
Die Stadtgeschichtliche Vereinigung Leverkusen eröffnet am 17. Mai 2026 in der Villa Römer in Opladen eine neue Sonderausstellung über die historischen Flussquerungen an Rhein, Wupper und Dhünn – und deren Bedeutung bis in die Gegenwart.
Am Sonntag, 17. Mai 2026, lädt die Stadtgeschichtliche Vereinigung e.V. Leverkusen um 11 Uhr zur Eröffnung der Ausstellung „Wege über Rhein, Wupper und Dhünn" in die Villa Römer – Haus der Stadtgeschichte – an der Haus-Vorster Straße 6 in Leverkusen-Opladen ein. Begrüßt werden die Gäste von Gabriele Pelzer, Vorsitzende der Stadtgeschichtlichen Vereinigung, sowie von Bürgermeisterin Annegret Bruchhausen-Scholich. Musikalisch begleitet wird die Eröffnung von Oliver Herzog auf der Gitarre. Die Einführung in die Ausstellung übernehmen die geschäftsführenden Vorstandsmitglieder Walter Montkowski und Gernot Herzog.
Leverkusen liegt unmittelbar am Rhein – und war lange Zeit auch Mündungsort von Dhünn und Wupper in die bedeutende europäische Binnenwasserstraße. Diese geografische Lage hat das Leben der Menschen hier über Jahrhunderte geprägt. Die Ausstellung zeigt, wie sich die Leverkusenerinnen und Leverkusener zu verschiedenen Zeiten Verbindungen geschaffen haben, um zueinander, zu Märkten und zu ihrer Arbeit zu gelangen.
Schiffsleute brachten Personen, Tiere und Güter über die Gewässer – als Marktschiffer nach Köln oder Frankfurt. Am Rhein entstanden aus ersten Überfahrten feste Fährstellen, deren Lage und Bedeutung von Handelswegen und der Entwicklung umliegender Ortschaften abhing.
Zwei historische Beispiele stehen dabei besonders im Mittelpunkt: Die Fährverbindung Hitdorf–Langel existiert seit rund 700 Jahren, seit knapp 100 Jahren als Autofähre. Heute ist sie aus Kosten- und Personalgründen in ihrer Existenz bedroht – obwohl sie für Landwirte, Radwanderer und Autofahrer angesichts maroder Rheinbrücken eine wichtige Verbindung darstellt.
Ein weiteres Beispiel ist die historische Schiffsbrücke über die Wuppermündung, die ebenfalls über 100 Jahre alt und heute noch als Denkmal bewirtschaftet wird. Sie erleichterte einst Wanderarbeitern den Weg zu den Farbenfabriken. Und die erste Brücke über die Wupper nahe dem Rhein ermöglichte Ziegelbrennern, ihre Waren auf kurzem Weg zu liefern.
Die Sonderausstellung ist vom 17. Mai bis zum 23. August 2026 in der Villa Römer zu sehen – samstags von 15 bis 18 Uhr sowie sonn- und feiertags von 11 bis 16 Uhr. Führungen durch die Dauerausstellung „ZeitRäume Leverkusen" sowie durch die Sonderausstellung sind nach Absprache unter der Telefonnummer 02 14 / 2 35 63 möglich.
Die Ausstellung entstand mit Unterstützung zahlreicher Leihgeber, des ehrenamtlichen Vereinsvorstands, des Teams im Stadtarchiv sowie weiterer Förderer.
Baumausstellung endet mit Sing & Swing des Konzertchors „Soundwerk Leverkusen“Villa Römer ab sofort bis auf Weiteres geschlossenVilla Römer über Karneval geschlossen