Die Stadt Leverkusen hat den Prozess „Zukunft Manfort" gestartet. Seit dem 14. Juli 2026 läuft eine Vorbereitende Untersuchung im Stadtteil – sie soll klären, ob und wo Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen zur Entwicklung von Leverkusen-Manfort sinnvoll sind.
Gemeinsam mit dem Planungsbüro Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen GmbH analysiert die Stadt Leverkusen den Stadtteil Manfort systematisch. Grundlage des Prozesses sind ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) und eine Vorbereitende Untersuchung (VU). Das Untersuchungsgebiet umfasst ein rund 19 Hektar großes Areal, das von der A 3, der Kieler Straße, der Bahntrasse Köln-Wuppertal und der Pfeilshofstraße im Süden begrenzt wird.
Mitarbeitende des Planungsbüros gehen und fahren durch das Gebiet, fotografieren und notieren Straßen, Gebäude, Grünflächen und Spielplätze. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht der Bauzustand der Gebäude, aber auch Straßen und öffentliche Infrastruktur werden erfasst.
Die Bestandsaufnahme deckt ein breites Spektrum ab: Untersucht werden unter anderem Grün- und Freiflächen, Mobilität und Verkehr, Wohnen und Wohnumfeld sowie Städtebau. Auch klimagerechte Stadtentwicklung und soziale, demografische, wirtschaftliche sowie kulturelle Strukturen fließen in die Analyse ein.
Ziel der Vorbereitenden Untersuchung ist es, fundierte Beurteilungsgrundlagen zu gewinnen – unter anderem dafür, ob die Voraussetzungen für die Festlegung eines förmlichen Sanierungsgebiets gemäß § 142 BauGB vorliegen.
Die Stadt Leverkusen setzt beim Prozess „Zukunft Manfort" ausdrücklich auf die Beteiligung der Bevölkerung. Geplant sind sowohl digitale als auch analoge Formate. Den Auftakt macht im Spätsommer eine Online-Beteiligung, bei der Leverkusenerinnen und Leverkusener Stärken, Schwächen und mögliche Entwicklungsziele für den Stadtteil benennen können.
Noch in diesem Jahr sind zudem Stadtteilspaziergänge mit vertiefenden Interviews vorgesehen, zu denen unterschiedliche Zielgruppen eingeladen werden. Während der gesamten Prozesslaufzeit sollen weitere Workshops und Online-Formate folgen – mit einem besonderen Fokus auf Jugendliche.
Nach Abschluss der Bestandsaufnahme werden die Ergebnisse gemeinsam mit den Erkenntnissen aus den Beteiligungsverfahren ausgewertet. Auf dieser Basis wird geprüft, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht und welche städtebaulichen Maßnahmen für die künftige Entwicklung von Leverkusen-Manfort in Betracht kommen. Der Prozess „Zukunft Manfort" legt damit den Grundstein für eine gezielte und gemeinschaftlich getragene Weiterentwicklung des Stadtteils.