Kinder verlieren ihre Bezugspersonen


Archivmeldung aus dem Jahr 2015
Veröffentlicht: 18.08.2015 // Quelle: Linke

Den Eltern der Kinder, die in der Städtischen Tageseinrichtung für Kinder Pregelstraße betreut werden, ist heute vom Fachbereich Kinder und Jugend der Stadt Leverkusen mitgeteilt worden, dass ihre Kinder aufgrund anhaltender Baumaßnahmen, deren Abschluss nicht in Sicht ist, sowie personeller Engpässe ab dem kommenden Montag an die Standorte Elbestraße sowie Auf dem End ausgelagert werden.
Kinder, die nicht in der Übermittag-Betreuung sind, verbleiben am Standort Pregelstraße in einem bereits fertiggestellten Anbau.
Dass am Standort Pregelstraße Baumaßnahmen von Nöten sind und auch eine energetische Sanierung sinnvoll ist, liegt auf der Hand. Die Kita Pregelstraße ist allerdings schon seit geraumer Zeit von Baumaßnahmen betroffen und der Zustand vor Ort derzeit für alle Beteiligten unzumutbar. Der Zugang zur Kita erfolgt derzeit nur noch über provisorische Rampen und durch Baustellenschmutz hindurch. Warum die Elterninformation zur Auslagerung nunmehr derart kurzfristig erfolgt, ist aus Sicht der Linken unverständlich, da sich die Situation bereits während der ferienbedingten Schließung der Kindertagesstätte abzeichnete.
Nicole Kumfert erklärt dazu: „Allein die Baumaßnahmen stellten schon vor den Ferien eine unzumutbare Belastung für alle Beteiligten dar. Hinzu kommen bereits seit einiger Zeit bekannte Engpässe personeller Art, da unter anderem der Vertrag einer Erzieherin nicht verlängert und dadurch bereits eine Gruppe aufgelöst und der Gruppenraum zum Atelier umgewandelt werden mussten.“
Gerade im Kindergartenalter ist es wichtig, dass Bezugspersonen bleiben und auch die Eingewöhnung in die Gruppen nicht durch äußere Maßnahmen gestört wird.
„Insbesondere aufgrund der sehr heterogenen Zusammensetzung der Gruppen wäre es wünschenswert gewesen, wenn sich die Stadt vorab gemeinsam mit den Betroffenen an einen Tisch gesetzt hätte, um für alle Beteiligten tragbare Lösungen zu entwickeln.“, so Kumfert.
Kumfert selber wurde bereits vor den Ferien von Eltern kontaktiert und darum gebeten, sich die Zustände einmal vor Ort anzusehen. Dieser Bitte ist sie nachgekommen.
Ein erneutes Gespräch mit betroffenen Eltern am heutigen Tag machte noch einmal deren Unmut deutlich.
Dabei wurde seitens der Eltern auch massive Kritik an der Stadtführung laut: „Für Mülleimer in Wiesdorf ist Geld da, für unsere Kinder in Rheindorf nicht.“


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

Kategorie: Politik
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