Europafest


Archivmeldung aus dem Jahr 2012
Veröffentlicht: 24.06.2012 // Quelle: Stadtverwaltung

Bürgermeisterin Josefa Lux eröffnete heute das Europafest Leverkusen im Park von Schloss Morsbroich mit folgender Rede


"Sehr geehrte Damen und Herren,

Vielen Dank an die Bigband der Musikschule „Blechreiz“!

Ich begrüße Sie recht herzlich zum Europafest 2012 hier im Park von Schloss Morsbroich.

Wie Herr Dr. Meyer schon ausführte, ist dies ein besonderes Fest:
vor 25 Jahren, im Jahr 1987, fand das erste Europafest in Leverkusen statt.

Doch im Juni 1987 gab es ein weiteres Ereignis, das letztlich Weltgeschichte machte: Vor dem Brandenburger Tor stand der amerikanische Präsident Ronald Reagan und rief mit Blick auf die Berliner Mauer den russischen Präsidenten auf: „Mr. Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer nieder!“
Niemand konnte sich damals das vereinte Europa von heute vorstellen:
Den größten freiheitlichen Staatenverbund, den wir je auf unserem Kontinent hatten. 27 Staaten bilden gemeinsam das „Europa der Bürger“. Unser demokratisch gewähltes Europaparlament vertritt 500 Millionen Menschen. Mit Freiheiten, für die Menschen in anderen Ländern unter Lebensgefahr auf die Straßen gehen.

An Tagen wie diesen werden gerne sogenannte „Sonntagsreden“ gehalten. Doch es ist wichtig und richtig, einmal innezuhalten und sich auf Dinge zu besinnen, die im Alltag meist für selbstverständlich gehalten werden.

Als Leverkusen das erste Europafest feierte, ging durch Berlin noch eine tödliche Grenze, mit Minen, Stacheldraht und Selbstschussanlagen, die den Riss mitten durch Europa symbolisierte, zwischen demokratischer Freiheit und zentralistischen totalitären Regimen.

An diesem Wochenende vertritt der Oberbürgermeister Leverkusen in unserer Partnerstadt Ratibor zum 10-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft. Zusammen mit der Partnerschaftsinitiative Ratibor und dem Musikschul-Ensemble „Concertino“ ist er bei einem internationalen Städte-Treffen in Polen. Ich bin sicher, dass er von dort viele Eindrücke mitbringt von der Freude der neuen Mitgliedsstaaten darüber, dass sie im freien offenen Europa leben. Das sollten wir trotz aller die Schlagzeilen über die Finanzen nicht vergessen.

Zeitgleich mit Ratibor feiern wir also hier in Leverkusen das Europafest.
Und ich möchte betonen:
Wir feiern ein Fest.
Denn Europa gilt es zu feiern.
Über alle Grenzen hinweg haben wir seit der Antike eine gemeinsame Geistesgeschichte, teilen gemeinsame Werte und Überzeugungen und genießen die längste Periode von Frieden, Freiheit und Wohlstand auf unserem Kontinent.

Europa ist ein großartiger Ort zum Leben.

Mein Dank gilt den rührigen Mitgliedern der Europa-Union und ihrem Vorsitzenden Herrn Dr. Meyer, dass Sie wieder mit den Leverkusener Vereinen dieses schöne Fest organisiert haben.
Die Europa-Union loben zu wollen, hieße Eulen nach Athen tragen.
Die Europa-Union ist Initiator der heutigen Veranstaltung. Und sie ist in Leverkusen seit langem wohlbekannt für ihr Engagement und ihr Werben für den Europa-Gedanken.

Dies Fest wird ermöglicht durch die gute Kooperation mit dem Integrationsrat und KulturStadt Leverkusen.
Es wird erst möglich durch die Beteiligung der zahlreichen Vereine und Gruppen, die sich hier mit ihren Aktivitäten einbringen, durch Tanz, Gesang und ihre Spezialitäten.
Sie alle haben ihren Anteil an diesem friedlichen, fröhlichen Fest der Kulturen.

Leider ist es nicht möglich, in meiner Begrüßung alle Beteiligten so zu würdigen, wie es ihnen eigentlich gebührt. Ich kann Sie nur auffordern, die Stände zu besuchen, das Programm zu genießen und die Gelegenheit zum Gespräch zu nutzen.

Danke nochmals an alle, die heute zum Gelingen dieses Fests beitragen.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag
Und ein schönes Europafest."


Anschriften aus dem Artikel: Albert-Einstein-Str 58, Alte Landstr 129

Kategorie: Kultur
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