Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche verschärft die Stadt Leverkusen vom 16. bis 22. September 2026 die Kontrollen gegen Falschparken auf Geh- und Radwegen. Verstöße können Verwarngelder, Punkte in Flensburg und sogar Abschleppmaßnahmen nach sich ziehen.
Zugeparkte Bürgersteige und Radwege sind in Leverkusen kein Randphänomen: Von Januar bis Ende August 2026 ahndete die Zentrale Bußgeldstelle bereits 5.657 Fälle von verbotswidrigem Halten oder Parken auf Geh- oder Radwegen. In 26 dieser Fälle musste das Fahrzeug wegen besonderer Behinderungs- oder Gefährdungslage sogar abgeschleppt werden.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, starten der Fachbereich Ordnung und Straßenverkehr sowie der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) eine einwöchige Schwerpunktaktion. Während der Aktionswoche werden Geh- und Radwege im gesamten Stadtgebiet im Rahmen der personellen Möglichkeiten priorisiert kontrolliert.
Steffen Franzkowski, Leiter des Fachbereichs Ordnung und Straßenverkehr, macht den Anspruch der Aktion deutlich: „Wer auf Geh- und Radwegen parkt, nimmt anderen nicht nur Platz, sondern unter Umständen auch die Sicherheit. Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende müssen darauf vertrauen können, dass die für sie vorgesehenen Verkehrsflächen frei und sicher nutzbar sind. Mit unserer Schwerpunktaktion setzen wir deshalb ein klares Zeichen: Geh- und Radwege müssen frei bleiben und Verstöße werden konsequent verfolgt."
Auch der ADFC Leverkusen begrüßt die Initiative ausdrücklich. „Im Zuge von Bürgergesprächen wurden vielfach Falschparker auf Geh- und Radwegen bemängelt und fehlende Kontrollen kritisiert", erklärt Kurt Krefft vom ADFC Leverkusen. Die Schwerpunktaktion entspreche daher einem häufig geäußerten Wunsch der Radfahrenden in der Stadt.
Das unberechtigte Parken auf Gehwegen oder Radwegen kostet in der Regel jeweils 55 Euro Verwarngeld. Wer dabei eine Behinderung oder Gefährdung verursacht oder länger als eine Stunde auf solchen Flächen parkt, muss mit einem höheren Bußgeld und zusätzlich mit einem Punkt in Flensburg rechnen. In besonders schwerwiegenden Fällen droht zudem das Abschleppen des Fahrzeugs.
Die Aktionswoche, die im Rahmen der europaweiten Mobilitätswoche stattfindet, soll in Leverkusen dazu beitragen, dass Fußwege und Radspuren dauerhaft wieder ihrer eigentlichen Bestimmung dienen.