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25.10.2015 (Quelle: Landeskriminalamt)
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Ermittlungsgruppe eingerichtet - Experten des Landeskriminalamtes NRW (LKA NRW) jagen Geldautomaten-Banden


"Es gab bislang 31 Angriffe auf Geldausgabeautomaten (GAA) in diesem Jahr, davon acht Versuche, bei denen die Täter scheiterten. Dies muss beendet werden", erklärte der Direktor des LKA NRW, Uwe Jacob, am Donnerstag in Düsseldorf. "Unter der Leitung von erfahrenen Ermittlern meines Dezernates zur Bekämpfung der Organisierter Kriminalität (OK) habe ich eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, die ab sofort alle diese Straftaten in Nordrhein-Westfalen zentral und umfassend auswerten und analysieren wird, um die Täter zu identifizieren und festzunehmen," so Jacob.

Erste Erkenntnisse aus einer Besprechung mit niederländischen Polizeibeamten vor einigen Tagen im LKA NRW lassen den Schluss zu, dass diese Täter mehreren Gruppen angehören, die in den Niederlanden aufhältlich sind. Die Taten wurden in wechselnder personeller Zusammensetzung begangen.

"Vorrang hat zunächst die Verhinderung weiterer Sprengungen von Geldausgabeautomaten. Wir wollen die Täter identifizieren und deren Strukturen erhellen, um sie festzunehmen", führte der Dezernatsleiter zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität im LKA NRW, Dietmar Kneib, weiter aus. "Bei den Sprengungen wurden teilweise massive Gebäudeschäden verursacht, zum Glück wurden bislang noch keine Hausbewohner oder zufällig vorbeikommende Passanten verletzt. Die Täter flüchteten mit hochmotorisierten entwendeten Fahrzeugen der Marken Audi oder BMW in Richtung Niederlanden, Fluchtfahrten mit drastisch überhöhten Geschwindigkeiten waren keine Seltenheit."

In diesem Zusammenhang wird auch die Anfang September 2015 erfolgte halsbrecherische Flucht eines dunklen Audis von Düsseldorf aus durch das westliche Ruhrgebiet in die Niederlanden, an der zahlreiche Streifenwagen der NRW-Polizei und ein Hubschrauber der Polizeifliegerstaffel NRW beteiligt waren, analysiert. "Wir müssen unbedingt verhindern, dass unbeteiligte Bürger oder Polizeibeamte bei solchen lebensgefährlichen Verfolgungsfahrten gefährdet werden und zu Schaden kommen", so Kneib weiter.

Ein Teil der Geldausgabeautomaten-Sprengungen in NRW 2015 und drei Blitzeinbrüche in Leverkusen (den die Polizei Köln damals allerdings nicht gemeldet hat), Bielefeld und Hagen, die alle im August 2015 begangen wurden, dürften diesen Tätergruppierungen zuzurechnen sein. Sämtliche Sprengungen von Geldausgabeautomaten in diesem Jahr werden durch die Experten der Ermittlungsgruppe zentral ausgewertet, um weitere Hinweise auf die Täter und deren Aufenthaltsorte zu erlangen.

Alle vorhandenen Spuren aus diesen Straftaten werden zentral im Kriminaltechnischen und -wissenschaftliche Institut (KTI) des LKA NRW mit hoher Priorisierung untersucht.

"Wir werden außerdem von unseren bewährten Ermittlungsinstrumenten, die wir zur Bekämpfung der OK einsetzen, Gebrauch machen, um diese Täter zu identifizieren und festzunehmen", führte Kneib weiter aus, "dazu werden uns Kriminalbeamte aus anderen Polizeibehörden und aus verschiedenen Abteilungen des LKA NRW unterstützen. Insbesondere werden wir eng und vertrauensvoll mit den zuständigen niederländischen Polizeibehörden zusammen arbeiten, um zum Erfolg zu kommen."

"Präventionsmöglichkeiten zur Verhinderung von GAA-Sprengungen sollen im Rahmen der Arbeit der Ermittlungsgruppe ebenfalls entwickelt werden. Diese Konzepte werden wir mit den Geldausgabeautomatenherstellern und -betreibern gemeinsam prüfen. Ziel soll es sein, technische Sicherungsmaßnahmen zum Schutz von Geldautomaten weiter zu optimieren und einzusetzen", so LKA-Chef Uwe Jacob.


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Letzte Änderung am 11.07.2017 16:31 von leverkusen.
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