Blick zurück auf eine Stadtwerdung: Historiker Prof. Dr. Jürgen Mittag zur Gebietsreform 1975

21.05.2025 // Quelle: OGV

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Am 1. Januar 1975 wurde Leverkusen durch die kommunale Neugliederung mit Opladen und Bergisch Neukirchen zu einer neuen Einheit. Historiker Prof. Dr. Jürgen Mittag beleuchtet in einem Vortrag am 4. Juni 2025 im Forum Leverkusen die weitreichenden Folgen dieser Entscheidung für die Stadtentwicklung und Identität Leverkusens. Er geht auf die Herausforderungen ein, die mit dem Zusammenschluss verbunden waren, und beantwortet drängende Fragen zur Gebietsreform, die bis heute nachwirkt. Der Vortrag ist Teil der Reihe „Geschichte am Kamin“ des Opladener Geschichtsvereins und lädt alle Interessierten ein, mehr über diese prägende Episode der Leverkusener Geschichte zu erfahren.

Ein Datum, das die Weichen für das heutige Leverkusen stellte: Der 1. Januar 1975. An diesem Tag trat die kommunale Neugliederung in Kraft, die Leverkusen mit der damaligen Kreisstadt Opladen und der Stadt Bergisch Neukirchen zu einer neuen administrativen Einheit verband. Doch was bedeutete dieser Schritt wirklich für die Menschen und die Entwicklung unserer Stadt? Dieser Frage und den bis heute spürbaren Folgen widmet sich der Historiker Prof. Dr. Jürgen Mittag in einem Vortragsabend am Mittwoch, 4. Juni 2025, um 18.30 Uhr im Forum Leverkusen (Am Büchelter Hof 9).

Ein Prozess, der bis heute wirkt


Die Zusammenlegung war weit mehr als ein reiner Verwaltungsakt. Sie markierte den Beginn eines komplexen Prozesses der städtischen Identitätsbildung, der Leverkusen bis in die Gegenwart prägt. Prof. Dr. Jürgen Mittag, Leiter der Arbeitsgruppe „LEV50“ des Opladener Geschichtsvereins von 1979 e.V., wird diesen zentralen Abschnitt der jüngeren Stadtgeschichte beleuchten und dabei auch auf die spezifischen Herausforderungen und Dynamiken in Leverkusen eingehen.

Antworten auf drängende Fragen zur Neugliederung


Viele Leverkusenerinnen und Leverkusener, insbesondere jene mit Wurzeln in den ehemals eigenständigen Stadtteilen, fragen sich bis heute:

  • Was gab schlussendlich den Ausschlag für den Zusammenschluss von Leverkusen und Opladen?
  • Welche unmittelbaren und welche langfristigen Folgen gingen damit einher?
  • Und wie lässt sich die kommunale Gebietsreform in Leverkusen im Vergleich zu anderen Entscheidungen im Zuge der NRW-Gebietsreform einordnen?

    Prof. Mittag wird im Rahmen seines Vortrags fundierte Antworten auf diese Fragen geben. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei darauf, wie die damaligen Veränderungen das Leverkusen, das wir heute kennen und in dem wir leben, geformt haben.

    Kontroverse Debatten und widerstreitende Interessen


    Die Gebietsreform war seinerzeit von hitzigen Diskussionen begleitet und stieß insbesondere in Opladen auf erheblichen Widerstand. Die Pressemitteilung des Opladener Geschichtsvereins erinnert an die komplexen Interessenlagen:

  • Köln plante, angelockt von Gewerbesteuereinnahmen, die Eingemeindung Leverkusens.
  • Leverkusen wiederum, unterstützt vom Bayer-Konzern, strebte eine erweiterte kreisfreie Stadt an, die Opladen einschließen sollte.
  • Opladen verteidigte vehement den Fortbestand des Rhein-Wupper-Kreises und verfolgte eigene Pläne zur Stadterweiterung.

    Die Argumente reichten dabei von handfesten ökonomischen Überlegungen bis hin zu tief verwurzelten Fragen der lokalen Identität.

    Einladung zum Geschichtsabend


    Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe „Geschichte am Kamin“. Diese wird vom Opladener Geschichtsverein von 1979 e.V. (OGV) in Kooperation mit der Volkshochschule Leverkusen und der Abteilung Leverkusen-Niederwupper des Bergischen Geschichtsvereins ausgerichtet. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, mehr über diesen entscheidenden Moment der Leverkusener Stadtgeschichte zu erfahren.


    Ort aus dem Stadtführer: Opladen, Bergisch Neukirchen
    Denkmäler aus dem Artikel: Forum
    Straßen aus dem Artikel: Am Büchelter Hof

Kategorie: Bildung
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