Die Energieversorgung Leverkusen (EVL) kündigt zum 1. Januar 2026 Preisanpassungen an: Während Leverkusenerinnen und Leverkusener mit einer Erhöhung der Trinkwasserpreise rechnen müssen, können Stromkundinnen und -kunden im neuen Tarif durch gesunkene Beschaffungskosten sparen.
Ab dem 1. Januar 2026 erhöhen sich die Trinkwasserpreise der EVL. Für einen durchschnittlichen Haushalt, der jährlich 120 Kubikmeter (m³) Wasser verbraucht, ergeben sich daraus Mehrkosten von monatlich 4,95 Euro (brutto).
Die Anpassungen im Detail betreffen den Mengen- sowie den Grundpreis:
Die Erhöhung der Trinkwasserpreise ist laut EVL notwendig, da die Versorgungsnetz-Infrastruktur umfassende Erneuerungen benötigt. Ein Großteil des Leitungsnetzes hat das Ende seiner Betriebsdauer erreicht und muss sukzessive ausgetauscht werden. Bereits jetzt erneuert der Versorger jährlich zusätzlich 1,9 Kilometer an Leitungen, ein Programm, das bis 2054 läuft und derzeit Mehrkosten von rund 2,1 Millionen Euro pro Jahr verursacht.
Die Investitionen in die Trinkwasseranlagen sind bereits deutlich gestiegen: Im Jahr 2024 wurden 5,4 Millionen Euro investiert – mehr als doppelt so viel wie fünf Jahre zuvor.
„Zum höheren Investitionsbedarf in Netze und Anlagen kommen gestiegene Fixkosten, unter anderem resultierend aus Tariferhöhungen“, erklärt Thomas Eimermacher, kaufmännischer Geschäftsführer der EVL.
Die EVL verweist zudem auf eine Pilotstudie des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW). Diese zeigt, dass alle deutschen Wasserversorger in den kommenden Jahren vor erheblichen Investitionen stehen, die wesentlich durch die Auswirkungen des Klimawandels verursacht werden. Demnach ergibt sich für die öffentliche Wasserversorgung in den kommenden zehn Jahren ein zusätzliches Investitionsvolumen für die Auswirkungen des Klimawandels zwischen 3,2 und 13,5 Milliarden Euro.
Während die Trinkwasserpreise steigen, gibt die EVL beim Strom gesunkene Beschaffungskosten weiter. Stromkundinnen und -kunden können mit einem Wechsel in den neuen Tarif HEIMSPIEL-STROM@EVL:2027.öko im Vergleich zum Vorgängerprodukt sparen.
Für einen durchschnittlichen Jahresverbrauch von 3.000 Kilowattstunden (kWh) zahlen Kundinnen und Kunden rund 4,3 Prozent oder 46 Euro jährlich weniger. Im Vergleich zur Grundversorgung können Haushalte mit dem neuen Heimspiel-Tarif sogar rund 16 Prozent sparen.
EVL-Geschäftsführer Eimermacher betont: „Der Abschluss lohnt sich auch, da wir die von uns beeinflussbaren Preisbestandteile bis Ende November 2027 garantieren.“ Dieses Versprechen der Preisstabilität gilt für den Energiepreis (netto), ausgenommen sind jedoch staatliche und netzseitige Preisbestandteile sowie Steuern und Abgaben.
Die EVL betont ihre Rolle als kommunales Versorgungsunternehmen, das eine langfristige und konservative Beschaffungsstrategie fährt, um Preisschwankungen abzufedern. Energie wird in Teilmengen teils Jahre im Voraus eingekauft, um marktgerechte Preise ohne Vorauskasse zu garantieren.
Kundinnen und Kunden, die Fragen zu den Preisanpassungen haben oder sich für die langfristigen Tarife interessieren, können die Kundenberaterinnen und Kundenberater im EVL-Kundencenter im City Point oder am Telefon unter 0214/8661 661 kontaktieren. Der Abschluss des neuen Stromtarifs ist persönlich im City Point möglich, Unterlagen können auch per E-Mail an kundenservice@evl-leverkusen.de bestellt werden.