Stadtplan Leverkusen
05.11.2019 (Quelle: Bayer Behindertensport)
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Neun Bayer-Para-Leichtathleten starten bei der WM


Am 7. November beginnt in Dubai die Para Leichtathletik-WM 2019. Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Tom Sengua Malutedi wird der TSV Bayer 04 Leverkusen mit neun Athletinnen und Athleten das größte deutsche Aufgebot stellen. Parasport-Geschäftsführer Jörg Frischmann hofft auf sechs Medaillen.
Am Sonntagabend wurde die Leverkusener Abordnung mit allen Betreuern von Bayer Middle East zu einer traditionellen Dhow-Bootsfahrt entlang des Dubai-Creek eingeladen, um dort bei einem gemeinsamen Abendessen die Mitarbeiter in den Vereinigten Arabischen Emiraten kennenzulernen. Am nächsten Morgen sprachen Johannes Floors, Irmgard Bensusan und Felix Streng im Bayer Headquarter bei einer Diskussion über ihre Motivation, am Abend fand im Sonnenuntergang neben dem berühmten Burj Al Arab eine Fitness- und Laufeinheit mit David Behre und Johannes Bessell statt. Spätestens dort spürte jeder: In wenigen Tagen startet die WM, die den letzten Höhepunkt vor den Paralympics 2020 in Tokio darstellt.
Johannes Floors, Dreifach-Weltmeister von London 2017, tritt über 100 Meter, 400 Meter und in der neuen 4x100-Meter-Universalstaffel an. Der Athlet von Trainer Karl-Heinz Düe geht über 400 Meter als souveräne Nummer eins der aktuellen Weltrangliste an den Start. Über 100 Meter bekommt er es mit seinen Vereinskollegen Felix Streng und David Behre zu tun. Streng zählt neben Floors und dem wiedererstarkten amerikanischen Weltrekordhalter Richard Browne zu den Topfavoriten, während David Behre bei seinem WM-Comeback auf eine Saisonbestleistung hofft und mit dem Finale liebäugelt.
Im Weitsprung möchte Streng mit Weltrekordhalter Markus Rehm an den Erfolg der Heim-EM im vergangenen Jahr in Berlin anknüpfen. Während Rehm, der weiterhin im Weitsprung in paralympischen Wettbewerben ungeschlagen ist, seinen Titel verteidigen will, peilt Streng erneut das Podest an. Auch wenn die Zahl der 7-Meter-Springer weiter angestiegen ist, sollte das Ziel der beiden Leverkusener realistisch sein.
Léon Schäfer zählt im Weitsprung und über 100 Meter zu den Favoriten. Der 22-Jährige, der in dieser Saison schon zwei Mal den Weitsprung-Weltrekord bei den einseitig Oberschenkelamputierten verbessert hat, freut sich auf das Duell mit dem Dänen Daniel Wagner, dem Japaner Atsushi Yamamoto und dem Südafrikaner Ntando Mahlangu. Es wäre keine Überraschung, wenn in diesem Wettbewerb die magische Marke erstmalig übertroffen wird.
Über 100 Meter ist der Athlet von Karl-Heinz Düe mit einer persönlichen Bestzeit von 12,29 Sekunden als Weltranglistenzweiter gemeldet. Er möchte dem brasilianischen Weltrekordler Vinicius Goncalves Rodrigues Paroli bieten. Doch auch der Russe Anton Prokhorov, der australische Paralympicssieger Scott Reardon und der Däne Daniel Wagner werden im Kampf um Edelmetall nicht chancenlos sein.
Irmgard Bensusan hatte in dieser Saison ebenfalls schnelle Zeiten auf die Bahn gebracht: Weltrekord über 100 und 200 Meter, konstant gut, egal bei welchen Bedingungen. Nun wird sich zeigen, wie sie im Duell mit der niederländischen Europameisterin und Topfavoritin Marlene van Gansewinkel bestehen kann. Speziell über 100 Meter sind die Leistungen in dieser Saison explodiert: Gleich 18 Athletinnen nehmen den Kampf um die WM-Krone auf. Auf ihrer Lieblingsstrecke über 200 Meter sind die Aussichten für die Leverkusenerin am größten. Zweite Bayer-Athletin in diesen Wettbewerben ist Maria Tietze, die bei ihrem ersten WM-Start über 100 und 200 Meter persönliche Bestleistungen anstrebt. Über 200 Meter ist für sie das Finale das erklärte Ziel. Zusätzlich wird sie im Weitsprung am Start sein und hofft auch hier auf einen Finalplatz.
Die zweite WM-Debütantin Nele Moos ist im Weitsprung, über 100 und 200 Meter sowie für die Universalstaffel gemeldet. Für die junge Athletin von Matthias Esser geht es darum, internationale Erfahrung zu sammeln.
Johannes Bessell wird sich gegen die nahezu komplette Weltelite über 1500 Meter behaupten müssen. Der 29-Jährige peilt eine Verbesserung seines Deutschen Rekordes an. Ein Platz unter den Top 8 wäre indes ein riesiger Erfolg für den spätberufenen Mittelstreckler.
Leider muss das TSV-Team nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Frederike Koleiski aus gesundheitlichen Gründen auch auf Tom Sengua Malutedi verzichten. Dennoch hofft Parasport-Geschäftsführer Jörg Frischmann auf ein gutes Abschneiden seiner Athleten: „Wenn alles rund läuft und die Athleten gut mit den klimatischen Bedingungen zurechtkommen, können wir sicher sechs Medaillen gewinnen.“

Startzeiten in Dubai (Deutschland -3 Stunden)
• 7.11.
21.22 VL 200m T64 Bensusan / Tietze
21.40 Finale 1500 m T46 Bessell
• 9.11.
10.43 Finale 200m T64 Bensusan / Tietze
18.06 Finale Weitsprung T38 Moos
• 10.11.
10.04 VL 100m T64 Floors, Streng, Behre
19.39 Finale Weitsprung T63 Schäfer
• 11.11.
19.56 Finale 100m T64 Floors, Streng, Behre
20.12 Finale Weitsprung T64 Tietze
• 12.11.
10.16 VL 100m T64 Bensusan, Tietze
11.57 VL 100m T38 Moos
20.05 Finale 100m T64 Bensusan, Tietze
20.29 Finale 100m T38 Moos
• 13.11.
19.05 Finale 200m T38 Moos
19.31 Finale Weitsprung T64 Rehm, Streng
20.32 VL 100m T63 Schäfer
• 14.11.
11.30 VL 4x100m-Staffel Floors, Behre, Moos
21.05 Finale 4x100m-Staffel Floors, Behre, Moos
• 15.11.
18.53 Finale 100m T63 Schäfer
19.02 Finale 400m T62 Floors


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Letzte Änderung am 16.11.2019 11:51 von leverkusen.
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