Stadtplan Leverkusen
11.10.2018 (Quelle: Stadtelternrat)
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Stadtelternrat Leverkusen bemängelt die unzureichende Kinderbetreuung in städtischen Kindertageseinrichtungen


Laut einer aktuellen Anfrage der SPD-Fraktion wurden bei “insgesamt 154 Gruppen in 39 Städtischen Kindertageseinrichtungen, rund 94 Überbelegungen zugewiesen“. Im Vergleich zur Stadtelternrat-Anfrage zum Jahreswechsel, laut der im November 2017 sechs Gruppen von Überbelegungen mit insgesamt 11 Kindern betroffen waren, zeigt sich eine dramatisch zu nennende Steigerung. Da das aktuelle Kitajahr gerade erst begonnen hat, ist damit zu rechnen, dass weitere Überbelegungen folgen werden oder Kindern ab dem ersten vollendeten Lebensjahr der rechtliche Anspruch auf Betreuung in einer Leverkusener Kita gänzlich verwehrt bleibt.

„Die gesellschaftspolitische Gesamtsituation kann nicht auf dem Rücken unserer ErzieherInnen ausgetragen werden und letztendlich zu Lasten unserer Kinder gehen. Die Stadt sollte dauerhaft für ausreichend Personal sorgen und Ausfälle durch Ersatz-Personal kompensieren können, dafür zahlen wir unsere Steuern und zusätzlich auch noch Elternbeiträge, die teilweise im NRW-Vergleich an der absoluten Spitze liegen“, meint Vanessa Primerano vom SER.

Wenn die Stadt die angespannte Personalsituation erwähnt, verweist der Stadtelternrat darauf, dass die Anstrengungen der Stadt durchaus optimiert werden könnten.
So schließen die Stellenanzeigen für ErzieherInnen und Ergänzungskräfte auf der Website der Stadt, Eltern kleiner Kinder konsequent aus, da bezüglich der Arbeitszeiten ein flexibler Einsatz innerhalb der Öffnungszeiten der Kitas gefordert wird. Wer sein eigenes Kind allerdings selbst bis 16.30 aus einer Kita abholen muss, ist nicht bis 16.30 einsetzbar. Trotz mehrfacher Hinweise des Stadtelternrats wurde die Stellenanzeige noch nicht angepasst. Ebenfalls wird mit der Stellenausschreibung nicht ausreichend kommuniziert, dass durchaus auch andere Berufsstände als „ErzieherInnen“ in Kitas als Fachkräfte oder Ergänzungskräfte einsetzbar wären. Während andere Kommunen deutlich transparenter ausschreiben und sogar Online-Stellenportale für den Öffentlichen Dienst nutzen, beschreitet der Fachbereich eher konservative Wege.
Der SER befürchtet, dass 13 unbesetzte Vollzeitäquivalenzen von denen mindestens 10 dauerhaft von ErzieherInnen aufgefangen werden müssen, nicht unbedingt die Attraktivität des Arbeitgebers „Stadt“ positiv beeinflussen. Hier wäre wohl ein vom Stadtelternrat angeregter Springerpool mit ca. 10 Vollzeitäquivalenzen zielführend um eine Personal- Entlastung herbeizuführen und den Kindern durchgängig den vorgeschriebenen Personalschlüssel zugute kommen zu lassen. Dass sich die ErzieherInnen der städtischen Kitas grundsätzlich Entlastung wünschen, zeigte bereits die Mitarbeiter-Umfrage vom Juli 2017.

Fünf Jahre nach Einführung des Rechtsanspruches auf Betreuung ab dem vollendeten ersten Lebensjahr und ein Jahr nach dem Grundsatzbeschluss des Rates zur Leverkusener Kindertagesbetreuung spitzt sich die Problematik des Platz- und Personalmangels weiterhin zu. Eine deutliche Besserung ist in den nächsten Jahren nicht in Sicht, so dass mehrere Generationen von Kitakindern, deren Eltern und Erzieherinnen davon betroffen sein werden.


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Letzte Änderung am 11.10.2018 23:51 von leverkusen.
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