Originelle Ausreden hören Polizisten häufig. Was zwei Beamte aber am frühen Samstagmorgen (19. Oktober) in Leverkusen Opladen geboten bekamen, das war preisverdächtig.
Gegen 4 Uhr bemerkten die Polizisten einen jungen Mann (23), der die Düsseldorfer Straße in Richtung Opladen entlang ging. Der 23-Jährige stand erkennbar unter Alkoholeinfluss. Seine Jacke war im Bauchbereich deutlich sichtbar ausgebeult.
Bei der Kontrolle des Mannes fanden die Beamten die Kunststoffabdeckung eines Verkehrsschildes, welche der Tatverdächtige unter seiner Jacke verborgen gehalten hatte. Außerdem hatte der angetrunkene Nachtschwärmer mehrere Maiskolben in den Jackentaschen, die er offenbar wenige Minuten zuvor von einem Feld entwendet hatte.
Die Einlassung des ertappten Diebes setzte dem leicht skurrilen Szenario dann ein Sahnehäubchen auf - der angetrunkene erklärte den Uniformierten, dass er auf dem Heimweg sehr gefroren habe. Das Verkehrszeichen und die Maiskolben hätte er gebraucht, um sich vor der Kälte zu schützen.
Die Beamten stellten den "Kälteschutz" des Tatverdächtigen sicher und ermahnten ihn keine weiteren Gegenstände zu entwenden. Trotz dieser "kreativen" Einlassung muss sich der 23-Jährige jetzt in einem Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls verantworten.
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