Stadtplan Leverkusen
18.02.2018 (Quelle: Werkselfen)
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Werkselfen besiegen den Deutschen Meister SG BBM Bietigheim


Endlich einmal haben die Bundesliga-Handballdamen von Bayer 04 Leverkusen über 60 Minuten ihr Potenzial abgerufen. Und schon besiegte man den Deutschen Meister SG BBM Bietigheim, aktueller Tabellenzweiter, völlig verdient mit 21:18 (11:9). Es zeichnete sich früh ab, dass mehr als nur ein Achtungserfolg für die Werkselfen drin sein würde. Von der ersten Sekunde an agierten sie diszipliniert, planvoll und immer bereit, an physische Grenzen zu gehen. Davon zeigten sich die Gäste durchaus beeindruckt. Zwar führten sie nach zehn Minuten mit 3:1, doch die Leverkusenerinnen ließen sie und die 900 Zuschauer auf den Rängen spüren, dass sie nichts herschenken würden. “Es war wichtig, dass wir dran geblieben sind”, befand auch Leverkusens Cheftrainerin Renate Wolf, die gar nicht sonderlich viel von außen steuern musste: “Disziplin und Konzentration waren immer da, das spürt man dann auch draußen an der Linie.” Natürlich war die famose Abwehrleistung generell, mit einer Katja Kramarczyk in Weltklasseform im Rücken, der Hauptschlüssel zum Sieg. Darüber hinaus aber zeigte Bayer auch im Angriff, zu was man imstande ist. 21 Treffer lassen erst einmal vermuten, dass doch recht viele Fahrkarten geschossen wurden. Das war aber definitiv nicht der Fall. Bayer leistete sich die wenigsten Fehlversuche seit vielen Partien, spielte aber viele Angriffe einfach nur besonnen und gut durchdacht aus. Manchmal fehlte dann eben eine Sekunde, sodass nicht vernünftig abgeschlossen werden konnte. Aber dies war die Ausnahme. In der 25. Minute traf die immer stärker auftretende Kim Berndt zum 10:7 und bescherte ihrer Mannschaft damit die erste Drei-Tore-Führung.
Bietigheim verkürzte wieder, ehe Amelie Berger eine Sekunde vor dem Pausenpfiff einen Siebenmeter herausholte, den Berndt nervenstark verwandelte. Hellwach starteten die Elfen auch in den zweiten Durchgang, führten durch Jenny Karolius, deren Leistung man ebenfalls das Prädikat Weltklasse verleihen muss, wieder mit drei Toren (13:10). Dann aber holten die Gäste auf, egalisierten zum 13:13. Wer jedoch glaubte, dass sich die Gastgeberinnen dadurch entscheidend irritieren lassen würden, sah sich getäuscht. Mit fünf Treffern in Folge zog Bayer bis zur 53. Minute vorentscheidend auf 18:13 davon, während der Deutsche Meister bisweilen hilf- und planlos wirkte. Und kam er mit seinen Angriffsaktionen doch mal durch, beendete Kramarczyk, die in dieser Phase vier Mal hintereinander glänzend parierte, alle Hoffnungen auf eine Aufholjagd. Ihre nach diesen Situationen stets geballten Fäuste standen exemplarisch für die Einstellung und den Kampfeswillen der Leverkusenerinnen, die auch in der restlichen Spielzeit das Geschehen komplett unter Kontrolle hatten, nicht zuletzt weil Karolius vorne nicht mehr zu stoppen war. Die Nationalspielerin erzielte vier der letzten fünf Elfen-Treffer. “Wir haben den Gegner immer wieder vor neue Aufgaben gestellt. Disziplin, Kampf und die Fähigkeit, jederzeit die Ruhe zu behalten, waren die Schlüssel zum Erfolg. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die gezeigt hat, was in ihr steckt, was möglich ist, wenn alle Rädchen ineinander greifen”, fand Wolf lobende Worte nach der besten Saisonleistung ihrer Schützlinge.

Bayer 04: Kramarczyk, Fehr, Zec – Karolius 7, Berndt 6/5, Jurgutyte 3, Berger 2, Gedroit 2, Bruggeman 1, Seidel, Potocki, Zschocke, Braun, van de Wiel, Jochin.


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Letzte Änderung am 18.02.2018 21:51 von leverkusen.
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