Das Grüne Kreuz wächst weiter – „Spiel- und Gartenband“ in Bau – Endausbau aller Flächen bis Sommer 2015


Archivmeldung aus dem Jahr 2014
Veröffentlicht: 07.03.2014 // Quelle: Neue Bahnstadt

Das „Grüne Kreuz“ ist die zentrale Leitidee beim städtebaulichen Umbau des einstigen Bahn-Ausbesserungswerks in Leverkusen-Opladen. Auf jedem Plan zum Projekt neue bahnstadt ist es deutlich zu erkennen – großzügige Park- und Grünflächen, die sich in Form eines Kreuzes in Nord-Süd und Ost-West-Richtung erstrecken. Entstanden ist die Idee vom „Grünen Kreuz“ 2006 im Rahmen des städtebaulichen Wettbewerbs zum Umgang mit der rund 45 Hektar großen Bahnbrachfläche, auf der sich bis 2003 das Eisenbahnausbesserungswerk der Deutschen Bahn befunden hatte. „Erfinder“ des Grünen Kreuzes war die Arbeitsgemeinschaft aus den Büros B.A.S. Kopperschmidt + Moczala, Ingenieurbüro Kühnert und werkgemeinschaft freiraum als 1. Preisträger des damaligen Wettbewerbs.

Die Kernidee lautet: Der wertvolle historische parkähnliche Baumbestand bleibt erhalten und wird in Form eines grünen Kreuzes ausgebaut. Die Grünflächen gliedern dabei die große Gesamtfläche und öffnen das ehemals abgeschlossene Bahngelände für die Bürger. Das neue Stadtquartier mit seinen neuen Wohngebieten im Norden und den Gewerbeflächen im Süden orientiert sich im Endausbau auf eine insgesamt fast sieben Hektar große öffentliche Grünfläche zu. Diese Grünfläche wird nicht nur für die Bürger der neuen bahnstadt, sondern auch für die Nachbarn in Quettingen und Lützenkirchen Erholung, Spiel, Sport, Freizeitvergnügen und Begegnung zwischen Jung und Alt bieten. Schon 2010 startete der Ausbau des Grünen Kreuzes mit der Ost-West-Verbindung „Grüne Mitte“, die heute von Wasserturm und Magazin übers Kesselhaus bis zur Campusbrücke reicht. Jetzt sind die ersten Arbeiten für drei weitere große Grünanlagen gestartet, die bis Sommer 2015 beendet sein sollen.

Wohnungsnaher Spielplatz, robustes Ballspielfeld und Spiel- und Gartenband
Bis Mitte 2015 wird das Grüne Kreuz mit den noch fehlenden Nord-Süd-Achsen komplett fertiggestellt sein. Gesamtbaukosten inklusive Quartiersplatz am KAW: ca. 4,85 Mio Euro. Anfang 2014 fiel jetzt der Startschuss für die „Nord-Süd-Fortsetzung“: Drei große Spiel-, Grün- und Freiflächen werden noch gebaut – ein wohnungsnaher Spielplatz für eher kleinere Kinder zwischen dem „Quartier am Campus“ und dem Wohngebiet, das von der nbso: Paeschke GmbH gebaut wird, ein robustes Ballspielfeld mit entsprechenden Freiflächen in Höhe des Sängerheims und ein großzügiges Spiel- und Gartenband für Jung und Alt, das sich südlich vom Magazin bis zur Campusallee erstreckt. Diese Maßnahme befindet sich aktuell im Bau.

Geschäftsführerin Vera Rottes: „Das Grüne Kreuz ist nicht nur die grüne Lunge in diesem neuen Stadtquartier, sondern auch eine echte grüne Oase. An dieser zentralen Idee ist nie gerüttelt worden, weil eine gute Stadtentwicklung ohne ausreichende Flächen für Spielen, Freizeit, Erholung und Begegnung nicht denkbar ist. Wichtig war uns dabei auch die Anbindung an die umliegenden Wohngebiete und an Opladen über die Campusbrücke.“ Gemeinsam mit Planerin Juliane Kopperschmidt vom Büro B.A.S. sowie Prokurist und Projektleiter Stefan Karl stellte sie die Einzelheiten vor.

„Spielplatzbeteiligung“ als Orientierung für die Landschafts-Planer
Wichtige Anregungen zur konkreten Realisierung, so Stefan Karl, gaben 2012 Mitglieder des Jugendforums Leverkusen, Schulkinder der Remigius-Grundschule, Senioren der GBO-Begegnungsstätte und des CBT Upladin sowie junge Bauherren aus dem Quartier am Campus. Sie nahmen eine Woche lang an einer „Spielplatzbeteiligung“ teil. „Die Teilnehmer haben sich naturnahe Materialien, viel Grün, klassische Spielgeräte, kleine Gärten, Räume zur Begegnung zwischen Jung und Alt, vielfältige Sitzgelegenheiten und eine insgesamt geschützte und sichere Situation gewünscht. Davon werden wir sehr viel umsetzen.“

So besteht das Spiel- und Gartenband aus fünf nebeneinanderliegenden Stationen - einem barrierefreien Steinlabyrinth mit Spieltischen, einem Duftgarten, einem Sand- und Kletterspielplatz, dem Spielplatz „Haltestelle“ und einem „Abrollhügel“ mit Seilbahn und Balancier-Parcours. An den Gärten, in denen auch „Spielgeräte“ für Senioren angeboten werden, führt auf einer ehemaligen Gleistrasse ein asphaltierter und beleuchteter Weg vorbei - zum Radfahren und Skaten. Gesäumt ist der Weg von einer Ziegelsteinmauer, die teilweise noch aus Zeiten des Eisenbahnausbesserungswerks stammt und in Zukunft als Sitzgelegenheit dienen soll. Dahinter wiederum, in Richtung Bahnstadtchaussee und Torstraße, liegen großzügige Rasenflächen – zum Fußballspielen und zum Sonnenbaden. Alle Gärten und Spielstationen sind durch niedrige Hecken gesäumt, Bänke und kleine Plätze, wie vor dem zukünftigen Campus Leverkusen und auch an der Torstraße, bieten ausreichende Sitzmöglichkeiten.

Neben den Anregungen aus dem Beteiligungsverfahren flossen in die Planung der Spiel- und Grünflächen aber auch die Vorgaben für eine langfristige wirtschaftliche Pflege und Unterhaltung durch die Stadt sowie Aspekte der Ökologie und des Artenschutzes ein.

„Die Historie des Ortes lebt in den Freianlagen weiter“
Für B.A.S. Kopperschmidt Moczala ging es bei der Planung, so Juliane Kopperschmidt, auch darum, die Historie des Ortes nicht in Vergessenheit geraten zu lassen: „So war es uns zum Beispiel wichtig, charakteristische Details wie die alte Ziegelsteinmauer zu erhalten und neu als Sitzgelegenheit zu nutzen oder die alten Gleisverläufe als Wege aufzugreifen. Genauso bewusst haben wir uns in zwei Spielanlagen für das Thema „Eisenbahn“ entschieden. So lebt die Historie des Ortes in den Freianlagen weiter.“ So finden sich sowohl im „Spiel- und Gartenband“ wie auch auf dem Spielplatz am Quartier am Campus hölzerne Loks mit Tender wieder.

An die Vergangenheit Opladens als Eisenbahnerstadt knüpft auch die Skulptur „Stahlplastik“ von Raimund Pestemer an, die von der Bahnhofstraße ins Spiel- und Gartenband an eine zentrale Stelle verlagert wird. Auch die in der Bürgerschaft sehr geschätzten 20 Jugendstil-Dachstützen vom Bahnhof Opladen sollen in der bahnstadt eine neue Verwendung finden: Sie umrahmen auf dem Kleinkindspielplatz den „Bahnsteig“ vor der Spiel-Lok und dienen gleichzeitig als Gerüst für eine bepflanzte Pergola. Auf dem Kleinkindspielplatz, so Stefan Karl, finden sich die in der Spielplatzbeteiligung gewünschten klassischen Spielgeräte von der Nestschaukel bis zur Wippe wieder. Eingerahmt wird der Spielplatz von Rasenflächen, blühenden Sträuchern und Bodendeckern. „Insgesamt pflanzen wir zum schon bestehenden Baum- und Grünbestand auf allen drei Spiel- und Freianlagen noch zahlreiche Bäume und Sträucher hinzu – von der Hainbuche bis zum Bienenbaum. Das Herzstück bleibt jedoch der wertvolle Baumbestand, der in die neuen Anlagen integriert wird.“

„Stadion“ für Fußball und Basketball
Etwas „abgeschotteter“ und robuster – im Übergang zum Gewerbegebiet und in Nähe zur zukünftigen Fachhochschule und zum Sängerheim - liegt auf einem künstlichen „Hügel“ der große Bolz-, Skate- und Spielplatz für Jugendliche: In einem allseits mit Gittern geschlossenen „Stadion“ kann Fußball und Basketball gespielt werden. Eine Beton-Bowl und weitere Schikanen sollen für Skater angelegt werden. Wer einfach nur zusehen will, kann sich auf die Rasenflächen legen oder auf die Sitzblöcke niederlassen. Ganz oben vom Hügel kann man vom höchsten Punkt des Bahnstadtgeländes den Blick schweifen lassen.

Zeitplan: Zum Brückenfest 2014 werden die ersten Spielplätze eingeweiht
Das Spiel - und Gartenband soll bis zum Brückenfest am 7. September schon bespielbar sein, der Kleinkindspielplatz im Frühjahr 2015 und der Bolzplatz im Sommer 2015.
Vera Rottes: „Für uns ist der Fortschritt am Grünen Kreuz ein ganz wichtiger Meilenstein. Wir füllen den Plan mit Leben, und wir wissen schon seit langem aus vielen Gesprächen, dass die großzügigen Grün- und Freiflächen ein echtes Pfund für den Standort neue bahnstadt sind.“


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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