Platz für „Mehrgenerationen-Wohnen“ in der bahnstadt


Archivmeldung aus dem Jahr 2013
Veröffentlicht: 07.05.2013 // Quelle: Neue Bahnstadt

Singles, Jung und Alt, Paare mit und ohne Kinder, Alleinerziehende und Menschen mit Migrationshintergrund – dies ist die „bunte“ Zielgruppe, die Josef Hennebrüder von der Düsseldorfer „Immobilien Dienstleistungs-Aktien Gesellschaft“ (I.D.G.) ab sofort für die Gründung einer geschlossenen Mehrgenerationen-Nutzergenossenschaft auf dem Gelände der neuen bahnstadt opladen interessieren will. Die Fläche für das Bauvorhaben ist rund 7.000 Quadratmeter groß und liegt im Norden des „Quartier am Campus“ – in direkter Nachbarschaft zum zukünftigen Paeschke-Wohngebiet und zum KAW.

Vera Rottes, Geschäftsführerin der neuen bahnstadt opladen GmbH, stellte heute gemeinsam mit Josef Hennebrüder und Gerhard David von den städtischen Liegenschaften die Eckdaten des Bauvorhabens dar: Die I.D.G, so David, habe mit den Liegenschaften eine auf sechs Monate befristete Reservierungsvereinbarung zum Kauf des Grundstücks abgeschlossen. Innerhalb dieses Zeitraums legt die I.D.G. einen durch die Stadt zu prüfenden Architektenentwurf zur Bebauung des Grundstücks vor, klärt evtl. noch vorhandene Fragen und schließt dann den Kaufvertrag mit der Stadt ab. Vera Rottes: „Uns lag von Anfang an sehr viel daran, einen Teil unseres Wohngebietes Menschen zur Verfügung zu stellen, die sich zu Baugruppen zusammenschließen und alternative Formen des Bauens und Zusammenlebens realisieren. Ein Mehrgenerationen-Projekt passt sehr gut zu uns, und ich hoffe, dass sich über diesen Weg geeignete Interessenten finden lassen.“

Aus diesem Grund, so Vera Rottes, habe die bahnstadt auch gern zugestimmt, dass die I.D.G. über das Projekt direkt vor Ort in einem „Info-Container“ informiert: In individuell verabredeten Gesprächen werden dabei die Möglichkeiten zu Wohnungsgrößen und wirtschaftlichem Aufwand erörtert. Josef Hennebrüder, der in Köln-Widdersdorf im Wohngebiet „Prima Colonia“ erfolgreich das genossenschaftlich organisierte Mehrgenerationenwohnprojekt „Gut-in-Widdersdorf“ mit 75 Wohnungen entwickelt und umgesetzt hat, sieht auch Nachfrage für die bahnstadt: „Das gemeinschaftliche Wohnen und der genossenschaftliche Hintergrund ist für viele Menschen, besonders auch im Hinblick auf ihre Alterssicherung und die demographische Entwicklung, eine interessante Alternative zu herkömmlichen Wohnformen.“ Das von ihm entwickelte Konzept der geschlossenen Nutzergenossenschaft stelle mit vererbbarem Wohnrecht und einer Reduzierung des monatlichen Aufwands nach Tilgung von Fremdmitteln eine echte Eigentumsalternative dar.

In der als Passivhaus im KfW40-Standard neu errichteten dörflichen Gutsanlage in Köln wohnten heute, nach dem Start im Jahr 2011, Menschen aller Altersgruppen.

Gemeinsames und nachbarschaftliches Wohnen - 35 bis 50 Wohneinheiten in Nutzergenossenschaft geplant
Voraussetzung zur „Bewerbung“ für das Projekt in der bahnstadt sei vor allem die Bereitschaft und die Freude daran, gemeinsam und nachbarschaftlich zu leben. So sei in Widdersdorf ein begrünter Innenhof der zentrale Ort, an dem sich alle Bewohner zum Austausch träfen. Die Freiheit zu gehen, bestehe aber in jedem Fall: Jedes Mitglied der Nutzergenossenschaft könne zu jedem Zeitpunkt seine Wohnung und die Mitgliedschaft aufkündigen.

Für die neue bahnstadt opladen stellte Josef Hennebrüder das weitere Procedere vor: „Wir suchen Interessierte für 35 bis 50 Wohneinheiten. Als Startkapital sollte jeder 100 Euro pro Quadratmeter angestrebter Wohnfläche mitbringen.“ Höhere Kapitalbeträge reduzierten den monatlichen Aufwand. Bis zum Herbst 2013 wolle er 50 bis 60 Prozent der künftigen Nutzer gewinnen: „Im Idealfall ist die Anlage Ende 2014 bezugsfertig.“

Die Beratung im Info-Container wird Marisa Garcia-Floriano von der I.D.G durchführen, die selbst auf dem „Mehrgenerationen-Gut“ in Widdersdorf lebt. Terminabsprache über: 0171/71 755 496.


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

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