Bürgermeister Friedrich Busch hat heute zum Europäischen Frühschoppen im CBT-Wohnhaus Upladin folgende Rede gehalten
"Sehr geehrte Damen und Herren,
ich begrüße Sie herzlich zum Europäischen Frühschoppen.
Gleichzeitig möchte ich mich bei unseren Gastgebern bedanken:
In den Medien - den reißerischen wie auch den seriösen Magazinen - machte das Wort vom "Krisenstaat Griechenland" die Runde. Es wird gesprochen von einem drohenden Staatsbankrott. Proteste und Streiks halten die internationale Politik in Atem. Auch der Zerfall der Währungsunion wird an die Wand gemalt.
Gesprochen wird zwar von einem "griechischen Drama". Aber wenig ist die Rede von der klassischen "griechischen Tragödie" als literarisches Erbe der heutigen Kultur. Auch nicht von der antiken Figur Europa aus der griechischen Mythologie, die unserem Kontinent den Namen gab. Erst recht ist wenig zu hören von den Hoffnungen und Werten, die das vereinigte demokratische Europa verkörpert.
Ich danke daher den beteiligten Einrichtungen, dass sie heute Vormittag die Gelegenheit bieten, gemeinsam hinter die Schlagzeilen zu blicken. Es sollen heute keine Sonntagsreden gehalten werden. Die Europa-Union und der Integrationsrat Leverkusen sind vielmehr bekannt für fachkundige Referate und vielfältige Aktivitäten, mit denen sie unermüdlich für das friedliche und respektvolle Miteinander in Leverkusen einstehen. Gemeinsam mit der Volkshochschule bieten sie regelmäßig Informationsveranstaltungen zu aktuellen Themen.
Auch heute haben sie wieder einen ausgewiesenen Kenner der Materie eingeladen, die Hintergründe der aktuellen Weltnachrichten zu erläutern. Ich freue mich sehr, dass ein renommierter Fachmann zu Fragen der europäischen Wirtschaft für einen Vortrag über eines der brennendsten Themen unserer Zeit gewonnen werden konnte.
Herr Professor Paraskewopoulos,
das antike Griechenland gilt als "Wiege Europas" und hat reiche Schätze hinterlassen: eine Geistesgeschichte, gemeinsame Werte und Überzeugungen, die über 700 Millionen Menschen auf unserem Kontinent verbinden.
Sie dagegen haben sich klaren ökonomischen Fakten verschrieben. Die Liste der von Ihnen verfassten Bücher enthält fundierte Wirtschafts-Analysen der letzten vierzig Jahre.
"Amazon" verzeichnet unter anderem Ihre Inaugural-Dissertation von 1972: "Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung als wirtschaftspolitisches Problem in einem Entwicklungsland, dargestellt am Beispiel Griechenlands."
Es findet sich daneben auch der Titel: "Was ist bloß mit den Deutschen los? Wie Deutschland noch zu retten ist".
Sie dürfen daher als kritischer Geist gelten, der nicht auf einem Auge blind ist.
Demnach werfen Sie das Gewicht von Jahrzehnten wissenschaftlicher Forschung in die Waagschale, wenn Sie in Interviews beklagen, der griechische staatliche Sektor sei "bankrott und korrupt", und wenn Sie fordern, die Kanzlerin "solle bei ihrem harten Sparkurs bleiben".
Ich bin gespannt zu erfahren, wie Sie heute zu diesen Aussagen stehen.
Herzlich willkommen!"
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