Bereits am Silvesterabend (31. Dezember) ist die Polizei mit Hilfe eines Autoservices auf die Spur eines Unfallflüchtigen in Leverkusen-Quettingen gekommen.
Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr der BMW-Fahrer (47) gegen 20.30 Uhr die Quettinger Straße von der Lützenkirchener Straße kommend in Richtung Borsigstraße. Der 47-Jährige war in Begleitung dreier Kinder im Alter von 10, 12 und 15 Jahren.
Laut Zeugenangaben kam der BMW im Bereich der Kreuzung Am Hagelkreuz/ Feldsiefer Weg zunächst von der Fahrbahn ab und überfuhr eine Verkehrsinsel. Dabei prallte der Wagen gegen einen Poller und ein Verkehrsschild. Der 47-Jährige setzte seine Fahrt allerdings fort, ohne sich um den Unfallschaden zu kümmern.
Während des Unfalls wurden sämtliche Airbags im Fahrzeug gelöst, so dass automatisch ein Notsignal an die Zentrale des BMW-Services gesendet wurde.
Eine Mitarbeiterin nahm umgehend telefonischen Kontakt zu dem Unfallfahrer auf. Dieser erklärte dann zwar einen Unfall gehabt zu haben, dennoch bräuchte er keine Hilfe. Der Aufmerksamen kam dieser Umstand ungewöhnlich vor, so dass sie die Polizei in Leverkusen alarmierte.
Die eingesetzten Beamten trafen zunächst auf die drei Kinder im Bereich der Bushaltestelle auf der Quettinger Straße. Die drei erklärten den Polizisten, dass der Unfallfahrer sie auf massives Drängen aussteigen ließ. Er selbst allerdings seine Fahrt unbekümmert fortsetzte. Die Jungen informierten dann ihrerseits ihre Mutter, die unmittelbar zur Unfallstelle eilte.
Eine weitere Streifenwagenbesatzung stellte schließlich den 47-Jährigen, der zu Fuß im Bereich der Straße 'Im Dasladen' unterwegs gewesen ist. In unmittelbarer Nähe befand sich auch der liegengebliebene BMW, der vermutlich aufgrund des Unfallschadens nicht mehr fahrbereit gewesen ist.
Bei dem Unfallfahrer wurde Atemalkoholgeruch festgestellt. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von mehr als 1,3 Promille. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und der Führerschein sichergestellt. Der 47-Jährige muss sich nun in einem Strafverfahren verantworten. Bisher machte er keine Angaben, er lässt sich anwaltlich vertreten.
Die Kinder blieben bei dem Unfall körperlich unverletzt, sie erlitten jedoch einen Schock. Sie wurden in die Obhut ihrer Mutter gegeben und werden psychologisch betreut.
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