Rathausgalerie ist das Plazebo während der Zirkus um ein Zelt in Opladen gastiert

Befürchtungen nehmen weiterhin wahre Gestalt an: „Die Region reicht bundesweit“ , „Auflockerung der City“ und „Zeltezirkus“ sind die aktuellen Konzeptansätze für die Innenstadtbelebung

Archivmeldung aus dem Jahr 2010
Veröffentlicht: 15.01.2010 // Quelle: AGO

Neuerliche Berichte über den weiteren Fortschritt in Bau und Besatz der kommenden Rathausgalerie zeichnen ein schon deutlich besseres Bild der Realität als diese in den Visionen bei der ursprünglichen Planung des Komplexes gezeichnet wurde. Nicht nur, dass immer mehr Einzelhandel einfach nur innerhalb Wiesdorfs wechselt und an anderer Stelle somit für Leerstände sorgt. Auch die seinerzeit angekündigte Beschäftigungswelle für lokale Unternehmen in der Bauphase sorgt für gegenteilige „Überraschungen“. So sind etwa Handwerker aus der gesamten Republik im Einsatz, so dass die Erfolgsmeldungen schon Langenfelder Handwerker als lokale Kräfte vorweisen müssen, um wenigstens das Adjektiv „regional“ einzubinden. All das ist eine Entwicklung, die Kundigen schon immer hätte klar sein müssen. Jetzt wird voraussichtlich wieder die Karte gezückt, wie magnetisch doch das neue Einkaufscenter aufs Umland wirken wird. Auch das darf ganz klar nachhaltig bezweifelt werden.

Pragmatismus vermisst die AktionsGemeinschaft Opladen (AGO) betreffend möglicher Lösungen um die aufgekommene Diskussion zu den Zeltbauten des Opladener Dom-Gartens. Man könnte alles in allem meinen, die neuen Einzelhandels- und Innenstadtkonzepte Leverkusens sind überschrieben mit: „Die Region reicht bundesweit“, „Auflockerung der City tut gut“ und „Zeltezirkus belebt den politischen Disput“.

Nicht nur Saturn und C&A ziehen aus anderen Lagen Wiesdorfs in die neue Rathausgalerie. Jetzt vernimmt man auch, dass Drogeriemärkte, Kämpgen, H&M und andere innerhalb Wiesdorfs den Standort wechseln werden. Der zunehmende Eintritt der Realität hat die unsinnigen Visionen im Vorfeld mittlerweile mehr als eingeholt. Dass dies passiert, bedurfte keines Orakels, das ist einfach nur logisches Denken und gesunder Sachverstand, der auch vor Jahren schon und immer wieder weitergetragen wurde, jedoch hinter „rosaroten Brillen“ – ob schlicht oder gezielt – überhört wurde. Vielleicht versperrte aber auch ein gezeichnetes Ufo den Blick für realitätsnahe Einschätzungen. Nach wie vor stellt sich hier natürlich auch die Frage, wie die Vereinbarungen zwischen ECE und Stadt Leverkusen tatsächlich aussehen.


Wie man Medienberichten immer wieder entnehmen kann, schreiten nicht nur Hoch- und Tiefbauten mächtig voran. Auch der Innenausbau gewinnt zunehmend Aktivität zum nahenden Eröffnungstermin hin. Da hört man dann z.B. von Handwerkern aus Mecklenburg-Vorpommern und aus dem Niederbergischen. Wer erinnert sich da nicht gerne an die hehren Versprechungen und Visionen ob des Beschäftigungsbooms für lokale Handwerksbetriebe durch die Baustelle. Es ist ja immer wieder von rund 1.000 neuen - und damit sollten hoffentlich auch im Saldo „neue“ gemeint sein - Arbeitsplätzen die Rede gewesen. Auch hier hätte der Realitätssinn der globalisierten Welt von Anfang an die Sonntagsreden erkennen können und müssen. Da auch hier die Realität an allen vorbeigezogen ist, werden nun schon Handwerker aus Langenfeld bemüht, um wenigstens ein bisschen „Regionales“ einzustreuen.

Jetzt wird ob dieser Fehlprognose auf der einen Seite wieder auf der anderen Seite argumentiert werden, wie anziehend das neue Einkaufscenter auf das Umland wirken wird und es werden sicher wieder einzelne Langenfelder, Leichlinger und Burscheider mit frohen Erwartungen beschrieben werden. Natürlich werden Neugierige kommen. Dann werden die feststellen, dass auch in der Rathausgalerie die standardmäßigen Anbieter vertreten sind. Was wirklich maßgeblich zählbar als Zugewinn bleiben wird, sind vielleicht architektonisch Neugierige und die, die ein Dach über dem Kopf beim Einkaufen vorziehen. Die aber werden dann auch im Komplex des Centers einfahren, dort verweilen und wieder von dannen ziehen. Und ob ein Dach über dem Kopf „Kundenberge“ versetzt, könnten ja auch bereits die Luminaden und die City C unter Beweis stellen.

Die weitere Entwicklung zeichnet sich auch schon ab, wenn man einfach mal darüber nachdenkt, was logischerweise passieren wird. Oder man fährt etwa nach Remscheid und schaut sich mal am „alten“ Einzelhandelsstandort dort um.

Betreffend die Diskussion um genehmigte oder ungenehmigte, sicherheitsgefährdende oder nicht gefährdende Zeltanbauten des Opladener Dom-Gartens bleibt der AGO nur anzumerken: Letztlich spiegeln sich darin die widersinnigen und realitätsfremden Gesetzesüberlegungen zum Nichtraucherschutz. Gäbe es diese nicht, sondern überließe man es dem unternehmerisch denkenden Gastronomen selbst, ob er gegebenenfalls auf rauchende oder nichtrauchende Gäste verzichtet, gäbe es sicher auch die Diskussion um die Zelte des Dom-Gartens nicht. Was übrigens auch für viele andere Gastronomiebetriebe in Deutschland gilt, die vor den teils katastrophalen Folgen der Gesetzesvorschriften kapitulieren müssen oder schon mussten.

Sicher sind die Zeltanbauten am Dom-Garten kein optisches Highlight und behinderten im Falle des vorübergehend zweiten Zeltes so manche Sichtachse. Sicher ist auch, dass man einen solchen Komplex vielleicht kein zweites Mal in der Form an dieser Stelle planen würde. Doch das sind von der Gegenwart „überholte Sünden“ der Vergangenheit.

Sicher aber sollte man doch einmal über Lösungsmöglichkeiten nachdenken, die alle Seiten zufriedenstellen. Ob durch bauliche Veränderungen oder Konventionen, ob durch Glaswände eine Lösung geschaffen würde oder durch klare Regelungen, was geht und was nicht. Hier scheint zumindest erheblicher Klärungsbedarf, denn so richtig eindeutig schien es wohl bislang nicht.

Sicher ist, dass die derzeitige Situation auch dem Winter geschuldet ist, denn bis dahin war weitestgehend ein gelebter Kompromiss vorhanden. Und der Betreiber war auf dem Wege ansprechendere Lösungen umzusetzen. Das liegt per se in seinem Interesse als Geschäftsmann. Ich denke, hier sollte man ansetzen, Lösungen zu suchen und zu finden.

Aus den politischen Lagern kommt bis jetzt nur „Dafür“ oder „Dagegen“, was ja das wahre Kerngeschäft der Politik ist. Die AGO hofft und setzt darauf, dass im „Hinterkopf“ aber doch kreativere Ansätze vorliegen, die die Situation ansprechend, vernünftig und für alle Seiten befriedigend lösen lassen. Dass der Betreiber daran interessiert ist, hat er bekundet und dürfte außer Frage stehen.

Es gilt also mal wieder die Regel: „In der Mitte liegt die Wahrheit.“ Eine vernünftige Mitte zu finden, liegt im Interesse der Sache der AGO; dazu ist sie gerne bereit, mögliche Lösungen mit zu diskutieren und zu helfen, eine tragbare Lösung zu gestalten.

Eines steht in jedem Fall fest: Der Dom-Garten ist nun mal Bestandteil der Fußgängerzone, muss attraktiv besetzt sein und in das Gesamtbild passen, darf auf keinen Fall als Glasvitrine leer stehen.


Anschriften aus dem Artikel: Alte Landstr 129, Albert-Einstein-Str 58

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