Stadtplan Leverkusen
17.06.2019 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Umzug in neue Feuerwache verzögert sich: Fortsetzung des Probebetriebs erforderlich


Die neue Feuerwache an der Edith-Weyde-Straße ist baulich in weiten Teilen fertiggestellt. Der Umzug in die neue Feuerwache verschiebt sich allerdings voraussichtlich bis in das vierte Quartal. Grund dafür ist die hohe Komplexität der Technik in der Leitstelle, die mit höchster Präzision im Gebäude verbaut werden muss. Dies ist bislang noch nicht abschließend durch das beauftragte Unternehmen erfolgt. In der Leitstelle – dem Herz der Feuerwache – werden die Einsätze gelenkt und disponiert. Neben der Kommunikationsanlage für die Notrufabfrage und den Funk bildet der Einsatzleitrechner den wesentlichen technischen Bestandteil der Leitstelle. Von dort aus werden das gesamte Gebäude und alle anderen Feuer- und Rettungswachen in Leverkusen angesteuert. Dafür muss die Leitstellentechnik noch abschließend mit allen Gebäudeteilen und technischen Ausrüstungen verknüpft werden, um komplett betriebsfähig zu sein.

Probebetrieb und anschließender Umzug
Erst anschließend kann der Probebetrieb fortgesetzt werden – insbesondere auch mit Blick auf das Zusammenspiel der technischen Systeme. Dabei müssen alle Funktionsabläufe von der Notrufannahme bis zum Ausrücken getestet werden. Genauso muss die Funktionsfähigkeit unter Last – etwa bei vielen zeitgleichen Anrufen und unter Berücksichtigung der gesetzlich vorgegebenen Ausrückzeit – erprobt werden. Aus Gründen der Sicherheit ist ein vollständiger, reibungsloser Probebetrieb Voraussetzung, um alle Funktionen vom bisherigen Standort der Hauptfeuer und Rettungswache an der Stixchesstraße umzuschalten und die neue Feuerwache vollständig in Betrieb zu nehmen.

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Probebetriebs beginnt der Umzug von der Stixchesstraße in die Edith-Weyde-Straße. Dann werden zunächst die Branddirektion und die Verwaltung umziehen. In einem sehr kleinen Zeitfenster folgen anschließend die Mitarbeiter des Einsatzdienstes mit den Fahrzeugen. Zeitgleich werden andere Teile der Feuerwehr und des Rettungsdienstes in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt und z.B. an der Stixchesstraße ein Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr stationiert. Nach Abschluss des Umzuges wird die Leitstelle an der Stixchesstraße heruntergefahren und zeitgleich an der Edith-Weyde-Straße in Betrieb genommen. Die Freiwillige Feuerwehr Wiesdorf schließt den Umzugsreigen ab.

Das Gebäude und seine Räumlichkeiten
Die Bruttogeschossfläche der neuen Feuerwache umfasst rund 15.700 Quadratmeter, bei einer Nutzfläche von rund 11.100 Quadratmetern. Der Gebäudekomplex bietet Platz für 57 Fahrzeuge (50 Brandschutz inkl. Freiwillige Feuerwehr, 7 Rettungsdienst) und Abrollcontainer und ca. 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wobei dies im Bedarfsfall auch aufgestockt werden kann. Das Gebäude gliedert sich in verschiedene Funktionsbereiche. In direkter Nähe zur Leitstelle befinden sich gut ausgestatte Einrichtungen für die Führungskräfte wie die Feuerwehreinsatzleitung und den Krisenstab. Weitere Räumlichkeiten bieten zeitgemäße Möglichkeiten zur Aus- und Fortbildung der gesamten Feuerwehr. Dazu gehören etwa ein Brandhaus, eine Atemschutzübungsstrecke oder auch eine Sporthalle. Außerdem umfasst die neue Feuerwache selbstverständlich auch Werkstätten sowie Einrichtungen zur ordnungsgemäßen Desinfektion der Fahrzeuge und deren Einrichtungen.

Projekt in öffentlich-privater Partnerschaft
Die neue Feuerwache wird als Projekt in öffentlich-privater Partnerschaft realisiert. Gemäß Vertrag liegen damit Planung, Bau und Betrieb des Objektes nicht bei der Stadtverwaltung, sondern beim damit beauftragten Unternehmen, in diesem Fall der Madora GmbH & Co. KG mit Sitz in Pullach. Das Projekt ist als Lebenszyklus-Modell auf 25 Jahre abgeschlossen. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 49 Mio. Euro. Zur Finanzierung werden jährlich rund 3,8 Mio. Euro für Bau und Betrieb bereitgestellt. Die Kosten sind im Haushalt veranschlagt. Gemäß Vertrag erfolgen keine Zahlungen nach Baufortschritt, sondern erst nach Abnahme und Übernahme durch die Stadt Leverkusen.


Bei Grundsteinlegung war von Fertigstellung 2018 die Rede

Am 18.3.2019 hielt Baudezernentin Andrea Deppe im Bauausschuß folgendes fest (Zitat nach z.d.A Rat Nr2/2019, Seite 64):
"Ablauf der weitergehenden Terminplanung zum Neubau und zur Fertigstellung der neuen Feuerwache Leverkusen:
- Probebetrieb inklusive dem Test aller Komponenten der Leitstelle ab dem 01.04.2019
- Endgültige Übergabe und Übernahme durch die Stadt Leverkusen nach Beendigung des Probebetriebes bis zum 31.05.2019
- Beginn des Umzuges der Feuerwehr aus der Stixchesstraße als auch aus der Moskauer Straße an den neuen Standort ab dem 24.06.2019 - Umschaltung aller Funktionen von den alten Standorten an die Edith-Weyde-Straße und damit vollständige Inbetriebnahme der neuen Hauptfeuer- und Rettungswache am 03.07.2019"

Die Leiterin Corporate Communications der BAM Deutschland AG, Helga Wahl, teilte per Mail mit: "Wir haben Ihre Anfrage erhalten und bedanken uns für Ihr Interesse. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir aus Datenschutzgründen grundsätzlich keine Auskünfte über vertragsinterne Angelegenheiten geben können.".


5 Bilder, die sich auf Umzug in neue Feuerwache verzögert sich: Fortsetzung des Probebetriebs erforderlich beziehen:
17.06.2019: Eingang Feuerwache
17.06.2019: Bauschutt
17.06.2019: BauContainer
17.06.2019: Feuerwehr, Wegweiser
17.06.2019: Übungshaus


PDFs, die sich auf diese Meldung beziehen:
17.06.2019: Feuerwache verzögert

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Letzte Änderung am 19.06.2019 09:59 von leverkusen.
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