Integrationsrsrat auf Tour


Archivmeldung aus dem Jahr 2011
Veröffentlicht: 26.03.2011 // Quelle: Stadtverwaltung

Bürgermeisterin Eva Lux hielt soeben in der Wiesdorfer Fußgängerzone folgende Rede


"Sehr geehrter Herr Nyantakyi,
sehr geehrte Damen und Herren,

Felix Sturm, Gonzalo Castro, Shelley Thompson, Ali Bulut..
Was haben diese Personen gemeinsam?
Sie sind Leverkusener, sie sind erfolgreich und sie haben einen ausländischen Hintergrund.

Jeder 3. Leverkusener hat einen Migrationshintergrund, ist entweder selbst hierher gekommen oder hat ausländische Eltern.
Geschichtlich gesehen ist Leverkusen durch Zuwanderung entstanden. Die Erfolgsgeschichte unserer Stadt ist ohne ausländische Arbeitskräfte nicht denkbar - und eine erfolgreiche Zukunft auch nicht.

Mehrere Generationen sind voller Hoffnung in unsere Stadt gekommen. Zunächst als "Gastarbeiter" auf Zeit. Und sie sind geblieben. Ihre Familien leben hier. Sie haben hier ihre Heimat.
Wenn von "Ausländern" die Rede ist, dann wird gerne von der italienischen Eisdiele gesprochen und der türkischen Dönerbude. Sie gehören zu unserem ganz normalen Alltag. Von ihren Unternehmen profitieren die Vermieter, die Möbelhersteller, Küchenausstatter, Angestellte, Versicherungssysteme und die Rentenkassen.
Weniger im Bewusstsein sind der Chemiefacharbeiter, die Kauffrau, der Elektriker, Key Account Manager und die Lehrerin, die ganz selbstverständlich hier leben.
Ihnen allen sage ich hier:
Sie haben Großes geleistet. Ich bewundere die Leistung, den unerhörten Fleiß, mit dem Sie sich hier eine Existenz aufgebaut haben.
Trotz mancher Vorurteile, die ihnen entgegen gebracht wurden.
Oder liebenswerte Klischees, wie sie zum Beispiel in dem Beststeller "Maria, ihm schmeckt's nicht" geschildert werden.
Diese Leistung verdient Respekt.
Und ich beziehe ausdrücklich die türkischen Familien mit ein.

In der letzten Woche erst stellte eine Studie fest, wie gut sie sich hier eingelebt haben. Der Konrad-Adenauer-Stiftung zufolge
. akzeptieren hier lebende Türken die Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik inzwischen sogar stärker als Deutsche.
. Über drei Viertel der Befragten sind für verpflichtende Deutsch- und Integrationskurse.
. 91 Prozent meinen, dass Kinder von klein auf Deutsch lernen müssten.
. Und sogar 95 Prozent finden, dass alle türkischstämmigen Kinder vor der Schule eine Kindertagesstätte besuchen sollten, damit sie in der Schule ausreichend deutsch verstehen.
Dennoch empfinden sich viele als "Bürger zweiter Klasse".
Das sind Sie nicht.
Sie sind uns willkommen. Wir brauchen Sie. Und das gilt natürlich für alle, nicht nur für die türkischen Migrantinnen und Migranten.

Den Firmen droht ein Fachkräftemangel. Wir brauchen gut ausgebildete Jugendliche. Wir hoffen, dass Sie, Ihre Kinder und Enkel hier bleiben und sich hier wohl fühlen.

"Leverkusen - Stadt der Integration" nennt sich unsere Stadt. Die große Mehrheit des Rates hat für ein Konzept gestimmt, das neuen Bürgern das Einleben erleichtern soll. Wir wollen ein tolerantes, gleichberechtigtes und friedliches Miteinander.

In den Nachrichten sehen wir zur Zeit täglich, dass Menschen in anderen Ländern ihr Leben riskieren, um für Freiheit und demokratische Rechte zu kämpfen. Dies haben wir schon lange hier. Wir haben Gleichberechtigung, freie Wahlen, Religionsfreiheit, die Selbstbestimmung der Bürger und umfassende Mitspracherechte.

Jeder ist eingeladen, das Leben in unserer Stadt mitzugestalten und Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen. Nur wenn viele sich beteiligen, bleibt unsere Demokratie lebendig und unsere Stadt lebenswert.


Ich weiß, es ist schwer, sich in einem fremden Land zurechtzufinden, wo vieles neu gelernt werden muss.
Rat und Hilfe zu finden ist nicht leicht. Deshalb lädt der Integrationsrat heute ein:
Informieren Sie sich.
Fragen Sie, was für Angebote es gibt.
Fragen Sie nach Ihren Rechten.
Bieten Sie sich als Unterstützer für Neubürger an.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.
Ich wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft."


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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