Stadtplan Leverkusen
25.06.2010 (Quelle: TSV Bayer 04)
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64,53 Meter: Der Knoten bei Katharina Molitor ist geplatzt


Mit 64,53 Metern hat Bayer 04-Speerwerferin Katharina Molitor im heimischen Leverkusener Stadion nicht nur ihre bisherige Bestleistung von 62,69 Metern pulverisiert, sondern auch die EM-Norm für Barcelona (Spanien; 26.7.-1.8.; 61,00 m) deutlich übertroffen. Auch mit ihrem zweitbesten Versuch von 64,08 Metern hätte sich Molitor den klaren Sieg vor ihrer Trainingspartnerin Linda Stahl (59,94 m) geholt. Auf Platz drei landete Mareike Rittweg (LV 90 Thum) mit 57,25 Metern, vor der dritten Bayer-Werferin im Feld, Sarah Nöh (47,60 m).

„Ich war richtig heiß auf den Wettkampf, denn ich wusste, dass ich gut drauf bin“, sagte Molitor, hatte dabei aber eher in Richtung der 61,00 Meter spekuliert. „Dass es nun zweimal über 64 Meter ging, ist natürlich umso besser.“ Mit ihrer bisherigen Saisonbestleistung von 60,07 Metern musste die Olympia-Achte zugeben, dass sie sich im Vorfeld schon etwas Sorgen um die EM-Qualifikation gemacht hatte.

Dies muss Molitor nun nicht mehr, denn mit ihrer Leistung schob sie sich auf Rang Fünf der europäischen Jahresbestenliste vor und reihte sich unmittelbar hinter der nationalen Spitzenreiterin Christina Obergföll (LG Offenburg) ein. Überhaupt scheint das eigene Stadion ein gutes Umfeld für weite Würfe zu sein, denn die bisherige Bestleistung hatte Molitor ein Jahr zuvor beim Bayer-Meeting aufgestellt. Der Hausrekord von Linda Stahl (66,06 m) ist bereits zwei Jahre alt und stammt ebenfalls von der Leverkusener Fritz-Jacobi-Anlage.

Dass Stahl diesmal die 60-Meter-Marke nur um sechs Zentimeter verpasste und in der deutschen Jahresbestenliste von ihrer Vereinskollegin auf Rang Drei verdrängt wurde, nahm sie gelassen auf. „Der Wettkampf war heute komplett auf Katharina ausgerichtet. Zumal ich auch durch das Studium noch etwas kaputt war“, sagte die WM-Sechste. Die Spanien-Norm ist für sie zudem kein Thema mehr, denn die konnte sie in den letzten Wettkämpfen gleich mehrfach abhaken. Der weiteste Wurf gelang der Medizinstudentin dabei mit 62,65 Metern vor drei Wochen in Dessau.

Mit Obergföll, Molitor und Stahl haben bisher drei Speerwerferinnen die EM-Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) erfüllt. Damit stehen die Chancen sehr gut, dass dieses Jahr erstmalig beide Leverkusenerinnen beim internationalen Saisonhöhepunkt gemeinsam dabei sind. So haben sie schon vereinbart, sich in Barcelona ein Zimmer zu teilen. In den vergangenen Jahren hatten sich Molitor und Stahl jeweils abwechselnd qualifiziert, Stahl trug bei den Weltmeisterschaften 2007 und 2009 das Nationaltrikot, Molitor war 2008 bei den Olympischen Spielen in Peking dabei.

Den parallel ausgetragenen Hochsprung-Wettbewerb gewann der Deutsche Jugendmeister Mateusz Przybylko mit 2,10 Metern, vor Marc Dittmann (2,00 m). Bei den Frauen setzte sich die Kölnerin Alexandra Plaza vor Linda Zuber (beide 1,70 m) durch.

Die kompletten Ergebnislisten gibt es unter www.tsvbayer04-leichtathletik.de.


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Letzte Änderung am 27.10.2020 19:48 von leverkusen.
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