Trauerfeier für Ingeborg Knust


Archivmeldung aus dem Jahr 2018
Veröffentlicht: 07.07.2018 // Quelle: Internet Initiative

Bei der Trauerfeier für Ingeborg Knust auf Gut Ophoven hielt Bürgermeister Bernhard Marewski heute die folgende Rede, die wir anhand seines Manuskriptes dokumentieren:

"Sehr geehrte Damen und Herren,
verehrte Familie Knust,

ich begrüße Sie im Namen der Stadt Leverkusen zu der heutigen Gedenkfeier
zu Ehren von Frau Dr. Ingeborg Knust.

Zunächst möchte ich den Angehörigen mein herzliches Beileid aussprechen.

Sie haben sich von einer engen Familienangehörigen verabschieden müssen, … von Ihrer Mutter, Ihrer Großmutter, … von "Inge Knust", die sich neben ihren vielfältigen Aufgaben, die sie voll Engagement in unserer Gesellschaft wahrnahm, mit viel Zeit auch ihrer eigenen Familie gewidmet hat.
Sie haben mein aufrichtiges Mitgefühl.

Unsere Stadt Leverkusen hat eine außergewöhnliche Persönlichkeit verloren, die sich wie kaum eine andere für die für uns alle so bedeutsame Umweltbildung eingesetzt hat.

Wenn wir heute an diesem Ort und zu diesem Anlass zusammentreffen, dann wird die Lücke deutlich, die Dr. Ingeborg Knust hinterlässt.

Eine Veranstaltung hier im NaturGut Ophoven …
Unwillkürlich sucht das Auge nach der kleinen vitalen Person mit ihrem typischen Lächeln …
Sie durfte bei keiner Zusammenkunft fehlen.

Es mag ein Trost ein, dass Ingeborg Knust ein reiches Lebenswerk hinterlassen hat … das fortleben wird in den Erinnerungen, … aber besonders auch in diesem Gebäude mit seinem weitläufigen Außengelände.
Ingeborg Knust hat dies alles maßgeblich geprägt.

Das NaturGut Ophoven und diese Burg bieten den perfekten … ich möchte sagen: … den einzig treffenden Rahmen, heute Ingeborg Knust zu gedenken.

Denn … ohne sie gäbe es das NaturGut Ophoven nicht, …
jedenfalls nicht in seiner Form als Umweltbildungszentrum.

Vor mehr als 30 Jahren hatte Dr. Ingeborg Knust zusammen mit anderen Umweltschützerinnen und Umweltschützern die Idee und das Konzept für eine innovative Bildungseinrichtung entwickelt … und in dem damals relativ baufälligen Gut Ophoven den Ort gefunden … für ein - wie es damals hieß - "Schul- und Biologiezentrum".

1984 - also vor 34 Jahren - gründete die promovierte Chemikerin gemeinsam mit Dr. Hans-Martin Kochanek und anderen Umweltbewegten den Förderverein für das heutige NaturGut Ophoven.

Vom ersten Tag der Vereinsgründung an setzte sie sich neben ihrer Lehrtätigkeit am Landrat-Lucas-Gymnasium ein für diesen Förderverein, dessen Vorsitz sie 1988 übernahm und 17 Jahre mit großem Einsatz ausfüllte.

In diese Zeit fällt die Entwicklung des historischen Gutshofs zum modernen "Kompetenzzentrum der Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Unter ihrer Regie wurden die Gebäude saniert, das Kinder- und Jugendmuseum "EnergieStadt" eröffnet und vieles mehr.

Als Vorsitzende des Fördervereins füllte Frau Dr. Ingeborg Knust umfangreiche Aufgabenfelder aus.

Das begann bei Einstellung und Anleitung von Pädagogen, ging über praktische Arbeiten in Werkstatt und Gelände und - last, but not least - Ansprachen und Fachvorträge bei Veranstaltungen und Festen.

Viele Leverkusenerinnen und Leverkusener - alt und jung - erlebten sie persönlich bei den beliebten Geländeführungen.

Als Naturwissenschaftlerin und Lehrerin kümmerte sich Frau Dr. Ingeborg Knust schon früh um die Vermittlung von Umweltthemen.

In den 1960er Jahren, als der Biologieunterricht eher "akademisch-theoretisch" verlief, machte sie Lehrinhalte erlebbar und förderte das Experimentieren … und die Beteiligung am Wettbewerb "Jugend forscht".

Im Vordergrund stand bei ihr immer der pädagogische Auftrag.
Sie wollte bei jungen Menschen eine emotionale Bindung an die Natur fördern und sie mit allen Sinnen ansprechen.
Daher gab sie 2004 das Buch "Kunst in der Umweltbildung" heraus.

Die ungezählten Kurse für Kinder und Jugendliche, die das NaturGut Jahr für Jahr anbietet, basieren in ihrer Didaktik oft noch auf ursprünglichen Konzepten von Ingeborg Knust.
Diese Kurse sind nach wie vor Herzstück und Kernkompetenz des NaturGuts Ophoven.

Gegen Ende ihrer aktiven Zeit war Ingeborg Knust am Projekt "Energie erleben im Kindergarten" beteiligt und besuchte die Kinder mit besonderer Freude als "Energie-Oma".

Auch in Wirtschaft und Politik leistete sie unermüdlich Überzeugungsarbeit.

Zu den vielen prominenten Gästen des NaturGuts gehörten unter anderem Bundespräsident Johannes Rau, Ministerpräsident Peer Steinbrück, die damalige Bundes-Umweltministerin und heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie zahlreiche weitere Repräsentanten der Landes- und Bundespolitik.

Typisch für die Tatkraft Ingeborg Knusts war, dass sie immer auch selber mit Hand anlegte.
Sie strich Wände an, trug die umfangreiche Bibliothek zusammen und tat gemeinsam mit den Mitgliedern des Fördervereins alles, was nötig war, damit das Umweltzentrum seine Aufgaben erfüllen und immer wieder anpassen konnte … und vor allem auch um innovative Ansätze erweitern konnte.

Wer in den ersten Jahren zum NaturGut kam, dem fiel sofort auf, dass alle Hölzer mit Bienenwachs behandelt waren, … ganz einfach, weil die Räume entsprechend dufteten … wahrlich eine gute und einprägsame Sinneswahrnehmung.

Unter ihrem Vorsitz entstanden die Vorgartenmodelle, die Blumenwiesen und die wunderschönen Teiche.

Als Dr. Ingeborg Knust im Jahre 2005 den Vorsitz des Fördervereins an Frau Ackermann abgab, hatte sie - rückblickend - dieses Amt insgesamt 6.447 Tage ausgefüllt.

Mit Fug und Recht wurde Frau Dr. Ingeborg Knust für ihr großes Engagement im März 1999 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Die Stadt Leverkusen wird die Erinnerung an Frau Dr. Ingeborg Knust stets in Ehren halten."


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

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