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„Symbiosen“: Neue Ausstellungsreihe in der Stadtbibliothek

Veröffentlicht: 07.11.2013 // Quelle: Stadtverwaltung

Von Mitte November 2013 bis Mitte Mai 2014 präsentiert die Stadtbibliothek Leverkusen in sieben Folgen eine neue Ausstellungsreihe mit dem Titel „Symbiosen“.

Hierfür gingen die Stadtbibliothek Leverkusen und der Künstlerkreis arteLEV eine Symbiose ein. ArteLEV, der Künstlerkreis beim Integrationsrat der Stadt Leverkusen, besteht seit 2011 und vereint Leverkusener Künstlerinnen und Künstler mit und ohne Migrationshintergrund für gemeinsame Ausstellungen.

Mit „Symbiosen“ möchten die Veranstalter auf vielfältige Art und Weise demonstrieren, wie sich einzelne Menschen und Ideen durch Begegnung und Austausch gegenseitig ergänzen, inspirieren und an Attraktivität gewinnen: Da sind die Künstler, die durch die Ausstellung in einer Bibliothek neues Publikum erreichen, die Bibliothek, die mit Kunstausstellungen im öffentlichen Raum ihren Besuchern ein weiteres kulturelles Angebot macht, und selbst das Thema der jeweiligen Ausstellung wird durch die unterschiedliche Interpretation der Künstler belebt.

Alle vier Wochen werden jeweils zwei oder drei arteLEV-Mitglieder ihre Werke in der Hauptstelle der Stadtbibliothek zeigen, immer beginnend mit einer Vernissage an jedem zweiten Donnerstag im Monat. Den Auftakt machen Norbert Kaluza (Skulpturen) und Martin Elsässer (Malerei) am 14.11. mit dem gemeinsamen Thema „Hinterm Horizont…“ In die Ausstellung integriert sind die lyrischen Gedanken der Dichterin Petra Christine Schiefer zum Thema.

Beginn der Vernissage: 17:30 Uhr.

Besucherinnen und Besucher der Vernissage am 14.11. sind herzlich eingeladen, die Gedichte von Petra Christine Schiefer in einer Live-Performance zu erleben und mit den Künstlern ins Gespräch zu kommen. Das Duo Katharina Schilling und Lothar Prünte rundet mit Musik die Veranstaltung ab.

Die Ausstellung „Hinterm Horizont…“ kann vom 14.November bis 12.Dezember 2013 zu den Öffnungszeiten der Hauptstelle der Stadtbibliothek besucht werden:

Di - Fr. 11 - 18 Uhr
Sa: 11 - 14 Uhr

Ort: Hauptstelle der Stadtbibliothek in Wiesdorf, Friedrich-Ebert-Platz 3d.
Der Zugang zur Bibliothek befindet sich in der Rathausgalerie.

Über arteLEV
Der Künstlerkreis arteLEV formierte sich 2011 anlässlich einer Gruppenausstellung zur 7. Leverkusener Kunstnacht. Treibende Kraft der Initiative war der Integrationsrat der Stadt Leverkusen und allem voran dessen Vorsitzender Sam Kofi Nyantakyi. Der Gedanke, Leverkusenern Künstler mit und ohne Migrationshintergrund eine Plattform für gemeinsame Ausstellungen zu bieten ist voll und ganz aufgegangen. Mittlerweile nahm die Gruppe mit einem bunten Programm bereits zum 3. Mal an der Leverkusener Kunstnacht teil und begleitete im Juni mit einer Kunstausstellung in den Remisen von Schloss Morsbroich das multikulturelle Europafest.


Über Symbiosen
Das neuste Projekt – ein Ausstellungszyklus mit dem übergeordneten Titel Symbiosen entstand in Kooperation mit der Stadtbibliothek Leverkusen. Diese präsentiert von November 2013 bis Juli 2014 sieben Ausstellungen jeweils zweier Künstler der Gruppe arteLEV.
Der Titel der Reihe ist auch Programm: Mit „Symbiosen“ möchten die Veranstalter auf vielfältige Art und Weise demonstrieren, wie sich einzelne Menschen und Ideen durch Begegnung und Austausch gegenseitig ergänzen, inspirieren und an Attraktivität gewinnen: da wären die Künstler, die durch die Ausstellung in einer Bibliothek neues Publikum erreichen, die Bibliothek, die mit Kunstausstellungen im öffentlichen Raum ihren Besuchern ein weiteres kulturelles Angebot anbietet, und selbst das Thema der jeweiligen Ausstellung wird durch die unterschiedliche Interpretation der Künstler belebt.

Die Ausstellungsreihe beinhaltet 7 Folgen, die jeweils 4 Wochen lang präsentiert und immer mit einer Vernissage mit einem Rahmenprogramm initiiert werden.


Über Folge 1: Hinterm Horizont…
Den Zyklus eröffnet die Ausstellung „Hinterm Horizont…“ mit Werken von Marten Elsässer (Malerei und Radierungen) und Norbert Kaluza (Skulpturen). In die Ausstellung integriert werden die lyrischen Gedanken der Dichterin Petra Christine Schiefer zu dem Thema. Die Künstler gehen sehr unterschiedlich an das Thema heran, interpretieren es auf eigene Art und Weise und die Bibliothek rundet diesen Dialog mit einigen literarischen Empfehlungen ab.

Elsässer über Horizonte:
Die Arbeiten befassen sich mit den Geschehnissen des täglichen Lebens, der Beziehung der Geschlechter, ihren Ängsten und Sorgen. Im Mittelpunkt steht der Mensch mit all seinen Strömungen und Hintergründigkeiten. Dabei wurde immer auf figürliche Motive vertraut und darauf, dass die Malerei eine ganz besondere Projektionsfläche für persönliche und gesellschaftlich wichtige Themen ist.

Kaluza über Horizonte:
Horizonte sind Versprechen und Herausforderung zugleich. Reizt uns das Neue hinter deren Linie, müssen wir auch neue, oft nicht offensichtliche Wege wagen. Mich fasziniert die Suche nach neuen Darstellungsformen für menschliche Gefühle und Emotionen: wie weit kann der Körper auf einige wenige geometrische Figuren reduziert werden ohne dabei seine emotionale Botschaft zu verlieren?


Über Martin Elsässer
Geboren: 1940 in Stuttgart, Deutschland

Ausbildung
1960 Studium an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste in Stuttgart
1963 Tätigkeit als Grafik-Designer und Werbeleiter
1970 Studium an der „Famous-Artist-School“ in Amsterdam

Arbeitsgebiet
Malerei: Öl, Acryl, Pastell, Gouache, Grafiken: Radierungen, Holz- und Linolschnitte, Kalligrafie

Kontakt
Hermann-Ehlers-Straße 38, 51377 Leverkusen
Telefon: 0214 - 57 944
E-Mail: mf.elsaesser@t-online.de
www.elsaesser-martin.de

Der Künstler über sich:
Malen ist für mich die bildliche Form des Nachdenkens, aber auch Erlebnis und Abenteuer zugleich, wenn es gelingt die verschiedenen Wege der Kreativität zum Ungewöhnlichen und Eigenständigen aufzuspüren und umzusetzen.
Dabei habe ich immer auf figürliche Motive vertraut und darauf, dass die Malerei eine ganz besondere Projektionsfläche für gesellschaftlich wichtige Themen ist.
Eine breite Palette technischer und bildnerischer Möglichkeiten gestatten es mir Themen nicht nur in der Malerei, sondern auch im druckgrafischen Bereich, wie Radierungen, Holz- und Linolschnitte bis hin zu monografischen Experimenten umzusetzen.
Es ist ein Wechselspiel von schöpferischer Spontanität und reflektierenden gedanklichem Durchdringen, das mich zum Pinsel oder zur Metallplatte und anderen Druckstöcken greifen lässt.
Dabei findet man Entdeckungen, fernab von gespeicherten Bildern und die Freiräume, die für ein künstlerisches Schaffen notwendig sind.

Über Norbert Kaluza
Geboren 1961 in Krappitz, Schlesien / Polen

Ausbildung
1992 Marketing, Universität Köln
2011 Gründung eigener Agentur für visuelle Konzepte

Arbeitsgebiet
Keramik-Skulpturen, Plastiken im Großformat

Kontakt
Tel.: 0176 - 50 88 88 05
mail@norbert-kaluza.de
www.norbert-kaluza.de

Der Künstler über sich:
Meine Leidenschaft zur Ton und Keramik begann vor über 20 Jahren durch eine zufällige Gelegenheit, an einem Kurs teilzunehmen. Diesem Zufall bin ich bis heute sehr dankbar.
Ich gestalte fast ausschließlich etwa 10 bis 30 cm große Skulpturen, mal mehr, mal weniger abstrakt und fast immer in der Form ziemlich vereinfacht. Meistens belasse ich meine Werke unglasiert, denn die braune Tonfarbe unterstreicht am besten ihren rauen Charakter. Nur manchmal patiniere ich die Skulpturen mit Acrylfarben.
Mein Lieblingsthema ist Skulpturologie – so nenne ich das Spiel mit der scheinbar leblosen Logik geometrischer Figuren. Mit einfachen, jedoch wohl überlegten Formen versuche ich, vertraute Motive auf ein Minimum zu reduzieren, ohne sie dabei ihrer Aussage zu berauben. Es ist ein spannendes Experiment, nach neuen Lösungen einer Aufgabe zu suchen, aber auch die Reaktion der Betrachter zu beobachten.


Über Petra Christine Schiefer
Nach dem Studium von Literatur und Sprachen (Französisch, Spanisch, Deutsch, Portugiesisch,), Kunstgeschichte und Geschichte viele Jahre der Berufstätigkeit in Forschung und Lehre und als Übersetzerin. Promotion 1982.

Seit 2000 künstlerisch unterwegs in der bildenden und der Wort-Kunst und auf der Bühne. Kurse in Malerei bei verschiedenen Malern. Auftritte in freien Theatergruppen in Köln und Umgebung, Lesungen, Rezitationen, Autorentätigkeit.

In der Malerei halte ich es mit Fernando Botero, der sinngemäß sagt, er male nicht die Wirklichkeit, „denn die gibt es ja schon“. Ich lasse mich anregen durch das Eigenleben des Materials: der Farben, der Malgründe (auch der Formate). Malerei ist für mich "Schichtarbeit“: ein Prozess aus Auftragen, Übermalen, wieder Freilegen, Zudecken, Aufdecken.

Ich male u.a. mit Acrylfarben, Pastellkreiden und Pigmenten auf verschiedenen Malgründen (Leinwand, Papier, Malkarton, Faserplatte). Neben Pinseln verwende ich eine Vielzahl von Werkzeugen (Spachtel, Schwämme, Finger...) und Zusatzmaterialien wie Spachtelmasse, Sande, Papiere zum Collagieren.


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