Mehr Einbruchschutz bei vermieteten Wohnungen

"Kölner Polizeistudie" fordert mehr Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft - PP Mathies in den Beirat des Haus- und Grundbesitzervereins berufen

Archivmeldung aus dem Jahr 2016
Veröffentlicht: 19.05.2016 // Quelle: Polizei

Die Polizei Köln und die LEG Wohnen NRW GmbH haben heute (19. Mai) eine enge Zusammenarbeit zum Schutz von Bürgerinnen und Bürgern gegen Einbruch vereinbart. Polizeipräsident Mathies und der Leiter der LEG-Niederlassung Köln Olaf Hagedorn sagten dazu: "Wir bringen hier polizeiliches Wissen um Arbeitsweisen der Täter und Schwachstellen bei Häusern und Wohnungen mit dem Interesse der Wohnungswirtschaft zusammen, Wohnraum anzubieten, in dem sich die Mieterinnen und Mieter sicher fühlen". Der Leiter der LEG-Niederlassung Düsseldorf Uwe Steinbach erläuterte: "Das polizeiliche Wissen geben wir an unsere Mieter weiter, damit diese die Beratungsleistung der Polizei in Anspruch nehmen können." Die LEG verwaltet aktuell einen Bestand von 3.939 Wohnungen in Köln und 1.115 Wohnungen in Leverkusen.

Mathies, Hagedorn und Steinbach unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung in der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle am Walter-Pauli-Ring, in der Spezialisten der Kriminalpolizei jeweils dienstags und freitags Bürgerinnen und Bürger in Gruppen kostenlos über die Möglichkeiten des Einbruchschutzes informieren.

Polizeipräsident Jürgen Mathies sieht in einer engen Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft die Chance, Sicherheit auch für die Menschen zugänglich zu machen, die sich Technik gegen Einbruch normalerweise nicht leisten können oder die Investition aus anderen Gründen scheuen. Olaf Hagedorn will die Empfehlungen der Polizei zum Einbruchschutz sowie zur Gestaltung des Umfeldes der vermieteten Immobilien nutzen, um Sicherheit gegen Einbruch bereits in die Planung von anstehenden Modernisierungen einfließen zu lassen.

Mathies: "Es ist mir wichtig, alle Wohnungseigentümer, die Wohnraum zur Verfügung stellen, beim Kampf gegen die Einbrecherbanden einzubeziehen und sie auch von den langfristigen wirtschaftlichen Vorteilen zu überzeugen, die das Merkmal 'Sicherheit gegen Einbruch' bei der Vermietung von Wohnraum bieten wird". Am 3. Mai wurde Polizeipräsident Mathies in den Beirat Kölner Haus- und Grundbesitzervereins berufen.

Für die Polizei Köln ist es seit 2013 die insgesamt 14. Kooperation mit der Wohnungswirtschaft in Köln und Leverkusen, die darauf abzielt, die Sicherheit im Bestand der vermieteten Wohnungen zu erhöhen. Rund 75 Prozent der Haushalte in Köln und Leverkusen leben in Mietwohnung. "Davon erreichen wir durch die Kooperation mit der Wohnungswirtschaft rund 20 Prozent; das sind annähernd 70.000 Wohnungen in Köln und mehr als 14.000 Wohnungen in Leverkusen", resümiert Mathies.

Wie wichtig die Zusammenarbeit mit gewerblicher und privater Wohnungswirtschaft ist, belegt eine Untersuchung, die Mitarbeiter des Kölner Kriminalkommissariats Kriminalprävention und Opferschutz (KK
KP/O) 2015 in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (FHöV) Köln durchgeführt haben. Rund 350 Menschen unterschiedlicher Alters- und Einkommensklassen, mit und ohne Opfererfahrung, hatten an einer Befragung teilgenommen und Angaben zu ihren Gründen, zur Bereitschaft und zur Art der Investition in Einbruchschutz gemacht.

Dabei hatte sich herausgestellt, dass Verhaltenstipps wie das Verschließen von Fenstern und Türen von den Befragten in allen Alters- und Einkommensklassen größtenteils befolgt werden. Bei der Frage nach dem Grund der Beschäftigung mit dem Thema Wohnungseinbruch waren die eigene Einbruchserfahrung oder ein Einbruch in der unmittelbaren Nachbarschaft bestimmend. Bei der Investition in Technik zeigten sich dann allerdings große Unterschiede. Die einkommensschwächeren Mieterhaushalte zeigten trotz eines gefühlt hohen Risikos, Opfer von Wohnungseinbruch zu werden, geringe Investitionsbereitschaft und bevorzugten "Billiglösungen", ohne vorher kriminalpolizeiliche Beratung in Anspruch zu nehmen.

Polizeipräsident Mathies: "Die Ergebnisse dieser Studie machen deutlich, wie wichtig unsere Kooperationspartner der Wohnungswirtschaft sind. Ich setze auf eine enge Zusammenarbeit. Mit erfolgreicher Ermittlungsarbeit, Hilfe der Bevölkerung durch Hinweise und die Sicherungen der Gebäude gegen Einbruch können wir den Wohnungseinbruch sinnvoll bekämpfen.

Info zu Beratungsangebot: Neben Einzelberatungen unter anderem für Bauherren beraten die Spezialisten Interessierte in Gruppen und vor Ort mit der Mobilen Beratungsstelle. Für Terminvereinbarungen ist das KK KP/O unter der Telefonnummer 0221 / 229-0 oder per Mail (KP-O.koeln@polizei.nrw.de) erreichbar.


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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