Den „Totspareffekt“ deutlich machen, ist besser als lamentieren und resignieren

Diskussion zur Gütergleisverlegung in Opladen
Nicht sich sondern für die Sache streiten bis die Entscheidung fällt

Archivmeldung aus dem Jahr 2010
Veröffentlicht: 06.08.2010 // Quelle: AGO

Die AktionsGemeinschaft Opladen (AGO) tritt dafür ein, dass bis zur endgültigen Entscheidung zur Gütergleisverlegung alle politischen wie wirtschaftlichen Kräfte für eine Gütergleisverlegung eintreten. Jetzt heißt es umso mehr, dass alle Kräfte die außerordentliche Bedeutung und den unzweifelhaften wirtschaftlichen Nutzen der Gütergleisverlegung noch einmal und umso mehr für die öffentliche Meinung wie auch für den RP deutlich machen. Ohne Gütergleisverlegung entstünde letztlich nur ein „Totspareffekt“ für Leverkusen. Ein zukunftsorientiertes Regierungspräsidiums sollte dann einer umso klareren Wirtschaftlichkeit nichts entgegenzusetzen haben. Jetzt bereits den Abgesang einzuleiten, ist Wasser auf die Mühlen der Verhinderer.

„Eine Nutzenbetrachtung ist doch bereits in Arbeit, warten wir diese doch einmal ab, um sie dann kritisch zu bewerten“ meint Siegfried Kuhl von der AGO. „Es ist schlicht und ergreifend Pflicht des Regierungspräsidiums, in der Haushaltslage Leverkusens Sparmaßnahmen anzumahnen. Und natürlich wird dann auch die Gütergleisverlegung thematisiert. Man fängt letztlich zu Beginn immer da an nachzuhaken, wo der bedeutendste Ausgabenposten ins Auge fällt. Und dann heißt es zu prüfen, ob er einzusparen ist oder nicht. Ab dann gilt es die zwingende Notwendigkeit einer Investition darzulegen. Vereinfacht stellt sich also die Frage: Ist ein Funktionieren ohne sie möglich? Verzichtet man in der Zukunft auf Erträge oder verliert man gar welche, wenn man nicht investiert? Gibt es andere Investitionen, auf die man stattdessen verzichten könnte? Letztlich ist es ganz einfach.“

„Fängt das Klagen jedoch an, bevor eine Analyse gemacht und eine Entscheidung getroffen ist, oder gibt gar das Streiten für eine Investition nach dem ersten Gegenwind auf, ist das Wasser auf die Mühlen derer, die danach bemessen werden, wie viel Geld sie vordergründig einsparen. Noch einfacher bereitet man deren Argumenten keine Bahn.“

„Die gerade in Gang gekommene Diskussion zur Gütergleisverlegung zeigt umso deutlicher, dass die Vorteilhaftigkeit dieses Projektes noch klarer kommuniziert werden muss. Jedem Leverkusener muss sozusagen von selbst klar werden, dass die Zukunft nicht nur Opladens, sondern ganz Leverkusens entscheidend davon abhängt. Kommt die Gütergleisverlegung nicht, könnte man fast das Bild zeichnen, alle Übergänge nach Quettingen und in die Neue Bahnstadt zuzumauern, weil mit oder ohne Brückenschläge die Entwicklung eh keine Fahrt aufnimmt. Studierende der FH haben dann zwar in Opladen ihre Hörsäle, aber kaufen und feiern weiter in Köln, weil es in Leverkusen keine attraktiven Alternativen gibt. Doch was nützt dann die FH dem Standort?“

„Hier müssen also im wahrsten Sinne des Wortes Zukunftsperspektiven gezeichnet und gerechnet werden, die dem visuell geprägten homo sapiens sapiens, ob als Bürger oder Regierungspräsident, klar und deutlich zeigen, was eine Gütergleisverlegung bedeutet. Es kann nicht sein, dass eine Gütergleisverlegung in Opladen als weniger wichtig zu erachten ist als Rheinpromenadenterrassen oder Nord-Süd-U-Bahn in Köln. Letztere sind jedenfalls nicht zwingend notwendig, damit der Standort Köln überlebt.“

„Doch erst einmal müssen alle Kräfte in die Waagschale geworfen werden, die genau das deutlich machen: Dass ein langfristiges Überleben Opladens genau von der Gütergleisverlegung abhängt. Zudem rechnet sich das auch wirtschaftlich für die Kommune, sei es durch Gewerbesteuereinnahmen oder durch Arbeitsplätze und damit weniger notwendigen sozialen Leistungen etc. oder schlicht und ergreifend durch vermarktbare Flächen. Der Bürger profitiert zudem schon durch die verminderte Belastung durch die dann weiter von der Bebauung weggerückte Gütertrasse.“

„Das zurzeit in Arbeit befindliche Nutzengutachten zur Gütergleisverlegung sollte genau diese Punkte alle aufgreifen. Dessen Ergebnisse sollten der nächste Meilenstein für eine Gütergleisverlegung sein. Dies gilt es abzuwarten und in der Zwischenzeit immer wieder die außerordentliche Bedeutung und Vorteilhaftigkeit der Gütergleisverlegung zu thematisieren, Bilder dazu aufzubauen und dafür zu begeistern.“

„Der Regierungspräsident oder demnächst seine Nachfolgerin müssen sowohl faktisch als auch emotional überzeugt werden, dass eine Verhinderung der Gütergleisverlegung ein Nagel im Sargdeckel Opladens wäre. Ein darbendes Opladen aber zieht ganz Leverkusen mit in die Tiefe. Und dann tritt das, was der Regierungspräsident kurzfristig meint verhindern zu können, eben mittelfristig ein. Gerne nennt man den Effekt auch „Totsparen“. Ergo kann nur eine Gütergleisverlegung dies verhindern. Klingt vielleicht zuerst einmal zu einfach, ist aber so einfach.“

„Die klagenden Abgesänge jedenfalls helfen bei der Überzeugungsarbeit in keiner Weise weiter; und politische Streitereien darüber erst recht nicht. Für die Sache streiten muss die Devise zumindest in dieser Sache lauten, denn hier kann es nur eine Meinung geben; zumindest haben die alle vor der Wahl so gehabt.“


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

Kategorie: Politik
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