TSCHAIKOWSKY-OPER PIQUE DAME IM FORUM


Archivmeldung aus dem Jahr 2001
Veröffentlicht: 09.01.2001 // Quelle: Stadtverwaltung

Eine Oper, die zu den bedeutenden Werken des internationalen Repertoires zählt, im Forum-Spielplan aber bislang nicht vertreten war, wird am Freitag, 19. Januar, aufgeführt: "Pique Dame" von Peter Iljitsch Tschaikowsky. Es gastiert mit diesem chef d`oeuvre der russischen Opernliteratur die Staatsoper Perm (genaue Bezeichnung: Staatlich-Akademisches Opern- und Ballett-Theater Perm). Die Inszenierung von Georgij G. Issaak-jan, der als einer der interessantesten jüngeren Musiktheater-Regisseure Russlands gilt, wurde bei einem Gastspiel der Staatsoper Perm im Juni 1997 in Moskau, wenige Monate nach ihrer Premiere, als ein beeindruckendes Beispiel für eine sich von angestaubten Aufführungstraditionen lösende Neusicht gefeiert – zu dem Renommee der Produktion, die mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde, trug wesentlich auch die sich ebenfalls von konventionellen Klischees überzeugend distanzierende Ausstattung von Juri Charikow bei. An der Spitze des Ensembles stehen als Interpreten der Hauptrollen (Lisa und Hermann) die Sopranistin Tatjana Poluektowa und der Tenor Grajr Chanedanjan, zwei auch an führenden Opernhäusern der Niederlande, Frankreichs und Belgiens engagierte Künstler.- Die Aufführung, die in russischer Sprache gesungen wird, beginnt um 19.30 Uhr (im Programm des städtischen Fachbereichs Kultur).

Peter Iljitsch Tschaikowsky komponierte "Pique Dame", seine neben "Eugen Onegin" bekannteste Oper, während eines Italien-Aufenthaltes in den ersten Monaten des Jahres 1890; die

Uraufführung fand noch kurz vor Jahresabschluss in St. Petersburg, in dem berühmten Mariinski-Theater, statt. Als Vorlage diente, wie schon bei "Eugen Onegin" (1879), ein Sujet (in diesem Fall eine Novelle) von Alexander Puschkin, dessen Opernadaption des Komponisten jüngerer Bruder, Modest Tschaikowsky, vornahm. "Pique Dame" spielt um 1800 in St. Petersburg. Im Mittelpunkt der szenenreichen Handlung stehen der deutschstämmige arme Offizier Hermann (bei Tschaikowsky: German) und die mit einem Fürsten verlobte Lisa, die Enkelin einer alten Gräfin. Es heißt, die Gräfin verdanke ihren Reichtum einer einst erworbenen unfehlbaren Methode, beim Kartenspiel zu gewinnen. Hermanns Liebe zu Lisa wird noch übertroffen von seinem Drang, hinter das Geheimnis der "drei Karten", die Glück und Wohlstand versprechen, zu kommen. Nach einem Maskenball, der die Gräfin an das glanzvolle Pariser Hofleben ihrer jungen Jahre erinnerte, versucht Hermann, die alte Frau zu überreden, ihm die Erfolgskarten zu nennen. Die Musik von "Pique Dame" ist dramatischer akzentuiert als die des überwiegend lyrischen "Eugen Onegin", weist aber auch in wirkungsvollem Kontrast zur leidenschaftlichen Verve der Hauptszenen um das Liebespaar Lisa und Hermann "intime" Stimmungswerte auf. Die "große melodische Kraft", die Igor Strawinsky an Tschaikowsky bewunderte, verbindet sich in "Pique Dame" mit reifer Meisterschaft der musikalischen Charakterzeichnung.

Der Eintrittspreis (4 Preisgruppen) beträgt DM 49,50; DM 42,50; DM 37,50; DM 26,50. Im Vorverkauf sind Karten u.a. im Kartenbüro im Forum – Telefon: (02 14) 4 06-41 13 – erhältlich.


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

Kategorie: Kultur
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