Im aktuellen Smart City Index des Digitalverbands Bitkom belegt Leverkusen Platz 67 – sieben Ränge besser als im Vorjahr. Mit 63,5 Punkten zeigt die Stadt, dass ihre Digitalisierungsstrategie Früchte trägt.
Der Digitalverband Bitkom e. V. hat den Smart City Index 2026 veröffentlicht. Das bundesweite Ranking bewertet den Stand der Digitalisierung in deutschen Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern. Leverkusen gehört mit rund 170.000 Einwohnerinnen und Einwohnern zu den bewerteten Städten und hat in diesem Jahr 63,5 Punkte erreicht – genug für Platz 67 und eine Verbesserung um sieben Plätze gegenüber dem Vorjahr.
Besonders stark zulegte Leverkusen in den Kategorien Mobilität (plus neun Plätze) sowie IT und Kommunikation (plus vier Plätze). In die Bewertung fließen ausschließlich abgeschlossene, öffentlich zugängliche oder intern validierte Projekte ein.
Hinter dem verbesserten Ergebnis stecken mehrere konkrete Entwicklungen. Leverkusen verfügt inzwischen über eine Urbane Datenplattform, mit der Daten innerhalb der Stadtverwaltung besser zusammengeführt und für weitere Anwendungen nutzbar gemacht werden können. Parallel dazu bereitet die Stadt den Einstieg in die Funktechnologie LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) vor. Mit ihr sollen künftig Sensordaten aus den Bereichen Umwelt, Energie, Verkehr und Gebäudemanagement kostengünstig und energieeffizient erfasst werden. Ein Pilotprojekt wird derzeit aufgesetzt. Mittelfristiges Ziel ist die Einsparung von Haushaltsmitteln und die Weiterentwicklung in Richtung einer zukunftsorientierten Smart City.
Auch beim Einsatz Künstlicher Intelligenz macht Leverkusen erste Schritte: Ein KI-Assistenzsystem wird derzeit erprobt, um Mitarbeitende der Stadtverwaltung bei geeigneten Aufgaben zu unterstützen. Gleichzeitig sollen dabei Erfahrungen für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit KI in der öffentlichen Verwaltung gesammelt werden.
Oberbürgermeister Stefan Hebbel begrüßt das Ergebnis, mahnt aber auch zur Nüchternheit: „Das Ergebnis ist eine Bestätigung dafür, dass sich unsere Investitionen in digitale Strukturen und konkrete Anwendungen auszahlen. Digitalisierung entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Infrastruktur, qualifizierten Mitarbeitenden und umsetzungsstarken Projekten. Wie die Ergebnisse zeigen, gibt es aber auch weiterhin noch viel Luft nach oben."
Als konkreten Nachholbedarf nennt Hebbel die Digitalisierung von Verwaltungsprozessen – etwa die vollständige Einführung der E-Akte und eines Dokumentenmanagementsystems. Als nächsten Schritt kündigt er ein „Dashboard Digitale Verwaltung" an, mit dem Leverkusen künftig nutzerfreundlicher und übersichtlicher über seine digitalen Verwaltungsangebote informieren will.