"Toleranz" ist ein vielschichtiger Begriff, der im Laufe der Zeit mit unterschiedlichen Inhalten gefüllt wurde. Was heißt es, wenn die Konfessionspolitik der Herzöge von Jülich-Kleve-Berg als tolerant bezeichnet wird? War die Haltung zu Hexen und Hexern in den Vereinigten Herzogtümern wirklich so anders, als in anderen Gebieten des Reiches, weil das Weltbild des jülich-klevischen Leibarztes Johann Weyer von Toleranz geprägt war? Und schließlich: War das brandenburgische Toleranzedikt von 1614 für die Territorien Kleve und Mark wirklich ein Schlüsseldokument für die Entwicklung des Toleranzgedankens? Diesen und weiteren Fragen wird der Vortrag nachgehen und damit den Blick schärfen für den historischen Wandel, dem der Toleranzbegriff bis heute unterworfen ist.
Referent: Herr Guido von Büren, Vorsitzender des Jülicher Geschichtsvereins 1923 e.V.
Veranstaltungstag: Mittwoch, den 5. März 2014 um 18:30 Uhr
Veranstaltungsort: Kaminzimmer der Villa Römer -Haus der Stadtgeschichte-, Haus-Vorster Straße 6, 51379 Leverkusen (Opladen)
Eintritt: 4,00 € (OGV-Mitglieder mit Ausweis frei)
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