Stadtplan Leverkusen
16.09.2010 (Quelle: Handball-Elfen)
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Historische Pleite - 28:41 in Leipzig


„In Leipzig haben wir nichts zu verlieren“, hatte Renate Wolf schon vor der Partie geahnt, dass es ein schwerer Gang beim Ligaprimus werden würde. Es wurde vor allem aufgrund einer schwachen Leistung in der zweiten Halbzeit eine deutliche Niederlage, die mit dem Endstand von 41:28 (20:14) aus Sicht des HCL auch in die Rekordlisten dieses Duells ihren Eintrag findet, denn niemals ging ein Duell dieser beiden Teams derartig deutlich aus. Leipzigs bislang höchste Siege standen bislang mit 34:25 (95/96) und 31:22 (05/06) zu Buche, die Elfen konnten in der Saison 03/04 einmal mit zwölf Toren (32:20) gewinnen.

Anna Loerper (10/1) und Laura Steinbach (6) waren die erfolgreichsten Torschützinnen der Bayer Handballerinnen, bei Leipzig ließen sich vor allem Karolina Kudlacz (10/3) und Ania Rösler (8) am häufigsten. „In der ersten Halbzeit haben wir uns ganz anders präsentiert als gegen Buxtehude. Wir haben dann allerdings einige Chancen nicht genutzt und dann ein paar leichte Gegentore kassiert. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann allerdings abschlachten lassen“, fasste Renate Wolf den Spielverlauf zusammen.

„Sich anders präsentieren als am letzten Sonntag gegen Buxtehude“ und das, obwohl mit Denisa Glankovicova wegen einer Knieverletzung eine weitere Stütze wegbrach, war die selbst gesteckte Maßgabe der Elfen. Der Start in die temporeiche Partie glückte, Laura Steinbach feuerte den Ball an Katja Schülke vorbei zum 0:1, doch Leipzig hatte durch Kudlacz eine schnelle Antwort parat. Glatte neunzig Sekunden waren gespielt, als Ex-Elfe Anne Müller beim 2:2 ihren ersten Bundesligatreffer gegen Leverkusen erzielen konnte und Natalie Augsburg brachte beim 3:2 den HCL erstmals in Führung.

Doch die Elfen boten Leipzig Paroli, der Meister unterstrich seine Titelambitionen und gab den Elfen einen Geschmack darauf, was sie in der Königsklasse erwartet. Jeder Fehler wurde gnadenlos bestraft. Katja Schülke glänzte hinter einer stabil stehenden Deckung und Leipzig konnte sich nach drei Treffern in Folge durch Lyksborg, Rösler und Eriksson zum 7:4 (8.) erstmals etwas Luft verschaffen. Abschütteln ließen sich die Elfen jedoch nicht, bis zum 14:12 (21.) durch Marlene Zapf deutete nichts auf die sich anbahnende hohe Niederlage hin. Die Schlussphase gehörte dann jedoch dem HCL, der noch vor dem Seitenwechsel die 20 Tore voll machte und mit einem Vorsprung von sechs Toren in die Pause ging.

Nachlässigkeiten, wie noch zum Ende der letzten Saison im Hinspiel des Meisterschaftsfinales, leistete sich Leipzig diesmal aber nicht. Hochkonzentriert agierte der HCL, lief die Gegenstöße reihenweise und lag zwanzig Minuten vor dem Ende erstmals mit zehn Toren vorne. Karolina Kudlacz hatte mit einem Doppelschlag zum 27:17 getroffen. Die Bayer Handballerinnen kamen aber noch einmal zurück und kämpften sich noch einmal auf sieben Tore (31:24) heran. In den letzten zwölf Minuten stellte Leipzig aber noch einmal eindrucksvoll die Kräfteverhältnisse klar und schickte die Elfen mit einer historischen Niederlage auf die lange Reise nach Dänemark, wo am Wochenende die Qualifikation um die Champions League auf dem Programm steht.

HC Leipzig – TSV Bayer 04 Leverkusen 41:28 (20:14)

Leipzig: Schülke, Plöger
Haugen 1, Ulbricht 3, Lyksborg 6, Augsburg 4, Daniels 1, Schulze, Kudlacz 10/3, Rösler 8, Müller 4, Kiedrowski

Leverkusen: Glaser, Woltering
Byl 3, Zapf 3, Egger 3, Hambitzer, Krüger 1, Garcia 1, Loerper 10/1, Bönighausen 1, Schriever, Steinbach 6, Jochin


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Letzte Änderung am 24.11.2019 23:29 von leverkusen.
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