Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat bei einer einwöchigen Schwerpunktaktion rund 75 Verstöße wegen achtlos weggeworfenem Müll festgestellt. Die Betroffenen müssen mit einem Bußgeld rechnen.
Eine Woche lang war der Kommunale Ordnungsdienst der Stadt Leverkusen gezielt gegen das Wegwerfen von Müll im öffentlichen Raum vorgegangen. Vom 4. bis zum 10. Mai kontrollierten Mitarbeitende des KOD – teils in Zivil – verschiedene Bereiche der Stadt. Im Fokus standen die Fußgängerzonen, der Busbahnhof in Wiesdorf, bekannte „Müll-Hotspots" sowie das Umfeld von Wertstoffinseln und Altkleidercontainern. Das Ergebnis: rund 75 festgestellte Verstöße.
Bei den festgestellten Verstößen handelte es sich überwiegend um achtlos weggeworfenen Kleinmüll – insbesondere Zigarettenkippen sowie Essens- und Verpackungsreste. Besonders auffällig: Teilweise wurde der Müll auf den Boden geworfen, obwohl Abfallkörbe und Aschenbecher in unmittelbarer Nähe vorhanden waren.
Weggeworfene Essensreste sind dabei nicht nur unappetitlich. Sie können auch Schädlinge wie Ratten anziehen. Zigarettenkippen stellen laut Naturschutzbund Deutschland ein besonderes Umweltproblem dar: Die leichten Stummel werden vom Wind verweht oder vom Regen weggespült und gelangen mit schädlichen Inhaltsstoffen wie dem wasserlöslichen Nikotin in Bäche, Flüsse und das Meer, wo sie Insekten und Wasserorganismen schädigen. Hinzu kommt, dass der Kunststoff der Zigarettenfilter (Zellulose-Acetat) als Mikroplastik in die Umwelt gelangt.
Wer beim Wegwerfen von Müll erwischt wird, erhält einen Bußgeldbescheid von der Zentralen Bußgeldstelle. Bereits kleinere Verstöße ziehen in der Regel ein Bußgeld von mindestens 100 Euro nach sich. Mit den konsequenten Sanktionen verbindet die Stadt die Hoffnung, dass die Betroffenen ihr Verhalten langfristig ändern.
Oberbürgermeister Stefan Hebbel unterstützt den Ansatz ausdrücklich: „Wir müssen das Bewusstsein für mehr Eigenverantwortlichkeit gerade auch mit solchen Aktionen immer wieder schärfen. Nur so lassen sich Verhaltensweisen langfristig positiv verändern."
Die einwöchige Schwerpunktaktion ist abgeschlossen, doch die Kontrollen an den bekannten Müll-Hotspots in Leverkusen gehen weiter. Der KOD wird die betroffenen Bereiche im Rahmen der regulären Einsatzplanung weiterhin überwachen – auch künftig teilweise in Zivil.
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