Stadtplan Leverkusen
11.08.2009 (Quelle: Stadtverwaltung)
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Leverkusen ist Modellstadt beim „Aktionsprogramm Kindertagespflege"


Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) legte am 15. Oktober 2008 den Grundstein für die erste Säule des „Aktionsprogramms Kindertagespflege". Das aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanzierte Programm begleitet den qualitativen und quantitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung mit dem Ziel, die frühkindliche Förderung zu verbessern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Zugleich soll potenziellen Tagespflegepersonen ein Anreiz geboten werden, sich für diesen Beruf zu entscheiden und zu qualifizieren.
Zur Gewinnung, Qualifizierung und Vermittlung von Tagespflegepersonen werden bundesweit ca. 170 Modellstandorte gefördert. Diese müssen nicht zwangsläufig in solchen Kommunen angesiedelt sein, die alle Fragen rund um die Kindertagespflege bereits perfekt gelöst haben. Im Gegenteil: gefragt sind Konzepte gerade solcher Kommunen, die noch einen hohen Bedarf an Tagespflegepersonen und Interesse an einer Weiterentwicklung der Kindertagespflege haben.
Die Aufgabe der Modellstandorte besteht in der Entwicklung eines lokalen, arbeitsmarktpolitischen Gesamtkonzepts zur Gewinnung und Vermittlung des für den quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagespflege erforderlichen Personals. Dieses soll eine umfassende Grund- und Weiterbildung nach den Richtlinien des DJI - Curriculums durchlaufen.
Eine weitere Aufgabe ist der qualitative Auf- und Ausbau einer lokalen Infrastruktur sowie fachliche Begleitung der Tagespflegepersonen.
Ein wichtiger Bestandteil des zu entwickelnden Konzeptes ist eine bedarfsgerechte und niederschwellige Vermittlung.
Die Betreuung der Kinder selbst ist nicht Gegenstand der Förderung, da diese zu den Pflichtaufgaben der Kommune zählt und deshalb nicht aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert werden darf.
In Leverkusen stehen für das ESF-Modellprogramm des BMFSFJ vom 01.08.2009 bis 31.07.2011 insgesamt 167.390,07 € zur Verfügung. (Davon 100.000 € aus ESF-Mitteln und die restliche Summe aus Mitteln der Stadt Leverkusen.)
Für die Koordinationsstelle zum Aufbau tragfähiger Vernetzungsstrukturen zwischen Arbeitsverwaltung, Arbeitsgemeinschaft und Jugendamt der Stadt Leverkusen als öffentlicher Träger wurde für diesen Zeitraum Karin Unkelbach, Diplom-Sozialpädagogin eingestellt.

Stadt Leverkusen: "Wir haben Bedarf für weitere Tagesmütter und Tagesväter"
Angela Hillen, stellvertretende Leiterin des Fachbereichs Kinder und Jugend bei der Stadt Leverkusen, ergänzte heute: "Wir haben immer Bedarf für neue Tagesmütter und Tagesväter." Zur Zeit gebe es 120 "Tagespflegepersonen", die über 300 Kleinkinder in Leverkusen betreuten. Es sei erklärtes Ziel der Stadt Leverkusen, gerade im Bereich der Betreuung unter dreijähriger Kinder, das Standbein "Tagespflege" neben der institutionalisierten Betreuung in Kindertageseinrichtungen weiter auszubauen.
Sie betonte, dass vom Fachbereich Kinder und Jugend vermittelte "Tagespflegepersonen" -Mindestalter 21 Jahre - bestens qualifiziert seien:
Eltern, die für ihr Kleinkind eine eine solche Tagesbetreuung suchen, könnten sicher sein, dass die jeweilige Person fließend deutsch spricht, einen qualifizierten Schulabschluss hat, ein einwandfreies polizeiliche Führungszeugnis sowie Gesundheitszeugnis aufweist und darüberhinaus, wenn sie keine pädagogische Vorbildung hat, eine 160stündige Forbildung nach den Vorgaben des Deutschen Jugendinstituts absolviert hat.
Bevor der Fachbereich eine Tagesmutter (in Leverkusen sind es bisher nur Frauen) an Eltern empfiehlt, wurde auch die Wohnung der Person, die dort bis zu drei, maximal fünf, Kleinkinder betreuen darf, in Augenschein genommen: Offene Steckdosen oder gefährliche Ecken und Kanten dürfe es demnach nicht geben.
Sozialpädagogin Karin Unkelbach hat es sich zum Ziel gesetzt, bis Mitte 2011 in Leverkusen 45 neue Plätze in der Kindertagespflege geschaffen zu haben. Ihre erste "Amtshandlung" wird nun ein Gespräch mit der Agentur für Arbeit in Bergsich Gladbach und der AGL sein, um die Kooperationsvereinbarung auf den Weg zu bringen, damit interessierte Arbeitslose bzw. Arbeitssuchende bei Eignung eine neue berufliche Aufgabe in der Tagespflege finden können.


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Letzte Änderung am 12.01.2017 15:26 von leverkusen.
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