhn, Umweltministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, und Dr. Heinz Bahnmüller


Als dritter Bauabschnitt wurde im Jahr 2000 mit den Arbeiten im Bereich Dhünnaue-Nord begonnen. Im Zuge der jetzt abgeschlossenen Maßnahmen erhielt das Autobahnkreuz Leverkusen-West ein neues Gesicht.
Nach achtjähriger Bauzeit wurde am Freitag, 25. Juli 2003, die Absicherung der Altlast Dhünnaue abgeschlossen. Für die Sanierung des Geländes investierten die Stadt Leverkusen, die Bundesstraßenverwaltung, Kronos Titan und Bayer insgesamt 110 Millionen Euro. Im Rahmen einer Feierstunde betonten Bärbel Höhn, Umweltministerin des Landes NRW, Dr. Hans Klose, Bürgermeister der Stadt Leverkusen, und Dr. Heinz Bahnmüller, Leiter des Chemieparks Bayer Leverkusen, die Bedeutung sowie den Umfang der gelösten Herausforderungen.

"In einer von allen Seiten als konstruktiv und zielführend gewürdigten Kooperation hat die Bayer AG gemeinsam mit der Stadt Leverkusen gezeigt, wie ein verantwortungsbewusster Umgang mit Altlasten aussehen kann", erklärte Bärbel Höhn. Die Umweltministerin weiter: "Durch umfangreiche Maßnahmen - hier wurden insgesamt 110 Millionen Euro investiert - konnte das Areal so gesichert und aufbereitet werden, dass es nun sogar in die Landesgartenschau 2005 integriert werden kann. Aber auch an diesem Beispiel wird deutlich: Vorsorgender Umweltschutz ist nicht nur unsere Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen, sondern auch wirtschaftlich um ein Vielfaches vernünftiger als die nachträgliche Reparatur von Umweltschäden."

"Von Beginn der Entdeckung der Altlast bis in die Gegenwart haben alle Partner stets an einem Strang gezogen", erklärte Dr. Heinz Bahnmüller. "Alle Beteiligten haben sich an einen Tisch gesetzt und an der Lösung des Problems verantwortungsvoll und konstruktiv mitgearbeitet. Schließlich waren die zukunftsgerichteten Lösungen für dieses Mammutprojekt nur gemeinsam möglich." Bayer habe sich der Mitverantwortung für das Problem gestellt und sich an der Lösung intensiv beteiligt. Bahnmüller: "Neben dem Sachverstand unserer Fachleute beteiligte sich das Unternehmen an den Gesamtkosten mit über 80 Millionen Euro. Bayer hat Wort gehalten und wie versprochen dazu beigetragen, dass zukünftig im Bereich der Dhünnaue `Neuland` entdeckt werden kann."

"Neuland entdecken" heißt auch das Motto der Landesgartenschau im Jahr 2005 auf dem Gelände der Dhünnaue. "Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird optisch kaum noch etwas daran erinnern, dass dieser Bereich mal als Altlast weit über die Leverkusener Stadtgrenzen hinaus bekannt war", erklärte Leverkusens Bürgermeister Dr. Hans Klose. Im Gegenteil: "Ich erwarte, dass dieses Gelände in wenigen Jahren zu einem beliebten Naherholungsgebiet geworden sein wird", so der Bürgermeister. Zudem erhalte der Leverkusener Stadtteil Wiesdorf eine neue Anbindung an den Rhein. Klose: "Die Verknüpfung von Rhein und Wiesdorf wertet die gesamte Innenstadt Leverkusens auf. Wiesdorf ist auf dem besten Weg - flankierend zu seinen immer attraktiver werdenden Geschäftsstraßen - zu einer guten Wohnadresse zu werden. So gibt dieses Rheinufer der Stadt auf Dauer ein neues Gesicht."

Die Absicherung der Altlast Dhünnaue stellte die Beteiligten - sowohl technisch wie auch logistisch - vor besondere Herausforderungen. "Dass die Altlast heute komplett abgesichert ist, ist eine große umwelttechnologische Leistung, mit der Leverkusen vorgemacht hat, dass eine Sanierung in der Größenordnung zu bewältigen ist", erklärte Bürgermeister Klose, der sich zugleich bei Bayer für die intensive Zusammenarbeit bedankte.

Zahlreiche Infrastrukturmaßnahmen waren erforderlich, um das insgesamt 56 Hektar große Projekt Dhünnaue realisieren zu können: Neben dem Bau eines neuen Abwasserpumpwerks, der Umlegung von Hochspannungsleitungen, der Wasserstoffleitung und der Ruhrgas-Pipeline mussten neue Wasserleitungen gelegt werden. Die Rheinallee wurde in weiten Teilen verlegt und die Landstraße L 108n neu gebaut. Im Zuge der Maßnahmen wurden zudem Wohnhäuser abgerissen und deren Bewohner umgesiedelt. Auch der Abbruch und Neubau von Garagen der BayWoGe sowie des Vereinshauses des Bayer-Kanu-Clubs stand auf dem Aufgabenkatalog.

Die Bauarbeiten waren in drei große Abschnitte aufgeteilt: Fünf Jahre - von 1995 bis 2000 - dauerte die Abdichtung der Oberfläche im Bereich Dhünnaue-Mitte. Auf der 28 Hektar großen Fläche wurde rund eine Million Kubikmeter Baustoffe eingesetzt - eine Menge, die der Ladung von 50.000 Sattelschleppern entspricht.

Parallel zur Oberflächenabdichtung wurden 1997 die Arbeiten an der "Grundwasserbarriere" aufgenommen - die letzten Maßnahmen dazu wurden vor kurzem abgeschlossen. Sie besteht aus einer Kombination aktiver und passiver Sicherungsmaßnahmen mit einer unterirdischen, 38 Meter tiefen und 3,65 Kilometer langen Sperrwand und Brunnenreihen.

Den dritten Bauabschnitt bildete die Oberflächenabdichtung Dhünnaue-Nord im Bereich des Autobahnkreuzes Leverkusen-West. Zwischen dem Jahr 2000 und dem Abschluss dieses Projektes, das zugleich das Ende der Gesamtmaßnahmen darstellt, lagen zahlreiche Maßnahmen, die mit der Rodung des ehemaligen Bewuchses begonnen hatten und die nun mit einer neuen Begrünung enden. Auch in diesem 28 Hektar großen Areal wurde die vorhandene Infrastruktur verändert, indem das Autobahnkreuz ein komplett neues Entwässerungssystem oberhalb der Abdichtung erhielt.


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

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