Stadtplan Leverkusen
14.03.2018 (Quelle: SKF)
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Plakatkampagne gewaltlos.de


Sozialdienst katholischer Frauen Leverkusen e. V. unterstützt Online-Chat für ein Leben ohne Gewalt

Seit 14 Jahren hilft die Onlineplattform gewaltlos.de Opfern von Gewalttaten. Das niedrigschwellige Angebot richtet sich vor allem an Mädchen und Frauen, die Opfer körperlicher und sexualisierter Taten wurden. Zentrales Medium ist dabei der Chat im Internet, der 365 Tage im Jahr geöffnet ist. Anonym und kostenfrei nutzbar, ermöglicht er den Betroffenen einen Austausch mit einer qualifizierten Beratung. Wenn erforderlich, vermitteln diese an weiterführende Einrichtungen. Träger von gewaltlos.de ist der Bundesverband des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), der pünktlich zum Weltfrauentag mit einer Plakatkampagne in 40 Städte bundesweit auf das Angebot aufmerksam macht. Der SkF Leverkusen, als einer der Initiatoren von gewaltlos.de im Jahr 2004 (Beleg fehlt), ist eine davon.
„Niemand hat das Recht übergriffig gegen Mädchen und Frauen zu sein“, erklärt Ute Dirks, Vorsitzende des SkF Leverkusen, das Engagements des Vereins. „Das große Ziel ist daher ein Leben ohne Gewalt für die betroffene Person. Dieses geschieht aber nicht von heute auf morgen.“ So setzt gewaltlos.de auf einen langfristigen Austausch Betroffener und ausgebildeter Berater, um in kleinen Schritten ein Umdenken herbeizuführen. Durch die große Resonanz des Chatangebots bei betroffenen Frauen und Mädchen sieht Ute Dirks das Engagement im Bereich der digitalen Krisenbewältigung bei Gewalt bestätigt. Sie und Kirsten Geroneit-Jepp, Geschäftsführerin des Vereins, möchten daher mit der Plakatkampagne, die pünktlich zum Internationalen Frauentag am 9. März gestartet ist, auf das Angebot an die Gewaltopfer der Stadt aufmerksam machen. „Man muss den Frauen klar machen, welche Rechte sie haben!“, so die Botschaft Ute Dirks und Kirsten Geroneit-Jepp an die Gesellschaft.

Hintergrund:
Hinter gewaltlos.de stehenden 43 Trägervereine des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF). Das Soforthilfeangebot greift auf bundesweit auf 6.500 berufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 149 Ortsvereinen mit 9.000 Ehrenamtlichen zurück und kann bei Bedarf schnell und unkompliziert helfen. Die dem SkF angegliederte Schwangerschaftsberatung, Frauenhäuser, Kindertageseinrichtungen, Mutter-Kind-Einrichtungen und Dienste der Kindertagespflege garantieren dabei die passende Infrastruktur, um den Frauen und Mädchen bei Bedarf qualifiziert zu helfen.
Vorrangige Aufgabe des Chats ist die erste Krisenintervention im Notfall. Danach dient der Chat als Unterstützung zur Selbsthilfe, der Informationsvermittlung, der Stärkung des Selbstwertgefühls und der Vermittlung ambulanter und/oder stationärer Hilfen. Letztlich ist der Austausch unter Betroffenen ein wichtiges Ziel des digitalen Angebots. Dessen Notwendigkeit zeigen die Zahlen aus der zweiten Jahreshälfte von 2017. Insgesamt 8.101 NutzerInnen verzeichnet die Plattform bei insgesamt 54.956 Seitenaufrufen. Gut Dreiviertel der BesucherInnen waren zwischen 25 und 44 Jahre alt. Ein weiterführendes Angebot der Einzelberatung nahmen im genannten Zeitraum innerhalb des Chats 304 und außerhalb des Chats 479 Personen in Anspruch. Die drei Hauptthemen waren psychische und physische sowie sexualisierte Gewalt. In den meisten Fallen begannen aus dem privaten Umfeld, dem Ehemann, Vater und Freund. Immer stärker rückt dabei auch das Thema Cybergrooming in den Fokus. Besonders minderjährige Mädchen und Jungen sind von den meist sexuellen Kontakten über das Internet betroffen.


2 Bilder, die sich auf Plakatkampagne gewaltlos.de beziehen:
15.03.2018: gewaltlos-Plakat
14.03.2018: Kirsten Geroneit-Jepp und Ute Dirks

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Letzte Änderung am 17.03.2018 12:13 von leverkusen.
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