Neue Straßenbäume für Leverkusen: Acht Linden gegen die Hitze

07.07.2026 // Quelle: Stadtverwaltung

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Leverkusen pflanzt acht neue Straßenbäume in den Straßen Ratherkämp und Lingenfeld. Die Stadt will damit das Stadtklima verbessern und besser auf Hitzeperioden reagieren. Geplant sind je vier kleinkronige Winterlinden, die im Winter oder Frühjahr 2026/2027 gesetzt werden sollen. Die Gehwege werden dabei etwas verbreitert, ohne Grundstückszufahrten einzuschränken. Die Maßnahme kostet rund 84.000 Euro und wird zu 80 Prozent aus Bundesmitteln gefördert. Die neuen Baumgruben sollen deutlich bessere Bedingungen bieten als früher: mit speziellem Substrat, Belüftung und teils Feuchtesensoren. Bereits umgesetzt wurden ähnliche Pflanzungen in anderen Straßen der Stadt.

Im Winter 2026/2027 sollen in den Straßen Ratherkämp und Lingenfeld acht neue Bäume gepflanzt werden – als Teil der städtischen Klimaanpassungsstrategie. Eine Bürgerinformationsveranstaltung stieß auf großes Interesse.

Bäume als Antwort auf den Klimawandel

Die jüngste Hitzewelle hat deutlich gezeigt, wie dringend Städte handeln müssen, um sich gegen häufigere und intensivere Heißphasen zu wappnen. In Leverkusen setzt der Fachbereich Stadtgrün dabei auf Straßenbäume: Sie spenden Schatten, kühlen die Umgebung und verbessern das Stadtklima spürbar. Gemeinsam mit der TH Köln stellte die Stadt bei einer gut besuchten Bürgerinformationsveranstaltung die geplante Nachpflanzung in den Straßen Ratherkämp und Lingenfeld vor.

Acht neue Linden – mit mehr Platz für die Wurzeln

Insgesamt sollen acht Bäume gepflanzt werden – je vier Standorte in der Straße Lingenfeld und vier in der Straße Ratherkämp. Als Baumart ist die schmalkronige Winterlinde (Tilia cordata „Rancho") vorgesehen. Die einheimische Baumart gilt als robust gegenüber Hitze und Trockenheit, bietet zahlreichen Insekten Nahrung und eignet sich gut als Straßenbaum.

Die Baumstandorte werden dabei leicht in den Straßenraum verschoben, um die bislang sehr schmalen Gehwege auf 1,00 bis 1,20 Meter verbreitern zu können. Die Einfahrten zu angrenzenden Grundstücken bleiben dabei uneingeschränkt nutzbar – was Anwohnerinnen und Anwohner bei der Veranstaltung direkt mit Fahrproben überprüfen konnten. Dazu wurden Pylone an den geplanten Baumscheiben-Standorten aufgestellt.

Moderne Baumgruben sollen alte Fehler vermeiden

Der Hintergrund der Nachpflanzung reicht mehr als 80 Jahre zurück: Beim damaligen Ausbau der beiden Siedlungsstraßen wurden insgesamt 44 Linden gepflanzt – allerdings mit viel zu kleinen Baumgruben und kaum Platz für Wurzeln. Die Folge: Viele Bäume entwickelten keine ausreichende Wurzelmasse und wurden mit der Zeit instabil. Nachdem 2019 Zugversuche die mangelnde Standsicherheit bestätigten, mussten mehrere Bäume gefällt werden.

Die neuen Baumgruben sollen diesen Fehler nicht wiederholen: Sie werden mit speziellem Baumsubstrat – etwa mit Lavabestandteilen – sowie Belüftungsrohren ausgestattet, die Luftdurchlässigkeit, Wasserspeicherung und Nährstoffversorgung sicherstellen. Rund um die Bäume wird eine Blühwiese eingesät, der Gehwegbelag wird wasser- und luftdurchlässig gestaltet. An einigen Standorten werden zudem Feuchtesensoren eingebaut, um den Bewässerungsbedarf gezielt steuern zu können. Eine fünfjährige Entwicklungspflege ist ebenfalls eingeplant.

Förderung deckt 80 Prozent der Kosten

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 84.000 Euro. Davon werden rund 67.000 Euro – also 80 Prozent – aus dem Bundesförderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen" finanziert, das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) getragen wird. Der Stadt Leverkusen wurden aus diesem Programm insgesamt rund 1,7 Millionen Euro zugesagt. Bereits realisiert wurden Baumpflanzungen in der Kalkstraße und der Gustav-Freitag-Straße.

Wissenschaftliche Begleitung und Baumpatenschaft

Das Team „Grün-Blaue Infrastruktur" der TH Köln begleitet das Projekt wissenschaftlich. Bei der Bürgerveranstaltung konnten Leverkusenerinnen und Leverkusener am Info-Mobil der Hochschule unter anderem per Virtual-Reality-Anwendung erleben, wie Bäume das Stadtklima beeinflussen – und erfahren, wie Wasserspeicherung mit Pflanzenkohle funktioniert.

Die Stadt Leverkusen betreut insgesamt rund 55.000 Bäume im Stadtgebiet. Wer sich aktiv einbringen möchte, kann eine Baumpatenschaft für eine Baumscheibe übernehmen – auch für die neuen Standorte in Ratherkämp und Lingenfeld, nach Abschluss der Jungbaumpflege. Interessierte wenden sich per E-Mail an den Fachbereich Stadtgrün: 67stadt.leverkusende

Die Pflanzung ist für den Winter/Frühjahr 2026/2027 geplant. Da ein weiterer Rückbau des alten Baumbestands in den kommenden Jahren erwartet wird, soll der Umbau in weiteren Bauabschnitten fortgesetzt werden.


Straßen aus dem Artikel: Ratherkämp, Kalkstraße, Lingenfeld, Linde
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Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) auf Basis einer Pressemitteilung erstellt.
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