Aufsichtsrat beauftragt den letzen Bauabschnitt für die Bodensanierung –

Bebauungsplan Nord/West: „Schallschutz für die neue bahnstadt umfassend geprüft“

Archivmeldung aus dem Jahr 2012
Veröffentlicht: 06.07.2012 // Quelle: Neue Bahnstadt

Der Aufsichtsrat der neuen bahnstadt opladen GmbH stimmte gestern der Auftragsvergabe zur Durchführung des dritten und letzten Bauabschnittes zur Bodensanierung auf der Ostseite des Geländes zu: Sie umfasst die von der Stadt erworbenen Flächen unmittelbar östlich und südlich des zukünftigen Campus Leverkusen. Diese Flächen sollen in Zukunft als Grünanlagen, Spielflächen und Verkehrswege genutzt werden. Im Rahmen der seit zwei Jahren kontinuierlich durchgeführten Bodensanierung auf dem Gelände des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks werden auf der Grundlage eines detaillierten Umweltplans vorhandene Auffüllungsböden entfernt, anschließend in Teilen an anderer Stelle auf dem Gelände gesichert wieder eingebaut oder extern entsorgt. Die Sanierung soll noch im Juli starten.

"Grünanschluss" zwischen der bahnstadt und der Wohnbebauung an der Lützenkirchener Straße
Ebenfalls auf Zustimmung stieß die Planung für einen direkten „Grünanschluss“ zwischen der Wohnbebauung an der Lützenkirchener Straße und den zukünftigen Wohnsiedlungen, die wie das „Quartier am Campus“ unmittelbar am „Grünen Kreuz“ gelegen sind. Der bestehende Höhenunterschied zwischen der Wohnbebauung an der Lützenkirchener Straße und dem neuen Stadtquartier in der bahnstadt soll durch eine barrierefreie Rampe mit Fußweg hinunter ins neue Stadtquartier überwunden werden. An ihrem höchsten Punkt wird sie durch einen „Balkon“ gekrönt – einen kleinen Platz mit Bäumen – der einen „Panoramablick“ in die neue bahnstadt möglich macht.

B-Plan Nord/West: "Schallschutz umfassend geprüft"
Als ersten Punkt der Tagesordnung hatte der Fachanwalt Dr. Michael Oerder von der Kölner Anwaltskanzlei Lenz und Johlen - einer renommierten Anwaltskanzlei zum Thema Planungsrecht und Schallschutz bei Bahnprojekten - einen Vortrag zum Bebauungsplan Wohnen Nord/West gehalten. Er wiederholte darin die wesentlichen Aussagen, die er bereits am Montag im Rat der Stadt Leverkusen getroffen hatte: „Eine Gemeinde muss alle notwendigen und ernsthaft in Betracht kommenden Vorkehrungen zum Schutz gesunder Wohnverhältnisse ergreifen und deren Umsetzung im Baugenehmigungsverfahren absichern. Nach unserer Auffassung genügt die hier in Leverkusen vorliegende Planung den gesetzlichen und den von der Rechtsprechung entwickelten Anforderungen.“

Das Leverkusener Bebauungsplanverfahren sei aufgrund der sehr detaillierten Überprüfung dieser Schutzansprüche nicht mit einer Gemeinde in Hessen vergleichbar, der vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof Abwägungsfehler beim Thema Immissionsschutz vorgeworfen worden waren. Ein Urteil, das im übrigen nicht rechtskräftig sei, weil sich die die Stadt und der Antragsteller geeinigt haben.

In Leverkusen hat das Ingenieurbüro Accon in seinem schallschutztechnischen Gutachten mehrere Varianten für den aktiven Schallschutz untersucht und eingehend bewertet. Der B-Plan Wohnen Nord/West sieht vor, die in den Nachtzeiten notwendigen Schallschutzmaßnahmen für die zukünftigen Bewohner durch Schalldämmung an den Gebäuden und Fenstern sowie durch eine schallgedämmte Be- und Entlüftung zu realisieren. Diese Technologie werde insbesondere bei Passiv- und Niedrigenergiehäusern seit Jahren angewendet und diene auch der Energieeinsparung. Im Bebauungsplan werden darüber hinaus in kritischen Bereichen Immissionskonflikte durch den Ausschluss von Wohnnutzungen und entsprechende Grundrissorientierungen vermieden.
Die Situation entlang der Bahn, wie sie sich in Leverkusen-Opladen darstelle, sei grundsätzlich innerhalb eines verdichteten innerstädtischen Raums nicht ungewöhnlich.

Zu Beginn der Sitzung hatte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „Märkische Revision GmbH“ der neuen bahnstadt opladen GmbH für den Jahresabschluss 2011 „ein uneingeschränkt positives Prüfungsurteil“ ausgestellt. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss.


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

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