Vom 12. bis 18. Oktober 2026 führt der Kommunale Ordnungsdienst Leverkusen eine Schwerpunktaktion gegen illegale Müllentsorgung durch – auch mit Mitarbeitenden in Zivil. Bei Verstößen drohen Bußgelder bis zu 100.000 Euro.
Zigarettenstummel in Parks, alte Reifen im Wald, Sperrmüll neben überfüllten Altkleidercontainern: Illegale Müllentsorgung ist in Leverkusen ein zunehmendes Problem. Allein im Jahr 2025 hat die AVEA rund 900 Tonnen wilden Müll beseitigt – und für 2026 rechnet das Entsorgungsunternehmen mit noch höheren Mengen. Die Kosten für die Beseitigung belasten dabei direkt die Abfallgebühren aller Leverkusenerinnen und Leverkusener.
Unter dem Stichwort „Sauberes Leverkusen" steuert die Stadtverwaltung mit verschiedenen Maßnahmen gegen diese Entwicklung. Eine davon ist die erneute Schwerpunktaktion des Fachbereichs Ordnung und Straßenverkehr.
In der Woche vom Montag, 12. Oktober, bis einschließlich Sonntag, 18. Oktober 2026, wird der Kommunale Ordnungsdienst verstärkt an bekannten Müllschwerpunkten und häufig gemeldeten Örtlichkeiten im gesamten Stadtgebiet kontrollieren. Punktuell kommen dabei auch Mitarbeitende in ziviler Kleidung zum Einsatz.
Der Hintergrund ist naheliegend: Uniformierte Einsatzkräfte sind für potenzielle Müllsünder meist schon aus größerer Entfernung erkennbar. Zivilkräfte hingegen können Verstöße gezielter beobachten und dokumentieren. Bei Bedarf weisen sich die Mitarbeitenden aus und können uniformierte Kräfte hinzuziehen.
Steffen Franzkowski, Leiter des Fachbereichs Ordnung und Straßenverkehr, erklärt die Strategie hinter der bewusst angekündigten Aktion: „Mit unserer Schwerpunktaktion wollen wir ein klares Signal setzen: Den öffentlichen Raum zur Müllentsorgung zu missbrauchen, ist kein Kavaliersdelikt und bleibt nicht folgenlos. Gleichzeitig kündigen wir die verstärkten Kontrollen bewusst an, um für das Thema zu sensibilisieren und deutlich zu machen, dass wir auch über die Aktionswoche hinaus konsequent hinschauen werden."
Der Kommunale Ordnungsdienst konzentriert sich auf Standorte, die in der Vergangenheit wiederholt als Problemstellen aufgefallen sind oder bei denen Beschwerden eingegangen sind. Dazu gehören unter anderem:
Zunehmend geraten auch größere und gewerbliche Ablagerungen in den Fokus der Kontrollen.
Wer beim illegalen Entsorgen von Müll erwischt wird, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Bei kleineren Verstößen gegen die Leverkusener Stadtordnung – etwa weggeworfene Kippen oder Verpackungen – wird in der Regel ein Bußgeld von 100 Euro fällig. Bei schwerwiegenderen illegalen Müllentsorgungen, die unter das Kreislaufwirtschaftsgesetz fallen, können die Geldbußen je nach Art und Umfang des Verstoßes auf bis zu 100.000 Euro steigen.
Die Stadt Leverkusen macht deutlich, dass es sich nicht um eine einmalige Aktion handelt. Der Kommunale Ordnungsdienst wird die Kontrollen gegen illegale Müllentsorgung auch nach der Aktionswoche im Rahmen der personellen Möglichkeiten fortführen. Ziel ist es, das Bewusstsein für einen sauberen öffentlichen Raum dauerhaft zu stärken und Verursacherinnen und Verursacher konsequent zur Rechenschaft zu ziehen.