Um Beschwerden über Müll und Verunreinigungen zu reduzieren, setzen die Technischen Betriebe Leverkusen (TBL) und die Job Service Leverkusen gGmbH (JSL) auf moderne Technik. Seit Beginn des Jahres 2026 ist der elektrische „Glutton“ – ein überdimensionaler Sauger – für ein sauberes Leverkusen in der Wiesdorfer Fußgängerzone unterwegs.
Wer in Leverkusen zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, ärgert sich oft über achtlos weggeworfenen Abfall. Die Verunreinigungen auf Straßen, Plätzen und in Grünanlagen machen jährlich mehr als zehn Prozent aller Meldungen im städtischen „Mängelmelder“ aus. Um das Stadtbild nachhaltig zu verbessern, wurde im Mai 2024 eine Projektgruppe ins Leben gerufen, die bestehende Maßnahmen zur Abfallvermeidung und -entsorgung koordiniert.
Eine zentrale Maßnahme ist der Einsatz des neuen „Supersaugers“ in den Fußgängerzonen. Das Gerät, auch als „Glutton“ bekannt – zu Deutsch „Vielfraß“ – ähnelt einem überdimensionalen Staubsauger auf Rädern. Er saugt das Pflaster in der Wiesdorfer Fußgängerzone und schluckt dabei Plastikverpackungen, Zigarettenkippen, Essensreste und sonstigen Müll, der achtlos hinterlassen wurde.
Der „Glutton“ arbeitet nicht nur schnell und effizient, sondern auch umweltfreundlich und leise, da er zu 100 Prozent elektrisch betrieben wird. Seine 48 Volt-Batterie ermöglicht eine Laufzeit von rund 16 Stunden, sodass die Mitarbeitenden problemlos einen ganzen Arbeitstag saugen können. Durch sein wendiges Design kann er alle Abfallarten aufnehmen, die durch das 125 mm große Saugrohr passen. Die Abfälle landen in einer integrierten 240-Liter-Tonne, die anschließend bei der AVEA entsorgt wird. Bei Bedarf kann zudem angesammelter, festsitzender Schmutz mit einer zusätzlichen Wasserlanze entfernt werden. Ein eingebautes Filtersystem verhindert, dass Schadstoffe in die Umgebung abgegeben werden.
Der Einsatz des „Glutton“ ist ein Kooperationsprojekt der TBL und der JSL, das Anfang 2026 gestartet wurde. Die TBL verantwortete die Anschaffung und Wartung des modernen Reinigungsgerätes, während die JSL im Rahmen eines Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojektes das notwendige Personal stellt.
Durch diese kommunale Zusammenarbeit können Aufgaben, die zuvor von einer externen Firma durchgeführt wurden, nun langfristig und kostensparend wieder von städtischen Unternehmen übernommen werden. Dies dient einer modernen und nachhaltigen Straßenreinigung in Leverkusen.
Oberbürgermeister Stefan Hebbel lobte die innovative Idee: „Das Kooperationsprojekt von TBL und JSL bedeutet einen echten Gewinn für ein sauberes Leverkusen. Eine Fußgängerzone ist wie eine Visitenkarte der Stadt – hier müssen wir besonders auf ein gutes Erscheinungsbild achten. Das garantieren wir dank motivierter Mitarbeitender und dem Einsatz moderner Reinigungstechnik.“
Der „Glutton“ ist zunächst testweise von Montag bis Freitag zwischen 12.00 und 20.00 Uhr im Einsatz. Das anfängliche Einsatzgebiet umfasst die Fußgängerzone Wiesdorf sowie die angrenzenden Seitenstraßen und den Busbahnhof. Das Einsatzgebiet kann je nach Bedarf noch erweitert werden, um das Erscheinungsbild von Leverkusen weiter zu verbessern.