Bayer bringt 3,1 Milliarden US$-Investition auf den Weg

Rahmenvereinbarung für neuen Standort in China unterzeichnet
Dr. Schneider: Kernprojekt zur Realisierung der Wachstumsziele in Asien

Archivmeldung aus dem Jahr 2001
Veröffentlicht: 01.11.2001 // Quelle: Bayer

Bayer setzt auf langfristiges Wachstum in Asien: Mit dem Abschluß eines Rahmenabkommens zur Errichtung eines neuen Werkes in China für 3,1 Milliarden US$ (3,4 Milliarden Euro) stellt das Unternehmen die Weichen für den weiteren Ausbau des Asiengeschäftes. "Ein optimales Netzwerk von Produktionsströmen einerseits und die notwendige kritische Masse andererseits sind wesentliche Faktoren für den Erfolg auf dem Weltmarkt," erläuterte Bayer-Vorstandsvorsitzender Dr. Manfred Schneider in Peking. "Beide Voraussetzungen werden wir in Caojing optimal erfüllen."

Eine Vereinbarung mit der Shanghai Chemical Industry Park Company Ltd. über den weiteren Ausbau des Projekts hat Bayer am 31. Oktober 2001 in der Großen Halle des Volkes in Anwesenheit des chinesischen Ministerpräsidenten Zhu Rongji, des Bundeskanzlers, Gerhard Schröder, und des Bayer-Vorstandsvorsitzenden Dr. Manfred Schneider unterzeichnet. Der Baubeginn für den integrierten Standort in Caojing soll am 2. November 2001 in Verbindung mit der Einweihung des neuen Polymer-Forschungszentrums des Konzerns in Pudong erfolgen.

Das Gesamtvolumen des 1994 eingeleiteten Asien-Investitionsprogrammes des Konzerns wird laut Schneider damit bis zum Jahr 2010 auf rund 6 Milliarden US$ (7 Milliarden Euro) ansteigen. Der Asienanteil am Konzernumsatz soll im gleichen Zeitraum von zur Zeit 16 auf 25 % angehoben werden.

Vor der Pekinger Presse bekräftigte der Konzern-Chef heute die Expansionsabsichten in Asien. "Auch kurzzeitige Wachstumseinbußen in der Region als Folge der momentanen Wirtschaftsschwäche in den Vereinigten Staaten werden auf lange Sicht das große Wachstumspotential in Asien nicht in Frage stellen," sagte Dr. Schneider. Bayer wird daher in den kommenden Jahren weiter erhebliche Mittel in die Enwicklung neuer Produkte und den Bau von Anlagen in Asien investieren, um die Geschäftsbasis in der Region auszubauen.

China kommt dabei besondere Bedeutung zu. Mit jährlichen Wachstumsraten von 17 Prozent im Schnitt der letzten 10 Jahren war die Region China für Bayer einer der am schnellsten wachsenden Märkte weltweit. In fünf Jahren will das Unternehmen den momentanen Jahresumsatz von 1,1 Milliarden Euro mindestens verdoppeln.

Das Rahmenabkommen zur Entwicklung eines integrierter Standortes zur Polymerproduktion im Shanghai Chemical Industry Park im Gesamtvolumen von 3,1 Milliarden US$ (3,4 Milliarden Euro) soll dabei die Basis für weiteres Wachstum bieten. In dem ehrgeizigen Projekt werden mehrere Teilprojekte über gemeinsame Infrastruktureinrichtungen, Rohstoffe und Technologien zu einem integrierten Standort verbunden.

Grundlage der Übereinkunft sind die erteilten bzw. im fortgeschrittenenen Verfahren befindlichen Genehmigungen für die drei wesentlichen Teilprojekte zur Produktion von Lackrohstoffen, Polycarbonat-Kunststoffen, und Polyurethanrohstoffen.

Überblick über die Teilprojekte des Verbundstandortes

Erstes Projekt des neuen Bayer-Standortes Caojing wird der Aufbau von Anlagen zur Herstellung von Lackrohstoffen und Beschichtungssystemen sein, in die Bayer bis zum Jahr 2008 insgesamt 110 Million US$ (122 Millionen Euro) investiert. Für diese Produkte, die Basis für viele wetterbeständige Industriefarben und –lacke sind, werden in einem ersten Schritt zunächst Produktionskapazitäten für Polyisocynanate in Höhe von 11.500 Jahrestonnen geschaffen, die im Jahr 2003 in Betrieb gehen sollen. Es ist geplant, diese Kapazitäten mittelfristig auf 20.000 Jahrestonnen zu erweitern. Darüber hinaus ist vorgesehen, in einer zweiten Ausbaustufe auch Anlagen zur Herstellung des Vorproduktes HDI aufzubauen. Die Business License wurde der Produktionsgesellschaft Bayer Coatings Systems (Shanghai) Company Ltd. im Dezember 2000 erteilt. Die Gesellschaft wird als 100%ige Bayer-Tochter geführt.

Parallel zum Bau der Coatingsproduktion entsteht eine sogenannte Worldscale-Anlage zur Herstellung des Bayer-Polycarbonats Makrolon. Der hitzebeständige und schlagfeste Hochleistungskunststoff findet vielfältige Industrieanwendungen wie z.B. als Trägermaterial für CDs und DVDs, aber auch in der Elektro- und Automobilindustrie. Gemeinsam mit dem Joint-venture-Partner Shanghai Chlor Alkali Company Ltd. wird Bayer einen Produktionskomplex zur Herstellung von 100.000 Jahrestonnen Polycarbonat in zwei Stufen aufbauen.

Die erste Produktionsstraße von 50.000 Jahrestonnen soll 2003 in Betrieb genommen werden; die volle Kapazität wird dann in 2006 erreicht werden. Einschließlich der Anlagen zur Herstellung des Vorproduktes Bisphenol A sowie der geplanten Compoundieranlagen für Mischkunststoffe sind Investitionen von etwa 450 Millionen US$ (500 Milionen Euro) vorgesehen. An der neuen Gesellschaft Bayer Polymers (Shanghai) Company Ltd. hält Bayer 90% der Anteile, Shanghai Chlor Alkali Company Ltd. 10%. Die Business License für das Projekt wurde im September 2001 erteilt. Mit dem Bau der soll am 2. November 2001 begonnen werden.

Das dritte Kernprojekt in Caojing ist ein großer Komplex zur Herstellung von Polyurethanrohstoffen, die in vielfältigen Schaumstoffanwendungen in der Kühlmöbel-, Bau- und Automobilbranche, aber auch für Produkte in der Sport- und Freizeitindustrie eingesetzt werden. Die neue Gesellschaft wird unter dem Namen Bayer Polyurethanes (Shanghai) Company Ltd. firmieren und ebenfalls als 100%ige Tochter des Konzerns operieren. Mit einem Investitionsvolumen von rund 1,1 Milliarden US$ (1,2 Milliarden Euro) sollen in Caojing Kapazitäten von 380.000 Jahrestonnen an Isocyanaten entstehen. Davon werden 230.000 Jahrestonnen auf den Isocyanattyp MDI und 150.000 Jahrestonnen auf TDI entfallen. Neben den Isocyanaten sind Polyole die zweite wichtige Komponente zur Herstellung der vielseitigen Polyurethan-Schaumstoffe. Die geplanten Kapazitäten hier belaufen sich auf 280.000 Jahrestonnen Polyether.

Im August 2001 hat Bayer für den Polyurethan-Komplex mit dem "Principal Project Approval" von der State Development and Planning Commission als zuständiger Genehmigungsbehörde grünes Licht für das Konzept erhalten und im September den sogenannten "Feasibility Study Report" eingereicht. Das Unternehmen rechnet mit dem Abschluß des Genehmigungsverfahrens im kommenden Jahr. Die ersten Anlagen dieses Teilprojektes sollen ab 2005 den Betrieb aufnehmen.

Weitere Teilprojekte des Standortes in der Planung

Im Rahmen des integrierten Standortes im Chemiepark Caojing sind über die oben genannten Projekte mit ihrem Investitionswert von 1,66 Milliarden US$ weitere Großanlagen für Polymere und Basischemikalien vorgesehen. Diese Projekte und der Landerwerb machen zusätzliche 1,4 Milliarden US$ (1,6 Milliarden Euro) der geplanten Gesamtinvestitionssumme von 3,1 Milliarden US$ aus.

Der Shanghai Chemical Park befindet sich auf einem Gelände von ca. 24 Quadratkilometern Größe. Auf dem zum Teil aus dem Meer zurückgewonnenen Land wird der größte Chemiestandort Asiens mit einem geschätzten Investitionsvolumen von etwa 20 Milliarden Euro entstehen. Der Chemiepark liegt ca. 50 Kilometer südlich des Stadtzentrums von Shanghai und verfügt über hervorragende Infrastruktur und Logistikanbindung.

Für Bayer ist der Großraum China mit der Volksrepublik China, Hong Kong und Taiwan der zweitgrößte Markt in Asien nach Japan. In einer ersten Investitionsphase hat Bayer in der Volksrepublik China 12 kleine bis mittelgroße Produktionsgesellschaften aus allen Arbeitsgebieten gegründet. Mit dem Caojing-Projekt leitet der Leverkusener Konzern nun die zweite Invesitionsphase in China ein, die die Entwicklung von weltweit wettbewerbsfähigen Großanlagen für die Polymerproduktion zum Ziel hat.


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