Ratsherr Friedrich Busch berichtet über ein Phänomen, das er in den letzten beiden Monaten zunehmend beobachten konnte: In persönlichen Gesprächen oder in Mails beklagen sich ältere Bewohner unserer Stadt, dass sie Angst vor Überfällen haben und sich teilweise in der dunklen Jahreszeit nicht mehr trauen, abends vor die Türe zu gehen.
Busch: „Zweifelsohne gibt einen Unterschied zwischen dem persönlichen Sicherheitsgefühl und der objektiven Gefahrenlage. Dennoch haben mich die Äußerungen älterer Mitbewohner aufhorchen lassen, denn mit einer Angst, das Haus bzw. die Wohnung zu verlassen, ist auch eine Einschränkung verbunden, am öffentlichen Leben unserer Stadt teilnehmen zu können.“
Busch hat jetzt in den Presseberichten der Polizei Köln zu Überfällen auf Senioren in Leverkusen in den letzten 9 Monaten nachgelesen:
12. März (Mittwoch) – Senior – 77 Jahre - Vereinsstraße/Opladen – 20:10 Uhr
„Ein Mann (77) ist am Mittwochabend (12. März) von zwei Unbekannten in seinem Hausflur in Leverkusen-Opladen überfallen und ausgeraubt worden.“
27. März (Mittwoch) – Senior – 72 Jahre – Reuschenberger Straße/Opladen – 21:20 Uhr
„Zwei Unbekannte haben am Mittwochabend (27. März) einen Senior (72) in Leverkusen-Opladen vor der Haustür brutal überfallen und ausgeraubt.“
14. Juli (Montag) – Seniorin – 71 Jahre – Reuschenberger Straße/Opladen – 12:20 Uhr
„Seniorin Goldketten vom Hals gerissen - Ein bislang unbekannter Räuber hat am Montagmittag (14. Juli) an der Reuschenberger Straße im Ortsteil Opladen eine Leverkusenerin (71) überfallen.“
20. September (Samstag) – Seniorin – 71 Jahre – Freiburger Straße/Schlebusch – 13:00 Uhr
„Goldkette vom Hals gerissen – Ein derzeit noch unbekannter Mann hat am frühen Samstagnachmittag (20. September) eine Leverkusenerin (71) im Stadtteil Schlebusch beraubt.“
04. Oktober (Samstag) – Seniorin – 70 Jahre – Von-Siebold-Straße/Opladen – 13:15 Uhr
„Am Samstagmittag (4. Oktober) ist eine ältere Dame (70) in Leverkusen-Opladen Opfer eines Raubüberfalles geworden…..Der Mann…riss an meinen Halsketten.“
Nach Auffassung von Busch ist die Verunsicherung der mit ihm gesprochenen älteren Mitbewohner auch deshalb groß, weil bisher nicht zu lesen war, dass ein Täter der angeführten Überfälle gefasst worden wäre.
Es stellt sich jetzt die Frage, wie das Sicherheitsgefühl in unserer Bevölkerung gestärkt werden kann.
Nach Auffassung von Busch ist auf jeden Fall die intensive Präventionsarbeit der Polizei positiv hervorzuheben.
Auf ein gutes Beispiel aus unserer Nachbarstadt Langenfeld, das von der Stadt Leverkusen auf jeden Fall übernommen werden sollte, weist Busch hin:
In der letzten Woche hat der Chef des Langenfelder Ordnungsamtes den „Sicherheitsbericht 2013“ vorgestellt. Er zeigt Aspekte auf, die Sicherheit ausmachen bzw. das Sicherheitsgefühl der Bürger stärken.
So ist z.B. zu erfahren, dass es ein Aktionsbündnis Seniorensicherheit (ASS) gibt.
Außerdem wird u.a. aufgeführt, dass die Stadt Langenfeld in den Jahren von 2011 bis 2014 mehr als 45.000 Euro für Maßnahmen der Gewaltprävention in Schulen ausgegeben hat.
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