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Wie lockt man Familien in die Natur?

NaturGut Ophoven stellt Untersuchung vor
Veröffentlicht: 14.07.2017 // Quelle: Gut Ophoven

Eltern wünschen sich mehr Anleitung und Inspiration, so ein Ergebnis des Projekts „Familien in die Natur“, dass der Förderverein NaturGut Ophoven e.V. ein Jahr lang in Leverkusen durchgeführt hat. Gemeinsam mit dem Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Ulrich Gebhard von der Universität Hamburg und dem Umweltpsychologen Dr. Dirk Scheffler sowie der Kommunikationsberaterin Janine Steeger wurden die Erkenntnisse am Donnerstagmorgen auf dem NaturGut Ophoven diskutiert.

„Die Freizeit der gegenwärtigen Kindergeneration verlagert sich zunehmend nach drinnen. Familien gehen viel weniger in die Natur“, erklärte die Projektleiterin Ute Pfeiffer-Frohnert vom NaturGut Ophoven. Das seien nicht nur die Erfahrungen des Umweltbildungszentrums, sondern auch Ergebnisse vieler bundesweiter Studien. Obwohl die Bedeutung von Natur für eine gesunde Entwicklung von Kindern unbestritten sei, sehen viele Eltern nicht die Notwendigkeit ihren Kindern diese Zeit zu geben. Mit der Frage, woran das liegt und was Bildungszentren dagegen tun können, beschäftigte sich das Projekt, das von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW gefördert wird.

„Vielen Eltern erscheint Klavier, Englisch oder Ballett sinnvoller als das Spielen am Bach oder der Bau einer Hütte im Wald. Andere Gründe sind volle Terminkalender, Leistungsdruck, Angst vor Gefahren wie Stürzen oder Zecken, aber auch die fehlende Inspiration der Eltern“, so Fasbender. Diese wissen häufig selber nichts mit der Natur anzufangen. Sie brauchen Anleitung und wünschen sich das von Zentren wie dem NaturGut Ophoven.

Viele Kinder wollen in die Natur, man müsse nur die Rahmenbedingungen in den Städten schaffen, ergänzte Ulrich Gebhard. „In Baden-Württemberg werden demnächst die Kommunen dazu verpflichtet Naturerfahrungsfreiräume in den Wohnvierteln zu schaffen, in denen Kinder und Familien Natur erleben und gestalten können“, so der Erziehungswissenschaftler.

Stadtnahe Plätze in Leverkusen wie der Wuppermann Park oder der Neulandpark (wo ist hier Natur?) sollten Angebote für die Familien bieten. „Die Freiräume müssen fußläufig sein, sonst werden sie nicht genutzt“, ergänzte Umweltpsychologe Dr. Dirk Scheffler. Auch Brachen eignen sich als Freiraum für Naturerlebnisse, die ein herkömmlicher Spielplatz nicht bieten könne. Schuldezernent Marc Adomat begrüßte die Idee, diese Freiräume in die Arbeit des NaturGut Ophoven einzubauen.

„Naturerfahrung hat mit gutem Leben und mit Sinn zu tun, weniger mit Umweltaktivismus“, so Scheffler. Entsprechend müsse man das Thema auch vermarkten um erfolgreich zu sein. Natur als „coole Marke“ zu verkaufen würde dem nicht widersprechen, so Janine Steeger, Kommunikationsberaterin für Nachhaltigkeit. Allerdings solle nicht der Naturschutz, sondern die Erfahrung der Kinder im Vordergrund stehen. „Diese frühen Erfahrungen werden im Laufe des Lebens dazu führen, dass Erwachsene sich umweltfreundlich verhalten“, sagte der Umweltpsychologe Scheffler.

Zahlreiche Interviews mit Familien und Fachexperten sowie eine umfangreiche Grundlagenrecherche halfen dabei, das Freizeitverhalten einer modernen Familie besser zu verstehen, um sowohl Naturangebote als auch das Naturmarketing zeitgemäß und attraktiv zu gestalten. „Die Ergebnisse des Workshops zeigen, dass es sich lohnt die pädagogische Arbeit immer wieder wissenschaftlich überprüfen zu lassen,“ so Marc Adomat. Die Projektergebnisse liefern Ansätze, wie Umweltbildungszentren in Deutschland ihr Bildungsangebot weiterentwickeln können.

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