Wiesdorfer Innenstadt soll umstrukturiert werden


Archivmeldung aus dem Jahr 2018
Veröffentlicht: 11.09.2018 // Quelle: Maximilian Weber

Es wurden einigen Pläne angefertigt, die zeigen, wie die Innenstadt C sich in den nächsten Jahren verändern könnte. So wird darauf gesetzt, dass sich aus der Innenstadt ein Verwaltungsstandort entwickelt. Im Bauausschuss steht es immer wieder auf der Tagesordnung, wie sich die Innenstadt verändern könnte. Dabei sollte es sich nicht nur um eine Veränderung handeln, die sich auf die Optik bezieht. Wesentlich wichtiger wäre hingegen eine Veränderung, die die Anforderungen und bestehenden Notwendigkeiten erfüllt.

Verschiedene Meinungen sorgen für Stockungen
Um ein solch großes Projekt planen und umsetzen zu können, ist es wichtig, dass alle oder zumindest die meisten Personen im Bauausschuss sich für das Vorhaben begeistern lassen. Da dies im Falle der Wiesdorfer Innenstadt nicht der Fall ist, sind bereits die ersten Stockungen aufgetreten. Der Oberbürgermeister und die Stadträte müssen bereits jetzt anerkennen, dass sich das Projekt nicht umsetzen lässt. Bei diesem Projekt wurde alles berücksichtigt, was die Innenstadt, vor allem in dieser Region benötigt. Aktuell wird dieses Gebiet immer leerer, vor allem was die Wirtschaft angeht. Daher wurde auf ein Konzept gesetzt, welches unter anderem die Wirtschaft berücksichtigt und dennoch auf Wohnungen und noch mehr achtet.

Umfangreiches Konzept
Dieses Projekt trägt den Namen „Revitalisierung City Center“. Diese Bezeichnung gilt als sehr passend, da es sich um eine Verbesserung der Innenstadt handel, die sich aktuell immer weiter zurückentwickelt. Bei diesem Konzept ist berücksichtigt, dass die Wirtschaft und Wohnraum zu gleichen Teilen berücksichtigt werden. Daher ist dieses Projekt sehr umfangreich, was sich in allen Bereichen bemerkbar macht. Der ursprüngliche Plan beinhaltet ein Hotel mit einem Supermarkt. Weitere Inhalte der Planung besagen, dass Fläche zur Anmietung von Büros und Wohnungen entstehen kann und nach aktuellen Gesichtspunkten auch entstehen sollte. Mit dieser Planung soll die gesamte Gegend zwischen dem Rialto Boulevard und der Zentrale Sparkasse wieder belebt werden. Dieses Vorhaben wäre mit einer riesigen Ausgabe verbunden. Selbst daran wurde gedacht, weshalb eine Finanzierungslösung bereits vorhanden wäre.

Sponsoren bilden finanzielle Grundlage
Um ein Projekt in dieser Größe aus finanzieller Sicht stemmen zu können, müssen Firmen und Banken mit ins Boot geholt werden. Nicht selten verfügen diese über frei verfügbare Gelder, die für solche Umsetzungen verwendet werden können. So wäre eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Unternehmen möglich, die selbst Geld in die Bauten anlegen möchten. Dabei handelt es sich unter anderem um WGL, die Wohnungsgesellschaft Leverkusen, GBO, den Bauverein Opladen und weitere Unternehmen und Banken, sowie Gesellschaften in der Immobilienbranche. Alle Unternehmen wären bereit zusammen eine Summe von 50 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Des Weiteren gibt die Sparkasse bekannt, dass das Unternehmen bereit wäre, einen Kredit für die Umsetzung zur Verfügung zu stellen. Wie hoch die Kosten für die Umsetzung kommen würden, ist bislang noch nicht bekannt. Nach aktuellem Stand und Verhandlungen wäre eine Summe von 130 Millionen Euro zur Verfügung. Aufgrund der Erfahrungen wird es infrage gestellt, ob die Höhe ausreichend ist. Die Rathaus Galerie, ein weiteres Projekt, welches in Leverkusen umgesetzt wurde, belief sich auf 200 Millionen Euro.

Gründe für die Scheiterung
Offizielle Gründe, die für das Scheitern des Projektes verantwortlich sind, werden bis heute nicht genannt. Allerdings wird viel darüber gesprochen. So hat ein Insider Nennungen gemacht, die für das Scheitern verantwortlich sein könnten. Die Ursache scheint sich aus unterschiedlichen Teilen zusammenzusetzen, die in der Gesamtheit dafür sorgen, dass die Umsetzung auch in Zukunft nicht vorgenommen werden wird. Ein großes Problem stelle, laut Aussage des Insiders, das Baurecht dar. Nach aktuellen Stand scheint es keine Einigung im Bauausschuss zu geben, weshalb ein Bau nicht vorgenommen werden kann. So soll laut den Vertretern des City Büros eine Nutzungsüberschneidung auf einem Grundstück vorhanden sein. Dies lässt sich in der Praxis nicht umsetzen meinen die Verstände dieses Büros. Ein weiteres Problem stellen die Finanzen dar. So haben die Eigentümer bestehender Wohneinheiten überzogene Preisvorstellungen. So werden teilweise Summen von mehreren Millionen genannt. Die Summe bezieht sich auf eine Wohnung mit etwa 100 Quadratmetern. Werden diese Probleme beseitigt, könnte die Umsetzung von City C doch noch erfolgen. Die Politiker sind sich darüber einig, dass dies sehr dringend wäre, um die Stadt interessant zu machen und zu erhalten. Eine Ruine wäre wesentlich teurer, wenn auf die laufenden Kosten der kommenden Jahre und Jahrzehnte geachtet wird.

Weitere Sanierungen notwendig
Die Planung muss nicht so umgesetzt werden, wie sich aktuell besteht. Bei einer Veränderung des Konzeptes könnte direkt auf die weiteren Sanierungen eingegangen werden. Dies bezieht sich vor allem auf das Bürogebäude in der Miselohestraße. Aktuell befinden sich darin Ämter im Bereich Finanzen und Gesundheit. Diese könnten problemlos verlegt werden, wenn durch den Neubau der vorgesehene Platz verwendet wird. Bei einem genauen Blick auf die Straßen, die Gebäude und deren Substanz zeigt sich, dass es einige Veränderungen bedarf Es wäre zum Wohle der Stadt zwingend notwendig, dass auf eine Belebung der Innenstadt gesetzt wird.

Expertenmeinungen vorgesehen
Rainer Häusler und Gerd Geiger, die beiden Experten im City Büro, sollen am Montag, den 10. September 2018 sich ebenfalls zu diesem Thema und die bestehende Problematik äußern. Dieser Vorschlag wurde allerdings von den beiden Personen abgelehnt. Dies wurde damit begründet, dass sie sich nicht zum Spielball für die Politik und die bestehenden Diskussionen machen lassen. Diese Meinung wird von beiden, unabhängig voneinander, dem Stadtrat und den weiteren Beteiligten des Bauausschusses mitgeteilt. Geiger ist zudem der Meinung, dass es bei diesem Thema schon längst nicht mehr um baurechtliche Probleme gehe. Die Politik ist bereits sehr weit involviert, weshalb diese zuerst geklärt werden sollten. Hierfür wäre allerdings keine Meinung eines Bauexperten notwendig. Diese Absage bezieht sich nicht auf das Thema im Bereich Bau und das das Stadtgeschehen, sondern lediglich auf die weiteren Diskussionen.

Viel Arbeit ohne Erfolg
Bereits 2013 wurde mit den Planung und allem Weiteren begonnen, was in diesem Bereich notwendig ist. Sowohl die Arbeit selbst, wie auch die endgültige Präsentation 2016 wurden fernab der Öffentlichkeit vorgenommen. Nach heutigem Stand ist davon auszugehen, dass diese Arbeit erfolglos ist, da das Vorhaben an anderer Stelle zu scheitern droht. Für die Finanzierung wurden viele Kontakte geknüpft. Auf kleinere Summen, wie sie sich auf bonus.net sparen lassen, wurde entsprechend der Größenordnung komplett verzichtet.


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